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„Wir versuchen, den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten“

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Von: Umberto Savignano

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Robert Langwieser Vizepräsident des TSV Unterhaching
Robert Langwieser Vizepräsident des TSV Unterhaching © Archiv bro

Unterhaching – Seit Mittwoch gelten in Bayern weiter verschärfte Corona-Maßnahmen. Für die Vereinssportler im Freistaat heißt das: Sie dürfen nur noch nach der 2G plus-Regel trainieren, müssen also entweder geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen aktuellen negativen Schnelltest vorweisen. Ausgenommen hiervon sind Kinder unter sechs Jahren sowie Schüler und Schülerinnen, die in der Schule regelmäßig getestet werden.

Die Sportausübung ist also mit zusätzlichem Aufwand verbunden, immerhin aber möglich, zumindest in Landkreisen, in denen der Inzidenzwert (also die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen) unter 1000 liegt. Bei Überschreiten dieser Marke bleiben alle Sporteinrichtungen nämlich geschlossen. Zu den Folgen der neuen Bestimmungen hat unsere Zeitung Robert Langwieser, Vize-Präsident des TSV Unterhaching und engagiertes Mitglied der Volleyball-Abteilung, befragt. Hier seine Antworten.

Langwieser über…

…die praktischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung neuer Maßnahmen: „Ich kriege es über die Medien mit, wenn Markus Söder wieder eine Pressekonferenz gibt. Das Problem ist dann, dass es drei, vier Tage dauert, bis die Gemeinde mir sagt, wie das umzusetzen ist. Im Prinzip ist da eine Lücke, in der wir uns mit Eltern- und Sportlerfragen auseinandersetzen müssen. Das war zum Beispiel so, als die Krankenhausampel auf Rot umgestellt wurde und die ungeimpften Kinder nicht mehr ins Training durften. Die Maßnahme war aus unserer Sicht ein Fehler, der dann auch korrigiert wurde. In der Öffentlichkeit wird das sofort kommuniziert, aber die alte Regel gilt dann noch, die neue tritt dann erst zwei Tage später in Kraft. Wir haben also immer diese Lücke, verhalten uns zwei Tage quasi illegal.“

…Vereinsmitglieder, die aufgrund der aktuellen Regelungen vom Sportbetrieb ausgeschlossen sind: „Es ist ein Problem, dass Leute sauer sind, wenn sie ohne Impfung nicht am Training teilnehmen können. Denen sagen wir: Wir vom Verein und die Trainer setzen das nur um. Wenn du dich nicht impfen lässt, ist das deine Privatsache. Wenn jemand ein paar Monate nicht trainieren kann, versuchen wir vom Verein gemeinsam mit den Betroffenen Regelungen zu finden. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Mitgliedschaft ruhen kann, damit die Leute nicht gleich austreten.“

…die Haltung des TSV zur Fortführung des Trainings- und Wettkampfbetriebs: „Wir versuchen den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten, wollen den Sport nicht ausbremsen. Was die Wettkämpfe betrifft, hängt es an den Verbänden: Wenn die sagen, wir hören auf, können wir nichts machen. Generell versuchen wir natürlich die Maßnahmen mitzutragen, um die Pandemie in den Griff zu kriegen.“

… die aktuelle Regelung bei den Bundesliga-Volleyballern, die ja im Profibetrieb mitmischen: „Auf dem Spielfeld gilt 3G. Unsere Mannschaft ist aber sowieso zu hundert Prozent geimpft.“

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