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Jonas Sagstetter (l.) und Simeon Topuzliev sorgten gegen Berlin dafür, dass die Hachinger Annahme schon ganz ordentlich funktionierte.

Englische Woche mit drei Auswärtsspielen

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Zu Beginn einer englischen Woche mit drei Auswärtsspielen reisen die Volleyballer des TSV Unterhaching nach Hildesheim, wo sie am Samstag (19 Uhr) bei den Helios Grizzlys Giesen gastieren.

Unterhaching – Nachdem der Spielplan den Volleyballern des TSV Unterhaching zu ihrem Bundesliga-Auftakt mit Berlin gleich den wohl schwersten Gegner beschert hat, sollte es nach dem deutlichen 0:3 (12:25, 12:25, 13:25) gegen den Serienmeister eigentlich aufwärts gehen. Zumal Giesen mit zwei Niederlagen (1:3 gegen Herrsching, 0:3 in Düren) in die Saison gestartet ist. Doch von einem Duell auf Augenhöhe der jungen Hachinger Truppe mit den Niedersachsen kann man wohl nicht sprechen.

Die Grizzlys darf man durchaus als gestandene Bundesliga-Mannschaft bezeichnen, auch wenn sie erst 2018 aufgestiegen sind und die beiden Spielzeiten seither auf Platz zehn beendet haben. Zu beachten sind vor allem die starken Angreifer Hauke Wagner und Stijn van Tilburg, die von den Pässen des erfahrenen Zuspielers Merten Krüger profitieren.

Zudem spielen die Niedersachsen als Nachrücker mangels deutscher Meldungen im CEV Challenge Cup. Die Auftaktpartie bei Sporting Lissabon steigt drei Tage nach dem Haching-Spiel. Allerdings wurde durch die Niederlagen in der Liga die Euphorie über die erste Europacup-Teilnahme der Vereinsgeschichte wohl schon etwas gedämpft. Klar dürfte andererseits sein, dass die Giesener mit Macht auf ihren ersten Saisonsieg drängen werden.

Patrick Steuerwald sieht das gelassen: „Mir ist wurscht, was die wollen. Wichtig ist, was wir wollen“, sagt der Haching-Coach, der sich schon mehr Entfaltungsmöglichkeiten für sein Team verspricht als vor einer Woche: „Wir haben im Berlin-Spiel ein paar Punkte mitbekommen, an denen wir arbeiten müssen. Die Giesener haben aber sicher nicht so eine starke Block-Abwehr. Da können wir mal schauen , wie weit wir schon sind.“ Auch Zuspieler Eric Paduretu hofft am Samstag auf ein ausgeglicheneres Duell: „Unsere Chancen kommen noch, da bin ich sicher. Wir haben gegen Berlin am Anfang der Sätze ordentlich gespielt. Wir müssen nur schauen, dass wir Konstanz reinbringen.“

Hoffnung dürfte den Hachingern auch die Aussage des Berliner Außenangreifers Cody Kessel machen, der seiner eigenen Mannschaft „ein konzentriertes Spiel auf gutem Niveau“ bescheinigte und über den TSV urteilte: „Der Gegner war noch sehr jung und hatte sicher auch unter der langen Quarantäne-Pause zu leiden. Aber die Jungs werden sich entwickeln.“

Ob diese Entwicklung schon in Hildesheim zumindest einen Satzgewinn beschert, wird sich am Samstag zeigen.

Am Mittwoch in Bühl (19 Uhr) beim Nachholtermin für den wegen der Corona-Quarantäne ausgefallenen Saisonstart und am Sonntag (16 Uhr) in Frankfurt bieten sich für Steuerwalds Schützlinge dann bald weitere Gelegenheiten, ihre Fortschritte zu präsentieren.

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