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Nach dem Sieg beim TSV Ismaning steht fest: Der TSV Unterhaching spielt auch in der kommenden Saison in der Bayernliga. Philipp Heinle (r.) zieht hier voll durch. Foto: 

Handball – Bayernliga

TSV Unterhaching in Lohr gerettet

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Der Klassenerhalt ist fix, Hachings Handballer können sich ab sofort auf ein weiteres Jahr Bayernliga vorbereiten. Dass das Zittern nach einer schwachen Rückrunde nicht bis zum letzten Spieltag andauert, war einem Tor in letzter Sekunde zu verdanken – allerdings nicht im eigenen Auswärtsspiel in Ismaning.

Unterhaching – Das Landkreis-Derby war früh entschieden, die Kräfteverhältnisse eindeutig und nicht überraschend: Die Hachinger setzten sich beim längst als Absteiger feststehenden TSV Ismaning deutlich mit 37:25 durch und feierten ihren zweithöchsten Saisonerfolg. Den Klassenerhalt fix machte aber ein Tor im rund 350 Kilometer entfernten Lohr.

Da verspielte der heimische TSV gegen Bayreuth in den letzten fünf Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung und kassierte in der letzten Sekunde ein Siebenmetertor zum 24:24. Damit war klar: Mindestens zwei Teams werden die Saison wegen des rechnerisch komplizierten direkten Vergleichs punktgleicher Mannschaften hinter den Hachingern beenden. Auch wenn es tatsächlich vier Absteiger geben sollte, wäre der TSV nicht dabei.

Von überschäumender Freude war Trainer Christian Sorger danach weit entfernt. „Froh und erleichtert“ nannte er seine Stimmungslage und erinnerte an die ungemütliche Rückrunde mit bisher vier Siegen und acht Niederlagen vor dem Saisonfinale in Haunstetten: „Das war hinten raus schon noch eine nervliche Belastungsprobe. Vor allem, weil alles so eng zusammen und unübersichtlich war. Sogar an diesem Spieltag stand alles noch auf des Messers Schneide. Wir sind froh, dass wir raus sind und am letzten Spieltag kein Abstiegsendspiel haben.“

Die Saisonbilanz konnte er mit der Rettung nun ebenfalls schon ziehen. Zwei komplett verschiedene Halbserien muss Sorger nun einordnen, zog unterm Strich aber ein positives Fazit: „Wir haben elf Siege gegen zehn verschiedene Mannschaften eingefahren, also fast alle mindestens einmal geschlagen. Das zeigt, welches Potenzial wir haben. Aber wir haben von 13 Gegnern auch gegen zwölf verloren. Das bedeutet, dass alles kein Selbstläufer ist und wir viel Aufwand betreiben müssen.“

Das war letztlich auch der Struktur seiner Mannschaft geschuldet, die sich im zweiten Jahr des Umbruchs befindet, nicht auf eine gepflegte Anzahl an Routiniers zurückgreifen konnte und Defizite im Rückraum offenbarte. „Für mich war die Saison extrem aufwändig, weil ich jede Woche sechs bis acht Stunden Videomaterial angeschaut habe. Wir mussten auf jeden Gegner perfekt vorbereitet sein.“ Das könnte nun ruhiger werden, glaubt Sorger: „Ich habe große Hoffnung, dass wir den nächsten Schritt machen und nächste Saison mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

TSV Unterhaching: S. Allmendinger, T. Kunstwadl; Kocsis (1), Wegener (2), Wagner (2), Behm (2), Borschel (7/1), Hermann, Dauhrer (3), Newel (1), Beiche (3), Heinle (4/1), Kottmeir (9), Kropp (3).

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