So gehen die schongauer A-Klassisten den Re-Start an
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Es geht wieder um Punkte: Auch die A-Klassisten dürfen wieder loslegen. Das Foto zeigt eine Szene vom Spiel aus der A-Klasse 8 zwischen dem TSV Rott (in Schwarz) und dem TSV Schongau aus dem November 2019. 

So gehen die schongauer A-Klassisten den Re-Start an

A-Klasse 8: Der Aufstieg geht nur über Wildsteig/Rottenbuch

Nach mehreren Monaten ohne Pflichtspielbetrieb ist es endlich so weit: Die A-Klassen 7 und 8 nehmen den Spielbetrieb wieder auf.

Landkreis – Mitte März dieses Jahres hätte sie eigentlich beginnen sollen, die Rückrunde der Fußball-A-Klassen 7 und 8. Doch dann kam Corona – und mit der Pandemie mehrere Monate ohne Pflichtspielbetrieb. Klar, dass nach dem langen Hin und Her alle Beteiligten voller Vorfreude dem geplanten Re-Start entgegenfiebern.

TSV Altenstadt II

In Sachen Fitness sieht Tobias Kalbitzer bei einigen TSV-Akteuren Luft nach oben. „Da merkt man schon die Corona-Pause“, sagt er. Übel nimmt Kalbitzer seinen Altenstadtern die Fitness-Defizite aber nicht, schließlich hätte es in den vergangenen Monaten „Wichtigeres als Fußball“ gegeben. Was den TSV-Coach da schon mehr schmerzt, sind personelle Veränderungen im Altenstadt-Kader. Besonders der Abgang von Robert Kanzler (wechselte zum FC Wildsteig/Rottenbuch) dürfte nur schwer zu kompensieren sein. „Wir wollen einfach mal schauen, was geht“, sagt Kalbitzer. Auch wenn weiterhin die Zielsetzung „Klassenerhalt“ besteht, wünscht man sich in Altenstadt vor allem eines: „Dass wir alle diese Saison gut und gesund zu Ende bringen.“

SC Böbing

In Böbing scheint man die Fußball-freie Zeit gut genutzt zu haben. „Viele haben sich in neuen Hobbys wie dem Tennisspielen versucht“, erzählt Trainer Pascal Jaensch, Dieser „Cut vom Fußball“ hätte seine Wirkung nicht verfehlt. Trotz Corona seien seine Jungs „fit und bereit“ für das A-Klassen-Comeback. Sportlich hält der Böbinger Coach weiter an der „Mission Aufstieg“ fest, wobei man besonders im Duell mit Aufstiegskontrahent Schongau eine gute Figur machen möchte. „Und sonst schauen wir einfach mal, was die Zukunft bringt.“

TSV Burggen

Einen guten Teamspirit kann der TSV Burggen gut vertragen, denn nur so wird es etwas mit dem Nicht-Abstieg. „Der ist ganz klar unser großes Ziel“, sagt Max Höfler. Deshalb sei es auch ungemein wichtig, von Anfang an „gut wegzukommen“. „Gerade die ersten Spiele sind die wichtigsten“, sagt der Burggener Abteilungsleiter. Dort müsse man sofort fleißig Punkte sammeln, „sonst kann das ganz schnell in die Hose gehen“. Um das zu verhindern, setzen die Burggener auf eine nahezu unveränderte Mannschaft. Es hätte zwar zwei Abgänge gegeben, der „Kern des Teams“ sei aber unverändert geblieben.

TSV Bernbeuren II

„Die Trainingsbeteiligung war von Anfang an sehr hoch“, berichtet Olgun Yagmur stolz. Dabei hätten auch die neu zum Team gestoßenen Spieler aus der Bernbeurener A-Jugend einen positiven Eindruck hinterlassen. „Die Jugendarbeit in diesem Verein ist sowieso sehr gut.“ Yagmur zeigt sich glücklich, in einem „solch tollen Verein“ arbeiten zu dürfen – „wo der Spaßfaktor ganz oben steht“. Bei aller Freude rund um das Spiel mit dem Ball soll aber auch der sportliche Erfolg nicht ganz in Vergessenheit geraten. „Wir wollen schon auch noch einige Punkte einfahren“, betont er.

TSV Hohenpeißenb. II

Hans Vogel hofft, „verletzungs- und Corona-frei“ durch die nächsten Wochen zu kommen. Und solange „der Stamm des Teams erhalten bleibt“, sieht der Hohenpeißenberger Trainer durchaus Chancen für sein Team, das auserkorene Ziel des TSV, den Klassenerhalt, nicht aus den Augen zu verlieren. Bei Ausfällen der ersten Männermannschaft müsste er aber seine Spieler zur Unterstützung ein Team nach oben schieben. „Da hat nun mal die erste Mannschaft Vorrang.“ Auf Kosten eines dann sehr ausgedünnten Hohenpeißenberg II-Kaders, der es dann schwer haben könnte.

TSV Ingenried

Für viele Vereine ist der Re-Start nach der monatelangen Corona-Pause ein Neuanfang. Für Mirko Pries sogar in zweierlei Hinsicht: schließlich hat der ehemalige Wildsteig/Rottenbuch-Coach erst vor ein paar Wochen die Nachfolge Robert Reicherts als Ingenried-Trainer angetreten. Zeit zum Ankommen bleibt da eigentlich nicht, aber wohlfühlt sich Pries beim TSV trotzdem schon. „Ich wurde super aufgenommen“, berichtet er. Auch das Team hätte von Anfang an „voll mitgezogen. Das macht es einem Trainer leichter.“ Gut so, denn sportlich sah es für die Ingenrieder vor dem Lockdown alles andere als gut aus. „Wir möchten wieder in ruhigere Tabellen-Gefilde zurückkehren“, gibt sich der TSV-Trainer kämpferisch, „denn Ingenried gehört wirklich nicht in den Abstiegskampf.“ Gelingen soll das mit einer Truppe, die durch einige junge Talente verstärkt wurde.

SV Prem

„Viel gut zu machen“, das hat man nach Ansicht von Matthias Moser in Prem. Der Abteilungsleiter, zugleich Spieler der ersten Mannschaft, blickt nur ungern auf die verkorkste Hinserie zurück. „Da ist einfach nur wenig zusammengelaufen.“ „Besser machen“ und „Punkte holen“, das ist daher das Credo beim SVP. „Die oberste Priorität genießt ganz klar der Klassenerhalt.“ Helfen sollen dem Team von Coach Rudolf Ott dabei zwei Neuzugänge. „Wir haben auf der Torhüterposition und im Sturm nachgerüstet.“ Und auch taktisch hätte man sich in Prem in den vergangenen Wochen neu ausgerichtet. „Wir wollen wirklich nichts unversucht lassen.“ So hängen sich auch alle Vereinsverantwortlichen in Sachen „Hygieneauflagen“ voll rein, da „wird nämlich ganz schön viel gefordert“.

TSV Rott

Thomas Straub, Abteilungsleiter der Rotter Fußballer, sieht sein Team gut gewappnet. „Alle sind fit und gut drauf“, sagt der TSV-Verantwortliche, „und das Teamgefüge in dieser Mannschaft ist sowieso beeindruckend“. Das hätten auch die zwei Zugänge in den Rotter Reihen bestätigt. Johannes Dusch und Christian Hirschvogl waren jeweils Leistungsträger bei Kreisligist TSV Landsberg II und passen perfekt in die „wirklich intakte Mannschaft“. „Die zwei helfen uns sehr weiter“, sagt Straub. Weiter, und zwar weiter nach oben, würde der TSV deshalb auch gerne in der Tabelle der A-Klasse 8 klettern. „Auch wenn wir schon vor Corona irgendwie im Tabellen-Niemandsland verschwunden sind.“ Als Tabellensechster ist der Abstand nach unten beruhigend, auf die Aufstiegsplätze aber auch schon ziemlich groß. Da müsse man bei der Zielsetzung „kreativ sein“, sagt Straub schmunzelnd.

SV Reichling

„Die Jungs hauen sich rein, das Training läuft gut“, lobt Florian Graf. Auch ohne Führungsspieler Stefan Schmid, der nicht mehr für die Reichlinger auflaufen wird. „Das war aber absehbar“, so der Abteilungsleiter. „Hoffnungsvoll“ sind dagegen für ihn die A-Jugendspieler, die in den kommenden Wochen an das Team herangeführt werden sollen. Die seien nämlich „top motiviert“ – was aber ohnehin nicht das Problem im SVR-Kader ist. „Alle sind heiß“, bemerkt Graf. Und so geht vielleicht „was nach oben“, wie es der Reichlinger formuliert. „Auch wenn wir vor Corona etwas den Anschluss verloren haben.“

TSV Schongau

Gut vorbereitet sind die Schongauer Fußballer laut Trainer Peter Mahl, um den zweiten Tabellenplatz zu festigen. Aber auch zu einer kleinen Kampfansage Richtung A-Klassen-Primus Wildsteig/Rottenbuch lässt sich der Trainer des TSV Schongau hinreißen: „Wenn die Federn lassen, müssen wir einfach da sein.“ Auch wenn Mahl nicht wirklich an eine Wildsteiger Schwächephase glaubt. „Die haben sich wahnsinnig gut auf der Trainerposition verstärkt.“ Lobende Worte also für Neu-Coach Robert Kanzler, von dem Mahl auch persönlich „ganz viel hält“. Ebenso wie von Daniel Holzmann, der nach seinem Landesliga-Abenteuer beim TSV Landsberg wieder in die Schongauer Heimat zurückgekehrt ist. „Der tut uns richtig gut“, sagt Mahl. Für ihn zeichnet sich sein TSV-Kader ohnehin durch „Klasse statt Masse“ aus. Und durch einen hohen Grad an Motivation.

TSV Steingaden

Eigentlich wollte Stefan Schuster ja im vergangenen Juni sein Amt niederlegen. Sein Amt als offizieller „Interimscoach“ des TSV Steingaden. „Ich bin beruflich viel unterwegs, da bleibt nur wenig Zeit“, erklärt der Steingadener. Eigentlich. Doch auch drei Monate nach seinem geplanten Abschied ist Schuster immer noch der Mann an der Steingadener Seitenlinie. „Die Verantwortlichen waren ganz zufrieden mit mir, und ich wollte nicht einfach so einen Cut machen.“ So ist der ehemalige Mittelfeldakteur einfach im Amt geblieben und hat dabei „recht viel Spaß“. Auch ohne Führungsspieler Tobias Hindelang, der sein Glück nun bei Kreisligist Peiting versucht. Die Zukunft in Steingaden gehört ohnehin den jungen Spielern, denen Schuster künftig mehr Chancen einräumen möchte. „Die sind total motiviert, vielleicht geht ja dann noch ein bisschen was.“ In Richtung Aufstieg nämlich, den der Hinrunden-Dritte auch nach Corona nicht gänzlich aus den Augen verlieren möchte.

FC Wildsteig/ Rottenb.

Geht es um die „Wer kürt sich zum Aufsteiger?“-Frage, so sind sich alle A-Klasse-8-Trainer einig: Der Aufstieg geht nur über Wildsteig/Rottenbuch. Bei so vielen Vorschusslorbeeren freut sich natürlich das FC-Herz. Der Favoritenrolle ist man sich beim Tabellenführer ohnehin bewusst. „Von der Qualität her gehören wir nun mal in die Kreisklasse“, sagt Robert Kanzler. Der Ex-Altenstadt II-Spieler ist der neue Mann an der FC-Seitenlinie, und hat schnell kapiert, wie der Hase in Wildsteig/Rottenbuch läuft. „Das Ziel hier ist nun mal ganz klar der Aufstieg.“ Und das spüre man auch. „Jeder zieht voll mit.“ Von einer echten „Anfangseuphorie“ spricht der Neu-Coach, die nach seinem Geschmack auch gerne weiter so Bestand haben darf. „Das macht es mir dann umso leichter.“ Auch der Kader gefällt Kanzler: „Der ist echt breit aufgestellt.“ Hinzu kämen nun noch eine Reihe „sehr gut ausgebildeter A-Jugendspieler“, die dem Trainer oft nur die „Qual der Wahl“ in Sachen „Startformation“ lassen. Anbrennen lassen möchte der FC in der Rückrunde nichts mehr. Auch wenn die Kontrahenten aus Steingaden und Schongau „brandgefährlich“ seien. „Auf die musst du immer ein Auge haben.“

FC Wildsteig/ Rotten. II

„Die erste Mannschaft soll aufsteigen, wir nach Möglichkeit die Klasse halten“, setzt Markus Herbst, Trainer der zweiten Garde, klare Ziele. Das würde dann auch das ganze Fußball-Leben der Herbst-Schützlinge erleichtern. „Uns wird es dann wahrscheinlich in die andere A-Klasse verschlagen.“ Wo statt Finning und Lengenfeld lokale Gegner wie Steingaden oder Schongau warten. „Das wäre schon schön.“ Dass es aber überhaupt erst soweit kommt, bedarf eines „spielgeilen“ Kaders – und den hat Coach Herbst zur Verfügung. „Da sind die Jungs echt top, auch was das Kameradschaftliche angeht.“

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