Auch mit 41 Jahren noch ein Spitzen-Volleyballer: Der Ex-Hachinger Mikko Esko gastiert heute mit Levoranta Sastamala bei den Alpenvolleys in Unterhaching. 

Volleyball-Europapokal

Hachinger Volleyball-Held kehrt zurück

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Auf ein ganz besonderes Wiedersehen dürfen sich alteingesessene Unterhachinger Volleyball-Fans am Mittwoch  im CEV-Cup-Spiel der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching gegen Levoranta Sastamala (19 Uhr, Bayernwerk Sportarena) freuen: Mikko Esko kehrt als Zuspieler des finnischen Meisters an seine frühere Wirkungsstätte zurück.

Unterhaching/Innsbruck – Es ist schon eine ganze Weile her, dass Esko im Münchner Landkreis Regie führte. Als er von 2001 bis 2003 hier die Angreifer mit Pässen fütterte, firmierte das im Jahr 2000 in die Bundesliga aufgestiegene Team noch unter dem Vereinsnamen TSV Unterhaching. Erst 2007 begann ja die Erfolgsära unter der Bezeichnung Generali Haching, die vier Pokalsiege, drei Vizemeisterschaften und ebenso oft den Einzug in die Champions League einschloss und die bis zum Rückzug des Hauptsponsors und damit auch der Erstligamannschaft 2014 anhielt.

Doch schon mit Esko deuteten die Hachinger an, was da kommen würde. Und deshalb schwärmt Mihai Paduretu, damaliger Trainer der Profi-Volleyballer und heute Sportdirektor der Alpenvolleys, immer noch vom Finnen: „Mikko war damals mit 23 der beste Zuspieler der Bundesliga. Mit ihm konnte unsere junge Mannschaft mit einem Altersschnitt von 22, zehn deutschen Spielern und einem Minibudget zweimal das Halbfinale der Bundesliga und einmal sogar das Pokalfinale erreichen.“

In besagtem Endspiel 2003 gewannen die Hachinger gegen den seinerzeit übermächtigen VfB Friedrichshafen in dessen Halle sogar den ersten Satz. „Danach wurden wir allerdings überrollt“, erinnert sich Paduretu.

Immerhin hatten die Unterhachinger aber ein Zeichen gesetzt, und das habe nicht zuletzt am Leistungsträger Esko gelegen: „Mikko war immer schon unglaublich professionell, zwei Jahre lang war er immer pünktlich und fleißig, er hat sich auch perfekt ernährt. Es war uns allen klar, dass er später ein Volleyball-Star wird.“

Und tatsächlich: Nach jener Saison 2002/2003 wechselte Esko zum belgischen Top-Klub Maaseik, später spielte der Regisseur des finnischen Nationalteams in Italien, Russland und der Türkei, ehe er 2015 in seinen Geburtsort Vammala zurückkehrte. Dieser hatte nach seinem Weggang übrigens kurioserweise, ebenso wie Hachings Volleyballer, den Namen geändert: Seit dem Zusammenschluss mit zwei anderen Gemeinden 2009 heißt er nun Sastamala.

Und dort wird mit einer Mannschaft, die bis auf zwei Schweden nur aus Finnen besteht, sehr guter Volleyball gespielt. Zwei Alpenvolleys wissen das aus eigener Erfahrung: Libero Florian Ringseis holte 2018 das Double mit Sastamala, Mittelblocker Tommi Siirilä in diesem Jahr. Die beiden kennen somit auch Eskos Fähigkeiten, und die seien selbst im hohen Alter immer noch außergewöhnlich, wie Paduretu versichert: „Oh ja, er kann auch mit 41 noch sehr gut Volleyball spielen.“

Die Verbindung zu Esko hat Hachings Ex-Trainer übrigens immer gehalten: „Wir hatten regelmäßig Kontakt, er hat mich mit Informationen über verschiedene Spieler unterstützt. Vor ungefähr einem Monat habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns im CEV-Cup treffen könnten.“

Nun ist dieser Fall eingetreten, und es ist kein rein sportliches Wiedersehen, sondern fast ein Familientreffen, das Paduretu ankündigt: „Mikko war nicht nur ein sehr guter Spieler, sondern auch sehr beliebt und respektiert in der Mannschaft und von den Fans. Deshalb werden mit Patrick Schwaack, Ben Ibata, Sebastian Prüsener, Johannes Liegsalz, Tom Schneider und Michael Hänsel einige Spieler aus der damaligen Mannschaft in der Halle sein.“

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