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TSV Sauerlach vergrault die Fans

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Von: Umberto Savignano

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Sauerlach – Ausgerechnet im richtungsweisenden Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Vaterstetten enttäuschten die Bezirksoberliga-Handballer des TSV Sauerlach auf der ganzen Linie. „Ich bin wirklich ratlos und sprachlos“, sagte Trainer Ingo Schwenzfeger nach dem 27:35 (13:20), bei dem seine Mannschaft den Gegner nie in Verlegenheit bringen konnte.

„Das war nicht mal schlecht, das war absolut nichts, vom Linksaußen bis zum Rechtsaußen und bis zum Torwart“, ließ Schwenzfeger kein gutes Haar an der Vorstellung seines Teams, das sogar manche Fans vergraulte, die aber vielleicht auch nur rechtzeitig zum Spiel der deutschen Elf gegen Spanien bei der Fußball-WM zuhause sein wollten. „Ich habe in meiner aktiven Karriere nicht erlebt, dass das Heimpublikum die Halle vorzeitig verlassen hat“, so Sauerlachs Coach, dessen Truppe im nächsten Spiel, am kommenden Sonntag (12.30 Uhr) beim TSV Grafing, aufpassen muss, nicht in Richtung Tabellenkeller abzurutschen. Für Schwenzfeger ist das allerdings kein Thema: „Ich schaue nicht nach hinten. Ich schaue nach wie vor auf den zweiten Platz, denn es kann viel passieren und dann kannst du als Zweiter vielleicht doch noch aufsteigen.“ Gerade deshalb stieß die Vorstellung seiner Mannschaft bei ihm auch auf völliges Unverständnis: „Wir wären Zweiter gewesen, wenn wir Vaterstetten geschlagen hätten.“

Die mangelnde Konstanz begleitet seine Mannschaft, die auch schon starke Vorstellungen lieferte, seit Saisonbeginn. „Ich habe momentan eine Wundertüte mit Wahnsinnsausschlägen in beide Richtungen. Nur diesmal sind nicht ein oder zwei Leute ausgefallen und dafür andere eingesprungen, diesmal waren alle schlecht“, so Schwenzfeger, dem die Vorbereitung aufs Wochenende wegen der Hallenbelegung durch andere Veranstaltungen einmal mehr Sorgen bereitet: „Wir konnten am Donnerstag nicht trainieren, diese Woche können wir auch nur einmal trainieren.“ Und das wirke sich fatal aus, so seine Schlussfolgerung aus der jüngsten Pleite: „Ich habe eine Mannschaft, die trainieren muss, sonst vergisst sie das Handball spielen.“

TSV Sauerlach: Sondermaier; Schinkel (1), Ratzka (2), Schieck (1), Brückl (2), Falkenhahn (2), Theodosiadis (2), Batzer (7/5), Pflüger (4), Atzinger (6/3), S. Ametsbichler, Borchert, Jaschinski

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