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Wiedervereint beim TSV Unterhaching: Jonas Sagstetter (l.) und sein Bruder Benedikt. Die beiden bilden auch im Beachvolleyball ein Team.

Sagstetter-Brüder in Unterhaching wieder vereint

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Familienzusammenführung beim TSV Unterhaching: Nach Jonas Sagstetter, dem Rückkehrer aus Eltmann hat der Volleyball-Bundesligist nun auch dessen Bruder Benedikt vom TSV Herrsching für die neue Saison verpflichtet.

UnterhachingDem 19-jährigen Neuzugang gefällt es, dass er künftig wieder mit seinem 21 Jahre alten Bruder Jonas, wie früher bei der TG-VfL Landshut, dem Heimatverein der beiden, und beim ASV Dachau, auf dem Feld stehen wird: „Ein sehr schönes Gefühl, da uns mehr als nur der Sport verbindet. Ich freue mich, gemeinsam mit ihm zu arbeiten. Wir haben ja auch im Sand erfolgreich zusammen agiert.“

Benedikt Sagstetter, unter anderem mit Jonas mehrfacher Deutscher Juniorenmeister in der Volleyball-Strandversion, kann aber auch auf einen Beach-Erfolg mit einem anderen Hachinger verweisen: 2016 wurde er, damals erst 15, im Duo mit dem seinerzeit 16-jährigen Eric Paduretu als Außenseiter Deutscher U18-Vizemeister.

Dass diese beiden jetzt gemeinsam im Unterhachinger Kader für die Hallen-Bundesliga stehen, ist mindestens ebenso außergewöhnlich wie die brüderliche Sagstetter-Verbindung, denn sowohl Paduretu (mittlerweile 20) als auch Benedikt Sagstetter sind Zuspieler und mit Severin Brandt (dessen Bruder Niklas künftig ja auch als Außenangreifer für den TSV aufschlägt) steht noch ein weiterer Akteur für diese Position zur Verfügung.

Die Dreifachbesetzung für die Rolle des Spielmachers erklärt Patrick Steuerwald, der einst als Hachinger Zuspieler den Sprung ins Nationalteam schaffte und nun dem TSV-Trainerstab angehört, so: „Severin ist erst 16 und er war von Beginn an mit einem Zweitspielrecht beim VCO München ausgestattet. Er trainiert und wächst bei uns und ich bin zuversichtlich, dass wir ihn diese Saison auch auf dem Feld sehen werden. Aber in erster Linie werden Eric und Benni um die Position im Zuspiel kämpfen.“

Benedikt Sagstetter hofft jedenfalls auf mehr Einsätze als in Herrsching, wohin er vor 2019 aus Dachau gewechselt war. Am Ammersee kam er nicht wie gewünscht zum Zug. „Nach einem Jahr mit wenig Spielanteilen hoffe ich nun in Haching wieder mehr aufs Feld zu kommen“, sagt der Neuzugang, der sich als „Zockertyp, der schnell Lösungen findet“, beschreibt. Eine gewisse Anlaufphase gesteht sich der 19-Jährige, der zeitgleich mit der Saison ein Studium beginnt, aufgrund der äußeren Bedingungen zu: „Die Halle in Herrsching ist deutlich niedriger als die Bayernwerk Sportarena. Da muss ich mich als Zuspieler erst wieder umstellen, aber das wird schon klappen.“

Davon ist auch Steuerwald überzeugt: „Benni stand in Herrsching im Schatten von Johannes Tille, der aber auch deutscher Nationalspieler ist. Er hat sein Potenzial bereits bewiesen, zudem passt er zu unseren ,Local Heroes.’“ Für dieses Konzept einer Truppe, die vor allem aus Nachwuchstalenten mit regionalem Bezug besteht, kann sich auch Benedikt Sagstetter selbst begeistern: „Der TSV Unterhaching wird nächste Saison ein junges, cooles Team sein, das nichts zu verlieren hat.“

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