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Am FFC Wacker führt kein Weg vorbei - Sechster Sieg im siebten Anlauf

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Vergeschworene Gemeinschaft: „Der Jahrgang, den wir gerade haben, ist wirklich krass“, sagt Wacker-Trainerin Sabrina Gahr über ihre siegreiche Mädchen-Mannschaft. © Nadine Vaders

Die Siegesserie des FFC Wacker München ist mehr als beeindruckend. Seit 2013 wird beim Merkur CUP auch ein Mädchenturnier ausgespielt, am Samstag beim Finale in Unterhaching gewann Wacker im siebten Anlauf zum sechsten Mal den großen Silberpokal.

Nach einem 3:0-Sieg gegen FC Fasanerie-Nord im parallel zu den Jungen ausgetragenen Finale durfte Wackers U 11 auf der Tribüne des Unterhachinger Sportparks ausgelassen feiern, es wurde gejubelt und gesungen. „Am Anfang lief es nicht so, aber die letzten zwei Spiele haben die Mädels richtig stark gespielt“, erklärte Sabrina Gahr, die die Mannschaft gemeinsam mit Veronika Capoccia trainiert: „Es war nicht einfach, die anderen Mannschaften können auch gut Fußball spielen. Aber die Mädels haben sehr gut zusammengespielt.“

Ein 2:1-Sieg gegen den am Ende viertplatzierten TSV Milbertshofen in der Vorrunde war das einzige knappe Ergebnis, ansonsten schossen die Wacker-Mädchen deutliche Siege heraus. Dabei präsentierte sich die Mannschaft technisch versiert, kombinationsstark und auch körperlich robust. „Der Jahrgang, den wir gerade haben, ist wirklich krass“, sagte Gahr: „Wir haben viele gute Einzelspielerinnen, aber wenn sie zusammenspielen, sind sie eine super Mannschaft.“

Auch in den vergangenen Jahren hatte Wackers U 11 den Merkur CUP dominiert, lediglich 2017 mussten die Sendlinger dem SC Huglfing den Vortritt lassen. In der ewigen Bestenliste hat Wacker fast dreimal so viele Punkte gesammelt wie der TSV Grasbrunn als erster Verfolger. Was ist also das Erfolgsgeheimnis? „Kontinuierliche Jugendarbeit“, erklärte Capoccia: „Jedes Jahr wieder haben wir viele ehrenamtliche Helfer dabei, die alles geben und immer da sind. Wir haben engagierte Eltern und Mädchen, die viel trainieren und sich zu 100 Prozent reinhauen.“ Ganz wichtig sei es aber auch, „dass die Mädels Spaß haben“, ergänzte Gahr: „Das macht den Fußball aus. Wenn sie Spaß haben, lernen sie auch schnell.“

Ein Vorteil ist natürlich auch, dass der FFC Wacker ein reiner Frauenfußballclub ist. „Einen so großen Jugendbereich, wie ihn Wacker hat, kannte ich nicht“, berichtete Capoccia, die für den FC Bayern in der 2. Bundesliga und für Wacker in der Regionalliga spielte: „Ich komme vom Land, da hat man halt bei den Jungs mitgespielt. Da war das normal, weil es keine Möglichkeit gab, in einer Mädchenmannschaft zu spielen.“

Bei Wacker hingegen gilt die volle Konzentration der Ausbildung der Mädchen. Das aktuelle Team wird zusammenbleiben und in die nächste Altersstufe aufrücken. Man darf sich aber sicher sein, dass der FFC Wacker auch im kommenden Sommer eine Mannschaft ins Rennen schicken wird, die in der Lage ist, die beeindruckende Serie beim Merkur CUP fortzusetzen.

Christian Stüwe

Video: Merkur Cup Finale 2019 in Unterhaching

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