Einen Punkt geholt hat Peter Gojowczyk gegen Bruckmühl-Feldkirchen. Foto: RMF

TCG weiterhin sieglos und Tabellenletzter

Großhesselohe - Das Zweitliga-Tennisteam des TC Großhesselohe verliert 2:7 im bayerischen Derby gegen TC Bruckmühl-Feldkirchen und ist mit 1:8 auch chancenlos in Nordrhein-Westfalen.

Von Robert M. Frank

Großhesselohe - Auch das erste Heimspiel brachte für den TC Großhesselohe nicht die erhoffte Wende. Nach der Niederlage im bayerischen Derby gegen den TC Bruckmühl-Feldkirchen verlor der TCG auch die zweite Partie des Wochenendes.

Die sonst so heimstarke Herrenmannschaft des TC Großhesselohe hatte sich vor dem bayerischen Derby gegen den TC Bruckmühl-Feldkirchen einiges erhofft. Doch auch vor heimischem Publikum reichte es für die Isartaler nicht zu einem Sieg. Beim 2:7 gegen den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga half die Heimstärke wenig. „Zur Macht gehört halt auch die Ohnmacht. Und die hat heute zugeschlagen“, beschrieb der TCG-Vorsitzende Leo Benz den Stand von 2:4 nach den Einzeln mit schwarzem Humor.

Dabei sollte für das erfolglose Schlusslicht im dritten Spiel der erste Sieg rausspringen. Nach der ersten Runde der drei Einzel sah es zunächst auch gut aus. Peter Gojowczyk (ATP 200) gewann sein Spiel gegen den 31-jährigen Österreicher Martin Slanar souverän (6:2, 6:2). Durch die gute Leistung von von Peter Heller (ATP 575) an Nummer sechs beim 7:6 (5) und 6:0 gegen den Österreicher Christoph Steiner sprang der zweite Punkt heraus. „Peter Heller hat sich super verkauft. Das ist ein Spieler, auf den wir bauen“, sagte Trainer Karsten Schulz über den 19-Jährigen, der seine erste Partie für die Großhesseloher gewann.

Neben diesen beiden Spielen war es dann aber mit dem Punkten vorbei. Johan Settergren verlor an Nummer vier mit 6:7(5), 4:6 knapp. Die erstmals eingesetzte Nummer eins, Julio Silva (ATP 166), verlor beim TCG-Debüt. Der Brasilianer musste sich gegen den Tschechen Dusan Lojda (ATP 277) mit 6:7 und 6:7 zweimal im Tiebreak geschlagen geben. Während Thomas Schiessling gegen einen stark aufspielenden Jeremy Jahn deutlich unterlag (3:6, 0:6), ging es bei Marcel Zimmermann (ATP 397) enger zu. Der Spieler der Oberhachinger TennisBase war allerdings durch den Reisestress nicht so gut vorbereitet. Zimmermann musste tags zuvor noch für den schweizerischen Erstligisten Luzern spielen und am darauffolgenden Tag ebenfalls wieder die Reise in die Schweiz antreten. „Wenn die Vorbereitung nicht gut ist, dann ist es nicht einfach ins Spiel zu finden“, sagte Schulz über das Spiel des 27-Jährigen, der gegen den Polen Blazej Koniusz mit 6:7(5) und 5:7 den Kürzeren zog.

Gegen den mit fünf Ausländern angetretenen Gegner aus dem Landkreis Rosenheim war dann auch im Doppel nichts mehr zu holen. Zwar gelangen Gojowczyk im Doppel mit Silva einige spektakuläre Schläge. Zu einem Sieg langte es am Ende jedoch nicht. Da auch Zimmermann/Heller und Settergren mit dem für das Doppel eingesetzten Philipp Regnat ihre Partien jeweils verloren, fiel das Ergebnis im bayerischen Derby am Ende deutlich aus.

Noch deutlicher war dann die Pleite beim TV Espelkamp-Mittwald am Sonntag. In Nordrhein-Westfalen war beim 1:8 ohne den mitgereisten Zimmermann gegen stark aufgestellte Hausherren nichts zu machen - der TCG unterlag klar. Lediglich Heller sorgte im Doppel zusammen mit Dominik Schulz für den Ehrenpunkt.

Mit der vierten Niederlage im vierten Spiel bleibt der TCG Liga-Schlusslicht. Schulz sieht trotz des Negativlaufes kein Grund, beunruhigt zu sein. Zu intakt sei das Mannschaftsgefüge. „Es würde mich nur nervös machen, wenn wir eine schlechte Stimmung hätten“, so der Trainer. Dass diese Stimmung selbst bei einem sieglosen Schlusslicht nicht aufkommen kann, liegt auch an der Struktur der aus nur sieben Vereinen bestehenden 2. Liga. In diesem Jahr wird es keine sportlichen Absteiger geben. Deswegen bleibt Schulz gelassen: „Wir können nicht absteigen, deswegen sollte man die Kirche im Dorf lassen.“

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