+
Ab heute ist beim TSV Unterhaching Training wieder möglich. Das freut auch Sportdirektor Mihai Paduretu.

Volleyball

TSV Unterhaching nach Corona-Fall wieder im Training

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
    schließen

Aufatmen beim TSV Unterhaching: Der Volleyball-Bundesligist kann ab heute wieder in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit einsteigen. Weil ein Teilnehmer an der Saisoneröffnung am 1. Oktober wenige Tage später positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden war, hatten sich ja alle Spieler wegen des direkten Kontakts zu dieser infizierten Person in die Isolation begeben müssen (wir berichteten). In der Folge „fielen die vom Gesundheitsamt verordneten beiden Tests beim Team des TSV Unterhaching alle negativ aus. Damit endet die verhängte häusliche Quarantäne für Spieler und Trainer am Donnerstag.

Unterhaching  - Ab heute wird wieder regelmäßig trainiert“, wie der Verein in einer Pressemitteilung bekanntgab.

Allerdings reicht es für die Hachinger nicht dazu, wie geplant, mit den anderen zehn Erstliga-Mannschaften am kommenden Wochenende in die neue Saison der Volleyball-Bundesliga (VBL) zu starten. Das für Sonntag vorgesehene Auftaktspiel in Bühl war schon nach Anordnung der Quarantäne abgesagt worden, wie übrigens auch die Partien des ebenfalls von Corona betroffenen VCO Berlin am Samstag in Bühl und am Sonntag in Friedrichshafen. Drei auf einen noch unbekannten Termin verschobene Spiele gleich zum Auftakt: Kein Wunder, dass Michael Evers die wohl schwerste Saison der Bundesliga-Geschichte erwartet. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte der VBL-Präsident: „Die Situation ist extrem angespannt und kann existenzbedrohend werden. Die Clubs gehen nicht nur mit einem organisatorischen und finanziellen Mehraufwand, wie für die notwendigen, umfangreichen Hygienemaßnahmen, in die Saison, sondern auch mit der großen Unsicherheit, ob und wie ihre Spiele ausgetragen werden können.“ (siehe Bericht oben auf dieser Seite)

Mihai Paduretu, Geschäftsführer, ehemaliger Erfolgscoach und Volleyball-Macher des TSV Unterhaching, hatte die Kosten, allein für die notwendigen Tests, jüngst in einem Interview mit dem Münchner Merkur auf 30.000 Euro pro Saison beziffert - ohne eine Teilnahme an den Play offs.Hinzu kommen Einnahmeausfälle durch Zuschauerbeschränkungen. In normalen Zeiten könnten die Hachinger am Sonntag, 25. Oktober (16 Uhr), bei ihrem, nun wohl gesicherten ersten Heimauftritt der Saison gegen Serienmeister Berlin mit einer vollen Bayernwerk Sportarena rechnen. So aber müssen sie angesichts steigender Infektionszahlen bangen, ob überhaupt Publikum zugelassen wird.

Paduretu ist optimistisch, dass die Ränge nicht völlig leer bleiben: „Ich hoffe, dass 20 Prozent der Zuschauerkapazität das Spiel live anschauen kann, also die Sponsoren, die Familienangehörigen und die treuesten Fans.“

So groß die Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind, so klar ist für Paduretu andererseits schon vor dem Saisonstart die Antwort auf die Titelfrage: „Die Berliner werden die Liga dominieren, ich sehe keine Mannschaft, die ihnen gefährlich sein könnte. Der Unterschied zu den anderen Teams ist sehr groß.“ UMBERTO SAVIGNANO

Auch interessant

Kommentare