Yannick Hanfmann von der TennisBase Oberhaching findet vor seinem Start bei den US Open kritische Worte.
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Yannick Hanfmann von der TennisBase Oberhaching findet vor seinem Start bei den US Open kritische Worte.

Profi der TennisBase Oberhaching über seinen ökologischen Fußabdruck

Yannick Hanfmann: „Wir Tennis-Profis reisen viel zu viel herum“

  • VonRobert Gasser
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Oberhaching/New York – Seit gestern blickt die Tenniswelt nach New York, wo bei den US Open die letzten Grand-Slam-Trophäen dieses Jahres vergeben werden. Yannick Hanfmann (ATP-Weltranglistenposition 134), Profi der TennisBase Oberhaching, trifft in der ersten Runde auf den starken Kasachen Alexander Bublik, die Nummer 37 der Weltrangliste. Kurz vor seiner Abreise nach New York hat Hanfmann in „BTV-Inside,“ dem Podcast des Bayerischen Tennis-Verbandes, über seine auskurierte Corona-Infektion, das Karriereende von Roger Federer und seinen ökologischen Fußabdruck gesprochen.

Yannick Hanfmann ist sich sicher, dass Roger Federer seine Karriere fortsetzen wird: „Das war es noch nicht für Roger. Er kommt zurück, davon gehe ich fest aus. Sonst hätte er es anders kommuniziert. Er steht für klare Entscheidungen, und wenn diese OP seine Karriere beenden würde, hätte er es uns direkt gesagt“, sagt der deutsche Tennis-Profi im Podcast. Auch für sich persönlich hofft Hanfmann, dass der Schweizer zurückkehrt: „Ihn auf Turnieren zu sehen ist unvergleichbar. Es ist einfach nicht das Gleiche, wenn Roger nicht dabei ist.“ Der 20-fache Grand-Slam-Champion Federer musste seinen Start bei den US Open aufgrund einer erneuten Knie-Operation absagen.

Corona-Infektion mit deutlichen Symptomen

In New York spielt Hanfmann in der ersten Runde gegen Alexander Bublik das erste Turnier nach seiner Corona-Erkrankung, die vor dem Turnier in Gstaad erkannt worden war. „Ich bin sofort in die Isolation nach Karlsruhe und hatte auch gleich Fieber sowie Gliederschmerzen. Gefolgt vom Geschmacksverlust, den ich am Schlimmsten fand“, so der gebürtige Karlsruher in dem Podcast über seinen Covid-Verlauf.

Zwischenzeitlich hatte er ein mulmiges Gefühl: „Wenn man nach fast zwei Wochen die Treppe hochläuft und in der Lunge und Brustkorb ist immer noch so ein komisches Atemnotgefühl, ist das als Leistungssportler nicht schön.“ Inzwischen fühle er sich aber wieder besser.

Kritisch sieht der Deutsche die vielen Reisen in seinem Sport. „Wir Tennis-Profis reisen viel zu viel herum. Ich würde mir wünschen, dass man den Kalender anpasst und Turniere noch regionaler zusammenlegt. Anfang des Jahres ist die Tour in Australien, dann ein bisschen in Europa, ein bisschen in Südamerika. Ich weiß nicht, ob das sein muss. Wir machen das mit, weil es einfach so ist. Die beste Lösung für das Tennis ist das jedoch mit Sicherheit nicht.“ Er behalte auf den vielen Reisen seinen ökologischen Fußabdruck stets im Auge und gleiche diesen dann am Ende des Jahres aus.

Wahl-O-Mat gibt Hilfestellung

Yannick Hanfmann, der am College in den USA Politikwissenschaften studiert hat, hat aber noch nicht entschieden, welcher Partei er bei der Bundestagswahl am 26. September seine Stimme gibt: „Der Wahl-O-Mat kommt ja bald raus. Damit werde ich ein wenig rumspielen. Mit Sicherheit werde ich nicht in den Extremen landen. Ich tendiere in die nachhaltige, eher grüne Richtung.“  

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