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TSV Neubiberg setzt sich von unten ab

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Von: Umberto Savignano

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Neubibergs Mannschaftsführer Benjamin Placzek verlor zwar im Doppel, kletterte mit dem TSV aber ins Mittelfeld der Badminton-Regionalliga Südost.
Neubibergs Mannschaftsführer Benjamin Placzek verlor zwar im Doppel, kletterte mit dem TSV aber ins Mittelfeld der Badminton-Regionalliga Südost. © Robert Brouczek

Neubiberg – Dank eines gelungenen Doppelspieltags in heimischer Halle mit einem 5:3 gegen die Badminton Sportfreunde Neusatz und einem 4:4 gegen die SG Schorndorf konnte sich der TSV Neubiberg ins Tabellenmittelfeld der Badminton-Regionalliga Südost absetzen.

Dabei begann das Wochenende gar nicht gut für die Neubiberger. „Am Samstag war es sehr heikel, denn im ersten Herrendoppel hatten wir eigentlich mit einem Sieg gerechnet“, so Mannschaftsführer Benjamin Placzek. Er verlor sein Spiel an der Seite von Gregory Schneider jedoch in drei Sätzen.

Dafür gab es dann aber einen nicht einkalkulierten Punkt durch die 16 Jahre junge Maya Höfle, die nach klar verlorenem ersten Satz ihr Spiel souverän drehte. „Sie hat wirklich überzeugt. Es war nicht zu erwarten, dass sie gegen Mette Käppeler so auftritt. Sie hat die Nerven behalten und sich den Respekt der gesamten Mannschaft verdient“, lobte Placzek. Die weiteren Punkte zum Erfolg gegen die bis dahin knapp vor dem TSV platzierten Sportfreunde steuerten das Doppel Stefan Waffler/Michael Clemens sowie Schneider, Placzek und Clemens mit knappen Einzelsiegen bei.

„Das war eine gute Leistung gegen einen direkten Konkurrenten“, freute sich Placzek. Doch die positive Stimmung, die der TSV-Kapitän nach dem Erfolg ausgemacht hatte, wurde tags darauf gegen den Tabellendritten aus Schorndorf erst einmal ziemlich eingetrübt: Die Neubiberger lagen nämlich 0:4 zurück. Die Herrendoppel Schneider/Placzek und Waffler/Clemens, das Frauen-Duo Helena Storch/Lina Eberl und Eberl im Einzel unterlagen teilweise sehr knapp. Von der 17-jährigen Eberl, die die aus schulischen Gründen verhinderte Höfle ersetzte, zeigte sich Placzek allerdings angetan: „Sie hat auch sehr gut gespielt. Mit unseren junge Damen können wir gut in die Zukunft schauen.“

Dagegen wurmten ihn die jeweils erst in der Verlängerung des dritten Satzes verlorenen Herrendoppel: „Da ist uns am Ende vielleicht ein bisschen die Konzentration verloren gegangen.“ Trotzdem durften die Neubiberger am Ende zumindest einen Punktgewinn feiern: Denn die drei Herreneinzel gingen, diesmal sogar alle sehr deutlich, erneut an den TSV und das Mixed Storch/Waffler zeigte in einem Dreisatz-Duell Nervenstärke, wehrte vier Matchbälle ab und sicherte das Remis.

TSV mit dem Doppelspieltag sehr zufrieden

„Mit etwas mehr Konzentration und Glück in den Herrendoppeln wäre auch ein Sieg drin gewesen, aber wir sind mit dem Wochenende sehr zufrieden“, bilanzierte Placzek, dessen Team nun im Neunerfeld auf Rang fünf liegt.

Die nächsten Aufgaben stehen auswärts bei Tabellennachbarn an: Am Samstag, 11. Dezember (16 Uhr), beim Vierten ESV Flügelrad Nürnberg und am Sonntag, 12. Dezember (11 Uhr) beim Sechsten TV Marktheidenfeld II. „Ich glaube, dass Marktheidenfeld sogar das schwerere Spiel wird. Bei einer zweiten Mannschaft kommt es ein bisschen darauf an, wie sie aufgestellt ist“, so Placzek, der vorsichtigen Optimismus zeigt: „Auch bei uns hängt es davon ab, wer dabei ist. In Vollbesetzung können wir gegen fast jeden Gegner gewinnen. Wir sind nicht chancenlos, aber auch nicht in der Favoritenrolle.“

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