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Peiting auch ohne Medaille spitze

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Peiting - Gut gespielt, aber einen Podestplatz knapp verpasst: Die Peitinger Herren und auch die Damen haben bei den Deutschen Eisstock-Meisterschaften in der Peitinger Eishalle im Mannschaftsspiel jeweils Platz fünf belegt.

Wenn die Stockschützen in Peiting aufs Eis bitten, dann herrscht Hochbetrieb. In den Betten der umliegenden Gaststätten und Pensionen, die für die Zeit der Wettbewerbe ausgebucht waren, und auch auf dem Eis. Die Teilnehmer und Betreuer reisten teilweise von weit her an und nutzten auch die Gelegenheit, das schöne oberbayerische Fleckchen zu erkunden.

Auf dem Eis waren die Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften an zwei Tagen gefordert. Die heimischen Eisstockschützen, die sich für das Mannschaftsspiel qualifiziert hatten, mussten den Einzug ins Finale aber der Konkurrenz überlassen. Platz fünf belegten die Herren nach der Vorrunde im Kreis der 15 Teams. Ein Punkt fehlte zu Platz vier (Aigen). „Schlecht waren wir nicht“, sagt Thomas Rapp-König. „Doch der entscheidende Schuss ist in die Hose gegangen.“ Besonders ärgerte ihn, dass er mit den Kollegen Christian Lindner, Thomas Ainöder und Wolfgang Lindner gegen drei nicht-bayerische Mannschaften verlort. „Auch gegen die darf man keine Fehler machen, sonst wird es schwierig.“ Auch der vermeintliche Heimvorteil entpuppte sich letztlich sogar als kleiner Nachteil. Beim Zielschießen stellten sich die Peitinger nämlich zur Verfügung, die Stöcke zurückzuführen. „Da waren wir sehr lange auf dem Eis, und beim anschließenden eigenen Spiel fehlte uns etwas die Konzentration.“ Das Resultat: Die ersten drei Vorrundenspiele wurden verloren. Erst danach lief es wieder besser – da war es aber schon zu spät.

Im Finale siegte schließlich Aigen, das nur knapp vor Peiting gelegen hatte, mit 28:14 gegen den SSC Gachenbach. Dritter wurde der EC Passau-Neustift mit einem 26:12 über den EC Saßbach.

Den etwas umgekehrten Weg gingen in der Vorrunde die Peitinger Damen. Rosi Schweiger, Ulrike Lachenmayer, Sabine Kilian, Regina Gilg und Herta Widl bewegten sich immer zwischen den Plätzen zwei bis vier, ehe die letzten beiden Mannschaftsspiele gegen Kühbach (12:18) und Mehring (13:17) verloren wurden und die Gastgeberinnen noch auf den fünften Platz abrutschten. Ebenfalls um einen Punkt geschlagen. „Wir hatten schon gehofft, ins Halbfinale zu kommen und bei der Medaillenvergabe mitzureden“, gestand Sabine Kilian, die enttäuscht war, dass ihr Team noch aus dem Kreis der besten Vier geschossen wurde. „Bis zu den beiden abschließenden Einsätzen ist es sehr gut gelaufen. Gegen Kühbach haben beide Mannschaften schlecht gespielt, gegen Mehring waren beide Teams sehr gut. Aber der Gegner war noch besser.“ Auch Kilian beklagte den vorherigen Einsatz in der Organisation, der Peitings Wettkämpferinnen forderte.

Der SV Mehring holte im Finale mit einem 25:12 gegen den TSV Kühbach Gold. Bronze ging an die Damen des RSV 1929 Büblingshausen, die sich gegen den EC Fischbachau mit 38:26 durchsetzten.

Nationalhymnen, Pokale und das Lob der doch etwas mehr gewordenen Besucher, die den Spielen in den entscheidenden Momenten beiwohnten, sorgten in Peitings Eishalle für einen würdigen Abschluss. Anschließend trafen sich die Stockschützen mit ihrem Anhang noch im Gasthaus Keppeler, wo ausgiebig gefeiert wurde. Die einen bejubelten ihre Medaillen oder die guten Platzierungen, und die Peitinger freuten sich über eine gelungene Veranstaltung. Für die Organisation hätten sich Vorsitzender Ludwig Dietl und seine Helfer allemal eine Medaille verdient gehabt.

Dietmar Friebel

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