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Trainerduo: Rita und Michael „Mischa“ Weyl begleiten das Team seit der Gründung vor acht Jahren.
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Vom Hand- zum Volleyball: Lea Boberschmidt.

Volleyball  Bezirksklasse

TSV Ismaning - ein richtiges Familienunternehmen

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Als ballbegeistertes Kind, besonders als Mädchen, landet man in Ismaning irgendwann beim Handball.

Ismaning – Das ist die klare Nummer eins im Hallen-Ballsport, da führt kein Weg dran vorbei. Auch für Lea Boberschmidt nicht: „Mit vier Jahren bin ich da zu den Minis gegangen, werfen und fangen lernen.“ Doch nach ein paar Jahren Handballtraining war das der heute 22-Jährigen zu viel Fangen und Werfen und „auch ein bisschen zu aggressiv. Also: Lieber durch ein Netz getrennte Gegner. „Ich wollte schon immer Volleyball spielen“, erklärt Boberschmidt.

Eigentlich naheliegend, denn ihre Mutter Rita und ihr Stiefvater Michael „Mischa“ Weyl sind ebenfalls begeisterte Volleyballer. Sie haben selbst in Ismaning gespielt, bis sich Frauen- und Männerteam des TSV zur Jahrtausendwende aufgelöst haben. Leas Bruder Quirin haben die Eltern regelmäßig zum Training nach Lohhof kutschiert, doch weil die Tochter noch ein paar Freundinnen mit ihrer Volleyballbegeisterung anstecken konnte, „haben wir halt selbst wieder etwas gemacht in Ismaning“, erklärt Mischa Weyl.

Mit zehn Mädchen ist das Ehepaar Weyl vor acht Jahren gestartet, erst in der Jugend, bald parallel dazu in der Kreisliga. Der Großteil der heutigen Mannschaft besteht noch aus dieser Clique, bei der Mama Rita zunächst als erfahrene Stütze auf dem Feld mitgeholfen hat.

Mittlerweile haben die Ismaningerinnen mit Jana Olivier eine weitere Mannschaftsmama. Die 47-Jährige kam von den Ismaninger Freizeitspielern und führt jetzt als Zuspielerin Regie in der Bezirksklasse. „Sie hat einfach wieder Blut geleckt“, sagt der gleichalte Trainer und grinst. Er kann auf eine weitere Mama als Unterstützung seines Teams bauen. Bettina Gorscak hat noch in der ehemaligen Frauenmannschaft des TSV mit Rita Weyl zusammengespielt, nach deren Auflösung und zwei weiteren Stationen dann aber Babypause gemacht. Seit zwei Jahren ist die 38-jährige Linkshänderin zurück, und ihren Mann Peter und seine Malerfirma hat sie als Sponsor gleich mitgebracht. „Er war es, der sofort gesagt hat: Mach das“, sagt Gorscak und lacht. „Und es ist einfach nett hier, ein richtiges Familienunternehmen!“ Das hat seinen bisher größten Erfolg mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse im vergangenen Jahr gefeiert – und die Klasse nun auch ohne die drohende Relegation gehalten.

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