Christopher Schwaiger in Aktion, seine Peitinger Teamkameraden Alexander Vöst, Thomas Baumgartner und Matthias Adler (v. li.) verfolgen das Geschehen im Hintergrund.
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Unter aufmerksamer Beobachtung: Christopher Schwaiger in Aktion, seine Peitinger Teamkameraden Alexander Vöst, Thomas Baumgartner und Matthias Adler (v. li.) verfolgen das Geschehen im Hintergrund.

STOCKSCHIESSEN

Bundesliga-Auftakt nach Maß für den TSV Peiting

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Die Stocksportler legen wieder los: Zumindest in den höheren Ligen findet ein Spielbetrieb statt. Für den TSV Peiting gab es zum Start der Bundesligen ordentlich Grund zum Jubeln.

Peiting – Stocksport findet im Winter in der Eishalle statt und im Sommer im Freien. Die Bundesligateams treten mittlerweile aber auch in der warmen Jahreszeit unter Hallendach an, um vom Wetter unabhängig spielen zu können. Der TSV Peiting nutzte dazu in der Vergangenheit die Dreifachhalle am Birkenried für seine Auftritte in der Bundesliga oder Champions League.

In diesem Jahr sind die Stockschützen aus der Marktgemeinde aber wieder in die heimische Eishalle, Heimstatt des Eishockey-Oberligisten EC Peiting, umgezogen. „Dort brauchen wir zwar einen speziellen Unterbau für den Like-Ice-Belag, aber wir können alles im Gegensatz zur Dreifach-Halle stehen lassen und müssen nach den Spielen nichts abbauen“, erklärte Christian Lindner von den TSV-Stockschützen.

Peiting I und Ii gewinnen jeweils mit 8:2

Die legten mit ihren beiden Männer-Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga einen Saisonstart nach Maß hin. Beide Teams gewannen ihr Heimspiel jeweils mit 8:2. Die erste Garnitur ließ gegen den EC Altwasser Windorf nichts anbrennen. „Windorf ist eine Top-Mannschaft“, berichtete Lindner von einem Gegner, der 2019 Teilnehmer am Europacup war. „Aber unsere Jungs waren bestens auf das Spiel vorbereitet“, urteilte Lindner sichtlich zufrieden. Alexander Vöst, Matthias Adler, Christopher Schwaiger und Thomas Baumgartner glänzten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und sie leisteten sich nur wenige Fehler, was unterm Strich drei Spielgewinne und zwei Unentschieden (17:13, 9:9, 14:6, 11:11, 15:11) gegen die Niederbayern einbrachte. Auf dem Weg zur Qualifikation für die deutsche Meisterschaft, dem erklärten Saisonziel der Peitinger, war dies der optimale Start. Für das Startrecht bei der DM ist in der Vierergruppe der erste oder zweite Platz nötig. Absteiger gibt es in dieser Saison keine.

2. Liga: Kein Aufsteiger, aber dafür Preisgeld

Das führt dazu, dass in der 2. Bundesliga kein Aufsteiger ausgespielt wird. „Als Anreiz gibt es nur ein Preisgeld“, berichtet Christian Lindner, der mit seinem Sohn Michael sowie Matthias Unglert und Daniel Steber (Ersatzmann Ludwig Baumgartner) die zweite Garnitur des TSV bildet, die gegen den TSV Kühbach II am Ende die Nase klar vorn hatten. „Ich hatte im ersten Spiel einen Patzer, wodurch wir verloren haben. Wir sind aber konzentriert geblieben und haben vier Siege in Folge eingefahren“, berichtete Lindner nach dem 8:2 (11:19, 18:6, 15:11, 14:7, 12:10)-Erfolg auf den anspruchsvollen Bahnen. Beide Heimspiele der Peitinger wurden auf „Youtube“ live gesendet. „Die Übertragung war ein voller Erfolg“, freute sich Lindner über die vielen Zuseher, die die von Ulrike Lachenmayer kommentierten Spiele verfolgten, die ein fünfköpfiges Team um Hans Bußjäger mit vier Kameras auf die Bildschirme brachte.

Weniger zufrieden zeigte sich Lindner über die Entscheidung des Bayerischen Eissportverbands (BEV), in diesem Jahr alle Ligen unterhalb der 1. und 2. Bundesliga zu streichen. „Das ist ein Witz“, ärgerte sich der Chef des Eisstock-Weltverbands. Er ist aber guter Dinge, dass die Champions League im Spätsommer gespielt werden kann. „Da wird es im September vermutlich eine verkürzte Version geben“, sagte Lindner, der zudem einen großen internationalen Wettkampf in Peiting plant. „Wir wollen den Nations Cup mit Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz hier spielen“, berichtet Lindner. Ein Termin für diese Veranstaltung steht noch nicht fest.

Sicher ist indes, dass die erste TSV-Mannschaft am kommenden Samstag, 19. Juni, ihr erstes Auswärtsspiel beim FC Ottenzell bestreitet (14 Uhr) . „Die haben eines der besten Sommerteams in Deutschland“, so Lindner. Er hat vor den Oberpfälzern, die ihren Auftakt mit einem 6:4 gegen den EC Hauzenberg ebenfalls erfolgreich gestalteten, großen Respekt. Der TSV Peiting II ist am Sonntag, 20. Juni, beim SSC Gachenbach zu Gast (10 Uhr). „Die Gachenbacher haben jahrelang in der 1. Bundesliga gespielt, deshalb sind sie klarer Favorit“, so Lindners Einschätzung.

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