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Dopfer Vierter bei Schladming-Spektakel

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Von: Paul Hopp

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Dopfer Weltcup Schladming Ski
Starker Auftritt beim Nighrace: Fritz Dopfer belegte in Schladming den vierten Platz. © picture alliance / dpa

Schongau - Es war ein Spektakel - und Fritz Dopfer war mittendrin: Beim Nachtslalom in Schladming wurde der Schongauer Vierter. Es siegte ein Russe.

Alexander Khoroshilov sorgte für eine echte Überraschung und gewann den prestigeträchtigen Nachtslalom in Schladming. Es war der erste Weltcup-Sieg eines Russen seit 33 Jahren. Der 30-Jährige besticht in diesem Winter durch konstante Leistungen, fuhr zuletzt immer in die Top-Ten. Auf der "Planai" düpierte er regelrecht die Konkurrenz, am Ende betrug sein Vorsprung auf den Zweiten Stefano Gross (ITA) 1,44 Sekunden. Auf den Drittplatzierten Felix Neureuther hatte der Russe gar 1,51 Sekunden Vorsprung. Neureuther lobte den Sieger: "Er ist gewaltig gefahren."

Zufrieden darf einmal mehr Fritz Dopfer sein. Der 27-Jährige aus Schongau landete im letzten Wettbewerb vor der WM in Vail (USA) auf dem vierten Platz (1,70 Sekunden zurück) und bewies einmal mehr, dass er heuer zu den besten Technikern im Weltcup gehört. In Schladming bestach Dopfer durch eine sichere und kluge Fahrweise. Der ganze Wettbewerb zeichnete sich durch ein hohes Niveau aus. Rund 40.000 Zuschauer, darunter viele Prominente, machten aus der Veranstaltung wieder einmal ein Spektakel.  

Im ersten Durchgang fuhr er bei starkem Schneefall auf den dritten Platz. Gerade im Steilhang fand der 27-Jährige eine gute Linie.  Besser als der Skirennläufer vom SC Garmisch waren nur Felix Neureuther (0,29 Sekunden voraus) und der wie entfesselt fahrende Khoroshilov (1,08 Sekunden voraus). Topfavorit Marcel Hirscher (AUT) landete hinter Dopfer auf dem vierten Rang; der Österreicher belegte am Ende nach mehreren Fehlern im Finale nur den 14. Platz. Der erste Lauf "war grundsolide", meinte Dopfer. Aufgrund des starken Schneefalls habe er im letzten Teil der Strecke den Boden nicht mehr richtig gesehen. "Das soll aber keine Ausrede sein", sagte der Schongauer. 

Im Finale hatten die Top-Läufer dann gute Bedingungen - es hatte zu schneien aufgehört. Als Dopfer an der Reihe war, lag der Italiener Stefano Gross in Führung. Auf ihn hatte der Deutsche 0,55 Sekunden Vorsprung. Bei der ersten Zwischenzeit lag Dopfer noch 0,48 Sekunden voraus, die kniffligen ersten Tore hatte er gut gemeistert. Danach verlor er sukzessive etwas Zeit. Im Ziel fehlten ihm dann 0,26 Sekunden auf Rang eins. Gross hatte allerdings auch eine furiosen Auftritt hingelegt und die drittbeste Laufzeit im Finale geschafft. Auch Felix Neureuther schaffte es nicht, den Italiener von Rang eins zu verdrängen, der Partenkirchener blieb allerdings 11 Hundertstel vor Dopfer. Da der Halbzeitführende Khoroshilov keine Nerven zeigte, blieb für den Schongauer am Ende Rang vier. Das gute deutsche Abschneiden komplettierte Linus Strasser (TSV 1860 München) mit dem fünften Rang.

Fritz Dopfer setzte in der Steiermark seine Top-Serie fort. In mittlerweile acht Slalom-Rennen war er nie schlechter als Achter. In der Disziplinenwertung im Weltcup liegt er weiter an der dritten Stelle. Im Gesamtweltcup ist er Fünfter.

Bei der WM in Vail zählt Dopfer im Slalom und Riesenslalom zu einem der Medaillenkandidaten. Das weiß er auch. Angesichts seiner bisherigen Ergebnisse in diesem Winter meinte er mit Blick auf die WM: "Die Ansprüche steigen."

Statistik Fritz Dopfer

Winter 2014/2015

Slalom-Ergebnisse:
Schladming (4. Platz)
Kitzbühel (5.)
Wengen (7.)
Adelboden (2.)
Zagreb (8.)
Madonna di Campiglio (2.)
Are (7.)
Levi (6.)

Riesenslalom-Ergebnisse:
Adelboden (4.)
Alta Badia (8.)
Are (4.)
Beaver Creek (10.)
Sölden (2.)

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