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Schleißheims Aufstieg noch nicht offiziell bestätigt

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Von: Patrik Stäbler

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„Wir gehen davon aus, dass wir aufsteigen.“ Die Schleißheimer Handballerinnen. Stehend v.l.: Steffi Niederlechner, Larissa Schellenberg, Marlene Willy, Sophia Dölger, Melanie Grote, Emely Nordbrock, Jasmina Reiner, Leonie Kattner; Kniend v.l.: Gil Aigner, Nika Tikvica, Laura Gettwart, Julia Brandstädter, Lena Rendel, Alexandra Gnandt; liegend v.l.: Eva Neusiedl, Cindy Hallinger.
„Wir gehen davon aus, dass wir aufsteigen.“ Die Schleißheimer Handballerinnen. Stehend v.l.: Steffi Niederlechner, Larissa Schellenberg, Marlene Willy, Sophia Dölger, Melanie Grote, Emely Nordbrock, Jasmina Reiner, Leonie Kattner; Kniend v.l.: Gil Aigner, Nika Tikvica, Laura Gettwart, Julia Brandstädter, Lena Rendel, Alexandra Gnandt; liegend v.l.: Eva Neusiedl, Cindy Hallinger. © TSV Schleißheim

Auf ein rauschendes Aufstiegsfest haben die Handballerinnen des TSV Schleißheim hinterher verzichtet – aus zwei Gründen. Zum einen steckten ihnen nach dem letzten Spieltag der Bezirksoberliga gleich zwei Partien binnen sieben Stunden in den Knochen. Zum anderen ist der Aufstieg noch nicht offiziell bestätigt; vielmehr rangiert der TSV in der Tabelle punktgleich mit dem TuS Pfarrkirchen an der Spitze.

Oberschleißheim – Welches Team die Nase vorne und damit das Zugriffsrecht auf ein Landesliga-Ticket hat, ist laut TSV-Trainer Alexander Brandeis ungewiss. „Der Verband hat keine klaren Regeln festgelegt.“ So spricht der direkte Vergleich zwar für Pfarrkirchen. Ob dieser jedoch herangezogen werden darf, ist unklar – schließlich sind beide Vereine in dieser verkürzten Saison nur einmal aufeinander getroffen. Und die Tordifferenz wiederum würde für Schleißheim sprechen.

Unabhängig von alledem sagt Alexander Brandeis, der das Team mit seiner Ehefrau Ivonne Brandeis trainiert: „Wir gehen davon aus, dass wir aufsteigen.“ Schließlich habe Pfarrkirchen via Facebook und in den lokalen Medien verlautbaren lassen, dass man wegen des schmalen Kaders auf den Sprung in die Landesliga verzichten wolle. Sein TSV hingegen habe dem Verband mitgeteilt, dass er aufsteigen wolle, sagt Brandeis. „Wir wären in der Landesliga der erste Abstiegskandidat und würden jeden Punkt wie einen Champions-League-Sieg feiern. Trotzdem wollen wir es probieren – mit unseren eigenen Leuten.“

Dass diese nicht nur spielerisch, sondern auch konditionell in der Bezirksoberliga spitze sind, stellten sie am letzten Spieltag unter Beweis. Da landete der TSV nicht nur einen 29:21-Heimsieg im Nachholspiel gegen Metten. Sondern nur fünf Stunden nach dem Anpfiff dieser Partie standen die Schleißheimerinnen schon wieder auf der Platte – auswärts bei der HSG Schwabkirchen. Allein die Strapazen merkte man den Gästen dort nicht an – im Gegenteil: Angeführt von Alexandra Gnandt entschied Schleißheim die erste Hälfte mit 16:10 für sich. Und nach der Pause habe sein Team den Gegner dann „überrollt“, berichtet Brandeis. Während Torfrau Lena Rendel „alles gehalten hat“, seien ihre Vorderleute einen Tempogegenstoß nach dem nächsten gelaufen. So leuchtete am Ende ein 39:20 auf der Anzeigetafel auf – Saisonsieg Nummer acht im neunten Spiel für den TSV, der nun also vermutlich in die Landesliga aufsteigt.

Dort wird das Team auf Lena Rendel verzichten müssen, die zum Studieren nach Spanien geht. Ansonsten aber bleibe der Kader beisammen und werde von vier Jugendspielerinnen verstärkt – darunter in Nika Tikvica auch eine talentierte Torfrau, sagt Brandeis. Ehe sich der Blick in Schleißheim aber auf die Landesliga richtet, soll es erst noch eine krachende Aufstiegsfeier geben. Eine solche fiel 2020, als der TSV den Sprung in die Bezirksoberliga schaffte, der Pandemie zum Opfer. Und als Schleißheim in der Folgesaison schon wieder an der Tabellenspitze stand, wurde diese wegen der Coronalage abgebrochen. „Wir haben in den vergangenen drei Jahren 52:2 Punkte geholt“, betont Alexander Brandeis. „Das muss uns erst mal jemand nachmachen.“ (PATRIK STÄBLER)

TSV Schleißheim – SSG Metten 29:21 (15:7)

HSG Schwabkirchen – TSV Schleißheim 20:39 (10:16)

TSV: Rendel, Tikvica – Brandstädter (13/6), Gnandt (10), Schellenberg (6), Reiner (6), Grote (6), Nordbrock (6), Kattner (6/2), Dölger (5), Aigner (4), Gettwart (4), Niederlechner (1), Willy (1).

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