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Seite an Seite bis 200 Meter vor dem Ziel: Joseph Katib (l.) gewinnt hauchdünn vor Johannes Hillebrand.
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Ein Winterlauf, der seinen Namen verdient: „Die Strecke ist auf dem Hinweg frei, auf dem Rückweg wird’s dann schwieriger, passt da vor allem in den Kurven auf, da kann’s glatt werden“, warnt Organisator Thorsten Camman die knapp 1200 Starter.
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70. Start in Ismaning: Karl-Heinz Michalsky gewinnt die AK M55.
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Schnellste Frau: Monika Rausch entscheidet sich spontan für einen Start.

Ismaninger Winterlaufserie

Nach 13 Kilometern nur eine Sekunde schneller

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Wie sich die Bilder gleichen: Auch im vergangenen Jahr hatte Josef Katib die erste Etappe der Winterlaufserie Ismaning knapp vor Johannes Hillebrand gewonnen, am Sonntag setzte er sich 200 Meter vor dem Ziel von seinem Konkurrenten ab. Als schnellste Frau lief Monika Rausch im Sportpark ein.

Ismaning„Die Strecke ist auf dem Hinweg frei, auf dem Rückweg wird’s dann schwieriger, passt da vor allem in den Kurven auf, da kann’s glatt werden“, wandte sich Thorsten Cammann unmittelbar vor dem Start der 27. Auflage der beliebten Veranstaltung an die Athleten. Auch der Leichtathletik-Abteilungsleiter des gastgebenden TSV Ismaning hatte unter Raureif und gefrorenem Schnee zum Teil auch blankes Eis ausgemacht. „Da sage ich lieber nochmal was, es soll sich ja niemand verletzen.“ Nach Stand der Dinge ging bei den knapp 1200 Teilnehmern alles gut über die Bühne.

Auch Monika Rausch von der LG Region Landshut kam bei Temperaturen von minus drei Grad und klarem Himmel – sogar die Sonne spitzte durch – bestens zurecht. „Es war nicht so doll glatt in den Kurven“, stellte die 27-Jährige nach ihrem Triumph über die 13-Kilometer-Distanz fest. Dabei hatte sie sich sehr spontan für einen Start in Ismaning entschieden: „Ich hatte erst am Mittwoch noch einen Bundeswehr-Wettkampf und stecke mitten im Umzugsstress. Heute früh um sieben Uhr hab‘ ich dann so für mich gedacht, ich pack’s an.“ Eine gute Entscheidung, denn die studierte Sportwissenschaftlerin – sie ist am Luft- und Raumfahrtzentrum in Fürstenfeldbruck in der Forschung tätig und noch bis 2023 Zeitsoldatin in der Offizierslaufbahn – ließ in 49:48 Minuten ihre Konkurrentinnen Yvonne Kleiner (50:03) und Elisabeth Maria Haas (50:23; beide LG Stadtwerke München) hinter sich. Jetzt hat Monika Rausch auf jeden Fall vor, die komplette Serie zu laufen. Ihre bisher beste Platzierung in Ismaning war 2014/2015 der zwei Platz in der Gesamtwertung hinter Mikki Heiß (LG Telis Finanz Regensburg).

Bei den Männern fiel die Entscheidung deutlich knapper aus. Nach etwa zwei Kilometern setzten sich die Mitfavoriten Joseph Katib (LAC Quelle Fürth; Endzeit 42:06) und Johannes Hillebrand (LG Stadtwerke München; 42:07) vom Feld ab und liefen bis 200 Meter vor dem Ziel ein zweisames Rennen. Dann erst hängte der 35-Jährige seinen zwei Jahre älteren Widersacher ab. „Es war logischerweise schwer auf der Strecke, ging aber vom Tempo her ganz gut. Über die 17 Kilometer hat Hannes dann sicher die besseren Karten. Jetzt muss ich mal die längeren Sachen trainieren“, sagte Katib und zwinkerte seinem Konkurrenten zu. Hillebrand war mit Platz zwei zufrieden: „Das war ein prima Auftakt in der Serie, jetzt geht’s dann vermutlich beim Silvesterlauf in München für mich weiter.“

Angesichts der schwierigen Bedingungen auf einigen Streckenabschnitten legte das Duo Katib/Hillebrand ein „super Rennen“ (O-Ton Moderator Peter Maisenbacher) hin. Das gilt auch für den Dritten Florian Pasztor (LG Stadtwerke München; 43:35), der erstmals in Ismaning dabei war und schlichtweg begeistert war: „Tolle Strecke, das hat richtig Spaß gemacht, ich komme auf jeden Fall wieder!“ Das gilt sicher auch für Karl-Heinz Michalsky vom TSV Olching, der schon bei der Premiere des Winterlaufs dabei war, und am Sonntag bei seinem 70. Start in Ismaning seine Altersklasse M55 (Gesamt-42.) gewann.

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