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ERSC Ottobrunn: Verheißungsvoller Start

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Von: Harald Hettich

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ERSCO-Coach Petr Vorisek hat seine Mannschaft taktisch gut eingestellt.
ERSCO-Coach Petr Vorisek hat seine Mannschaft taktisch gut eingestellt. © Archiv mm

Ottobrunn – Es war ein verheißungsvoller Saisonstart für die Eishockey-Cracks des ERSC Ottobrunn in die neue Spielzeit 2021/2022. Mit zwei überzeugenden Startsiegen in Berchtesgaden (3:1) und auf eigenem Eis gegen die Spielgemeinschaft Miesbach / Schliersee beim 11:2-Kantersieg katapultierte sich die junge und „teilerneuerte“ Truppe von Chefcoach Petr Vorisek gleich einmal an die Spitze des Tableaus in der neun Teams umfassenden Bezirksliga Gruppe 3.

Geht es nach den Verantwortlichen, dann darf der Kufenritt auf der tabellarischen Sonnenseite auch gerne ganz lange andauern. „Wir wollen am Ende der Doppelrunde auf jeden Fall auf einem der ersten beiden Plätze stehen“, formuliert der spielende Teamsprecher und Sportliche Leiter Georg Critharellis für einen Verteidiger knackig stürmische Ziele.

Bei den Verantwortlichen im Verein macht man derzeit keinen Hehl mehr daraus, nach sukzessiven Verbesserungen in den drei Spielzeiten vor der langen Coronapause von Platz acht (2018) bis Rang fünf in der letzten Komplettsaison 2019/2020 jetzt richtig angreifen zu wollen.

Noch wird das echte Ziel eines Landesliga-Aufstiegs noch recht vorsichtig formuliert. Doch geht alles gut, will der ERSCO heuer zuschlagen. Die Vorzeichen jedenfalls könnten besser kaum stehen. Der Optimismus speist sich nach der wichtigsten Personalie – der Weiterverpflichtung von Trainer Petr Vorisek – aus dem Blick auf den Kader. Den drei Abgängen Köwer (Tor), Völkl und Rossi (beide Sturm) steht eine Handvoll Neuzugänge gegenüber. Vor allem in den Zentralbereichen vor Gegners Kasten und im eigenen Tor setzte der ERSCO neue Maßstäbe. Mit Sturmtank Adam Kofron vom tschechischen Drittligisten HC Koprovnice konnte ein echter Knipser für die Center-Position verpflichtet werden. Der 26-jährige Leader der ersten Reihe verfügt in seiner Heimat Tschechien auch über Zweitligaerfahrung und dürfte die Ottobrunner technisch, mental und in Sachen Eis-Speed enorm befördern. Abzulesen ist das auch an seiner Auftaktbilanz. Sieben Tore und einen Assist steuerte in den beiden ersten Partien bereits bei. „Adam ist natürlich nach Deutschland gekommen, um höherklassig Eishockey zu spielen“, weiß Critharellis. „Er kann sich bei uns ins Schaufenster stellen und wird uns zumindest in dieser Saison stark weiterhelfen“, nennt er klare Synergien. Bei der Ottobrunner Sportpark GmbH konnte man dem Angreifer zudem einen Job vermitteln.

Namhafte Neuzugänge

Aber nicht nur Kofron macht Laune. Vor allem auch in der Defensivausrichtung schaffte man am Haidgraben starke Fakten. Mit dem neu verpflichteten Torhüter-Duo Severin Dürr vom Landesliga-Aufsteiger Germering und dem Erdinger Andreas Gerlspeck wurden arrivierte Goalies mit reichlich Bayern- und Landesligaerfahrung geholt und bilden mit dem Duo Lukas Aspeck und Severin Cesak ein echtes Kleeblatt im Kasten. Mit dem quirligen Erdinger Angreifer Xaver Magg und dem starken Miesbacher Verteidiger Florian Hansch wurde der Kader weiter vertieft.

„Gefühlt“ ein hochkarätiger Neuzugang ist auch Tobias Feilmeier. Zwar kam der 31-Jährige bereits zur Vorsaison nach Ottobrunn. Doch der Paradestürmer mit 378 Einsätzen in Oberliga und Bayernliga und einer herausragenden Bilanz von 138 Toren und 305 Assists auf seinen Stationen bei acht Clubs von Lindau bis Dorfen will „jetzt richtig loslegen“. Zwei Tore und fünf Vorlagen gegen Miesbach unterstreichen seine Ambitionen, mit Kofron das wohl gefürchtetste Duo der gesamten Bezirksliga bilden zu können.

Zum starken Personalpaket gehört zudem, dass gestandene Kräfte wie die torgefährlichen Defensiven Daniel Carvalho oder Max Paciciel ebenso gehalten werden konnten wie arrivierte Stürmer vom Schlage eines Fabien Ferron oder des „Huber-Quartetts“. An diesem Sonntag gilt es in einem von Teamsprecher Critharellis als erstes Topspiel ausgerufenen Duell beim Mitfavoriten EHC Waldkraiburg 1b (Erstes Bully 17.15 Uhr, Raiffeisen-Arena Waldkraiburg) einen echten Härtetest zu bestehen. Eine Woche später schon steigt das Re-Match am Haidgraben.

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