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Heiß her ging’s im Derby zwischen HT München II (in Blau) und dem TSV Sauerlach (im grünen Trikot Sebastian Ametsbichler).

Handball

Sauerlach bereitet HT II große Probleme

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Das Ergebnis täuscht darüber hinweg, wie knapp das Landesliga-Derby zwischen den Handballern von HT München und des TSV Sauerlach tatsächlich verlief: Am Ende hatte die gastgebende Spielgemeinschaft aus Unterhaching und Taufkirchen die Nase mit 20:15 (7:6) nur scheinbar deutlich vorne.

Taufkichen/Unterhaching/Sauerlach – „Leider haben uns fünf Minuten gefehlt, um für eine echte Überraschung zu sorgen“, bedauerte Sauerlachs Co-Trainer Jörg Hetzel, dass seine Mannschaft keine zählbare Ausbeute aus der Hachinga Halle mitnehmen konnte. Hetzel hatte den Lokalrivalen und Aufsteiger vor der Partie zum Favoriten erklärt. Doch seine Sauerlacher, die die abgebrochene Vor-Saison auf dem vorletzten Platz abgeschlossen hatten, hielten die Partie lange offen. Zwar erwischte das HT-Team mit einer 7:4-Führung (26.) den besseren Start, abschütteln ließen sich die Gäste aber nicht, sie gingen sogar ihrerseits in Front. Nach diesem 10:11 (41.), Sauerlachs einziger Führung, blieb es eine weitere Viertelstunde lang ein Spiel auf Messers Schneide. Nach 56 Minuten stand es 15:14, dann erst zogen die Hausherren innerhalb von gut zwei Minuten entscheidend auf 19:14 davon. „Wir sind nach einer starken Vorbereitung mit einem guten Gefühl in dieses Derby gegangen. Und wir haben gezeigt, dass wir körperlich mit dem Gegner mithalten konnten, waren immer wieder dran und sogar mal ein Tor vorne“, sah Hetzel sein Team zwar grundsätzlich auf Augenhöhe mit dem Aufsteiger, er räumte aber gleichzeitig ein: „Wer nur 15 Tore in 60 Minuten wirft, hat es auch nicht verdient. Leider haben wir uns im Angriff nicht für eine grandiose Abwehrleistung belohnt.“ Einen Mann hob er aus seinem Defensivverbund besonders hervor: „Christoph Sondermaier hat hinter der starken Abwehr ein überragendes Spiel abgeliefert“, lobte Hetzel den jungen Torwart.

„Die Höhe war am Ende schmeichelhaft“, räumten auch die Hausherren in ihrem Bericht auf der HT-Homepage ein. Trotzdem nahm man beim Aufsteiger nach einem Spiel, dem man das „Prädikat: deutliches Steigerungspotenzial“ verlieh, den Sieg gerne mit: „Erfreulich: zwei Punkte. Mund abwischen“, so das Fazit der Spielgemeinschaft aus dem Hachinger Tal.  um

HT München II: Kunstwadl/Kreis; Abel (1), Thiel, F. Riesenberger, Wastl (6/2), Stopka, Epp (2), Dreyer (2), Dauhrer (1), Ledermann (5), Peifer, Steuck (1), Behm (2) TSV Sauerlach: Sondermaier/Müller; Jeremias (1), Kautzmann (2), Borchert, Bunk, Batzer (2), Brückl, Falkenhahn, X. Hetzel (2), Jaschinski (2), S. Ametsbichler (6), Ratzka, Theodosiadis

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