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Leistungsdiagnostik an der TU München: der leitende Oberarzt Dr. Johannes Scherr mit den Skirennläufern Felix Neureuther (M.) und Fritz Dopfer. 

Modernisierung der Sportschule Oberhaching

TU München über Aussagen verwundert

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Das Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München ist verwundert über die Aussagen von Harald Stempfer, Geschäftsführer der Sportschule Oberhaching.

Oberhaching/MünchenDie medizinische Betreuung der Sportler in Bayern sei verbesserungswürdig, erklärte Harald Stempfer, Vizepräsident (Bereich Leistungssport) im Bayerischen Landessportverband (BLSV) und Geschäftsführer der Sportschule Oberhaching, bei einer Sitzung des Innenausschusses des bayerischen Landtags in der Sportschule Oberhaching (wir berichteten). Und weiter: Bislang müssten bayerische Spitzensportler für die Leistungsdiagnostik eine vier Stunden lange Autofahrt nach Leipzig in Kauf nehmen.

Im Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München sorgten diese Aussagen für Verwunderung. „Kein Athlet aus dem Großraum München muss für eine Leistungsdiagnostik eine mehrstündige Fahrt in Kauf nehmen. Im Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München führen wir jährlich rund 540 Kaderuntersuchungen durch, um den individuellen Fitnessstand und die Entwicklung von Leistungssportlern zu prüfen, darunter mehr als 90 Prozent der bayerischen Olympiateilnehmer 2018“, teilte Professor Martin Halle, Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München, unserer Zeitung mit. „Insgesamt führen wir jedes Jahr rund 8000 Laktattests, 1000 Spiroergometrien und circa 10 000 Trainingsberatungen durch. Wir sind das größte Zentrum für Prävention und Sportmedizin und das führende für Sportkardiologie in Deutschland. Zudem sind wir etabliertes, lizenziertes Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Durch unser hochqualifiziertes Fachärzteteam und in Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Partnern werden Leistungssportler optimal medizinisch versorgt. Mit kürzesten Wegen und uns als übergeordnetem Ansprechpartner.“

Stempfer sagte auf Nachfrage unserer Zeitung: „Natürlich werden sehr viele bayerische Spitzensportler bei der TU München optimal versorgt. Aber vor allem Bundeskader-Athleten. Wir müssen die medizinische Betreuung für bayerische Nachwuchsathleten, die noch nicht an der absoluten Spitze sind, aber kurz davor, verbessern.“ Stempfer plant, die Sportschule Oberhaching zu modernisieren und unter anderem um Räume für Sportmedizin und Leistungsdiagnostik zu erweitern.  rg

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