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TSV-Trainer Patrick Steuerwald freut sich über die Entwicklung seiner Mannschaft.

TSV wartet auf Belohnung

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Volleyballer des TSV Unterhaching empfangen die United Volleys Frankfurt.

Unterhaching – Hochspannung bis in die Spitze hinein versprach die Volleyball-Bundesliga zu Beginn dieser Saison. Der Kampf um Platz eins nach der Hauptrunde scheint nach dem 3:1-Sieg von Rekordmeister VfB Friedrichshafen bei den Berlin Recycling Volleys, Dominator der jüngeren Vergangenheit, nun aber doch vorzeitig entschieden. Die Berliner wiederum liefern sich mit Düren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei. Der Rest des Feldes ist schon etwas abgehängt, bietet aber einen extrem spannenden Kampf um die besten Ausgangspositionen für die Play offs, ja sogar um die bloße Teilnahme daran: Den Vierten, Helios Grizzlys Giesen, und den Neunten Netzhoppers KW-Bestensee, trennen gerade mal zwei Punkte.

Mittendrin in diesem Getümmel befinden sich die United Volleys Frankfurt, die am Sonntag (16 Uhr) beim TSV Unterhaching gastieren. Durch den 3:2-Heimsieg gegen Giesen am Donnerstag sind die Hessen auf Rang fünf geklettert, nachdem sie lange den hoch gesteckten Erwartungen hinterhergehinkt waren. Die Mannschaft war vor der Saison gut verstärkt worden und zeigte ihr großes Potenzial im DVV-Pokal, wo sie dank des Halbfinalcoup gegen Friedrichshafen ins Endspiel (am 28. Februar gegen die Netzhoppers) einzog. Dass es in der Liga nicht rund lief, lag sicher auch an der Verletztenmisere. Gegen Giesen fehlten mit Kapitän Matthias Valkiers und Mario Schmidgall gleich zwei Zuspieler, auch Außenangreifer Tim Grozer, gefürchtet wegen seiner Hammeraufschläge, musste passen. Umso größer war die Erleichterung beim argentinischen Coach Juan Manuel Serramalera: „Dieses Resultat ermöglicht uns, weiter um die vorderen Plätze im Verfolgerfeld mitzuspielen.“

Diese Ausgangsposition werden die Frankfurter beim Underdog aus Unterhaching nicht verspielen wollen. Das junge TSV-Team liefert sich seinerseits mit den Junioren vom VCO Berlin ein exklusives Duell um den vorletzten Platz, das, mangels Absteiger in dieser Corona-Saison, angstfrei ausgefochten werden kann.

Wichtig sei vor allem die Entwicklung seiner Mannschaft, betont Hachings Trainer Patrick Steuerwald, der seine aktive Laufbahn wegen einer Sprunggelenksverletzung 2018 in Diensten der Frankfurter beenden musste, immer wieder. Und die Fortschritte werden zunehmend sichtbar: In den jüngsten beiden Partien, dem 1:3 gegen Giesen und dem 0:3 in Friedrichshafen hätte jeweils einer der verlorenen Sätze auch geholt werden können. Mit dem sang- und klanglosen 0:3 im Hinspiel in Frankfurt, das allerdings am Ende einer englischen Woche mit drei Auswärtspartien ungünstig terminiert war, hatten diese Auftritte jedenfalls nicht mehr viel gemein.

Und so betont Steuerwald zwar die Qualität des Gegners: „Eine gute Mannschaft, die heuer bisweilen unter ihren Möglichkeiten blieb.“ Doch er hofft, dass gegen die am Donnerstag über kraftraubende 128 Minuten beschäftigten Frankfurter die Bemühungen seiner Truppe endlich auch etwas Zählbares einbringen: „Wir haben gegen Giesen und in Friedrichshafen gut gespielt. Zumindest über weite Phasen. Arbeiten müssen wir an der Konstanz und daran, dass sich das Team für seine Leistungssteigerung nicht nur mit warmen Worten, sondern auch mal mit Punkten belohnt. Die Jungs hätten sich das verdient!“

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