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Ratlos in Sonthofen: Theresa Schieder wird zur wertvollsten Lohhoferin gewählt.

Volleyball – Zweite Liga Süd 

Unsanfte Landung im Allgäu 

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Die Erfolgsserie der Lohhofer Zweitliga-Volleyballerinnen ist gerissen: Nach drei Siegen in Folge unterlagen sie bei den Allgäu-Strom- Volleys in Sonthofen mit 0:3 (20:25, 13:25, 24:26). Eine überraschend deutliche und unsanfte Landung nach dem Höhenflug zuletzt, denn „wir hatten uns schon etwas ausgerechnet“, sagt Außenangreiferin Theresa Schieder. Die Lohhoferinnen sind damit auch wieder auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht.

Lohhof – „Wir wollen etwas mitnehmen“, hatte auch Jürgen Pfletschinger vor der Fahrt ins Allgäu angekündigt, und dabei hatte der SVL-Coach wohl mindestens einen Satz wie im Hinspiel, wenn nicht gar einen oder zwei Punkte für das Erreichen des Tiebreaks im Sinn. Doch im ersten Durchgang lief sein Team schnell einem Sonthofener Vorsprung von drei, vier Punkten hinterher, der sich auch nicht aufholen ließ. „Wir haben nicht so variabel gespielt wie in den letzten Partien“, sagt Schieder, die Sonthofens Trainer Marcus Zymmara nach der Partie zur wertvollsten Lohhoferin wählte. Sie selbst und Laura Gentner hatten erschwerte Bedingungen, weil die Lohhofer Mitte nicht so zum Zuge kam und damit den Sonthofener Block nicht binden konnte.

So war die 24-Jährige nach dem unerwartet kurzen Auftritt in der Allgäu-Sporthalle ein wenig ratlos, „warum wir uns in Sonthofen immer schwertun. Vielleicht ist es doch die persönliche Ebene, dass wir eben alle so gut kennen.“ Denn mit Veronika Kettenbach, Marion Mirtl, Carolin Strobl und Natascha Niemczyk standen vier Ex-Lohhoferinnen in der Sonthofener Startaufstellung, später kam noch Sabrina Karnbaum hinzu. „Sie waren extrem gut auf uns eingestellt“, macht Schieder die Kehrseite der Medaille deutlich, dass nicht nur ihre Mannschaft die Stärken und Schwächen der ehemaligen Kolleginnen gut kennt, sondern eben auch anders herum. Veronika Kettenbach zog auf Sonthofener Seite ein flottes und cleveres Spiel auf, das die Lohhoferinnen zwar kennen, aber dennoch nicht immer in den Griff bekamen.

Außerdem waren die Gastgeberinnen stark in der Abwehr, die SVL-Frauen mussten jeden Ball drei-, viermal angreifen, bis er endlich auf dem Boden war. Oder eben auch nicht, was vor allem im deutlichen zweiten Satz oft der Fall war. Pfletschinger reagierte und brachte Lisa Keferloher im Zuspiel für Stefanie John und Mannschaftsküken Carina Malescha für Diagonalangreiferin Inga Möller. Die neuen Impulse brachten Lohhof im dritten Durchgang erstmals etwas in Führung (8:4) und auch nach dem Rückwechsel behielt Lohhof die Oberhand und erspielte sich die Chance auf einen Satzgewinn wie im Hinspiel (24:23). Doch der Satzball blieb ungenutzt, wohingegen der dritte Sonthofener Matchball zum 26:24 saß. „Es lässt sich schwer in Worte fassen, dass das so klar war“, war Theresa Schieder die Enttäuschung über das schnelle 0:3 anzumerken. „Das war sicher eines der ärgerlichsten Spiele bisher.“

Allgäu-Strom-Volleys Sonthofen – SV Lohhof 3:0 (25:20, 25:13, 26:24)

SVL: John, Möller, Gentner, Schieder, Haddick, Forcher, Baier; eingewechselt: Keferloher, Malescha, Brandmeier.

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