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Türkische Spieler mit dem „Salutier-Jubel“ gegen Albanien.

„Fußball steht für Fairplay, Respekt, Gewaltfreiheit, Toleranz und Anerkennung“

Bayerischer Fussball-Verband droht Nachahmern des „Salutier-Jubels“ mit Strafen

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Sowohl beim 1:0-Erfolg gegen Albanien, als auch beim 1:1-Unentschieden in Frankreich, sorgten die türkischen Nationalspieler mit ihrem „Salutier-Jubel“ für Aufsehen. Der BFV droht Nachahmern nun mit Konsequenzen.

Nachdem im bayerischen Amateurfußball am Wochenende mehrere Spieler den provozierenden Torjubel von Cenk Tosun im Spiel der Türkei gegen Albanien nachgeahmt und nach Toren in Richtung der Zuschauer salutiert haben, weist der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ausdrücklich darauf hin, dass er ein solches provozierendes Verhalten nicht toleriert wird. Jeder einzelne Fall wird zur Anzeige vor dem Sportgericht gebracht. Und Nachahmer sollten gewarnt sein: Spieler, die den Fußball für politisch motivierte Provokationen missbrauchen, können sich der Diskriminierung gemäß Paragraf 47 a der Rechts- und Verfahrensordnung schuldig machen und müssen mit empfindlichen Strafen rechnen.„Wir dulden nicht, dass jemand unseren Sport für Diskriminierungen, Provokationen und Beleidigungen missbraucht. Fußball steht für Fairplay, Respekt, Gewaltfreiheit, Toleranz und Anerkennung. Deshalb werden wir von unserer Linie der Null-Toleranz-Politik bei gewalttätigen oder diskriminierenden Vorfällen auch keinen Millimeter abweichen“, erklärt Verbandsspielleiter Josef Janker.

Prominente Streitfälle

Zuletzt gerieten auch die beiden deutschen Nationalspieler Emre Can und Illkay Gündogan in die Kritik. Beide haben türkische Wurzeln. Der Vorwurf: Sie likten ein Bild auf Instagram, auf dem die türkischen Nationalspieler den umstrittenen Jubel vollziehen. Angeblich nur, um Kumpel Cenk Tosun, den vorangegangenen Torschützen, zu supporten. Sie hätten beide damit keinerlei politische Meinung äußern wollen. Der Zweitligist FC St. Pauli stellte zuletzt seinen Spieler Cenk Sahin vom Trainings- und Spielbetrieb frei. Dieser hatte auf einem Instagram-Post seine Solidarität zum türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien bekundet. Der bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag stehende Kaan Ayhan schloss sich dem gemeinschaftlichen Jubel seines Teams gegen Frankreich nicht an. Und erntete dafür Kritik innerhalb der Mannschaft. Es ist ein heikles Thema. Nun droht der BFV also auch den Amateurkickern mit harten Sanktionen. 

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