Als wurfgewaltiger Schütze präsentiert sich der Schongauer Benjamin Völker (re.) in der B-Jugend des TSV Herrsching. In der abgelaufenen Bayernligasaison erzielte er in 16 Spielen 108 Tore. 
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Als wurfgewaltiger Schütze präsentiert sich der Schongauer Benjamin Völker (re.) in der B-Jugend des TSV Herrsching. In der abgelaufenen Bayernligasaison erzielte er in 16 Spielen 108 Tore. 

Handball

Benjamin Völker aus Schongau gehört zu Bayerns größten Talenten

  • vonRoland Halmel
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Der Handball bestimmt seinen Alltag und nun bekommt Benjamin Völker dafür auch den Lohn. Der DHB lud ihn zu einer Leistungssportsichtung ein. 

Schongau – Es war eine besondere Ehre für Benjamin Völker. Der 16-jährige Schongauer wurde vom Deutschen Handball-Bund zur Leistungssportsichtung in den Olympiastützpunkt nach Heidelberg eingeladen. Die Nominierung und Teilnahme am Lehrgang waren der Lohn für die harte Arbeit in den vergangenen beiden Jahren, nachdem Völker vom Ausbildungsverein TSV Schongau nach Herrsching gewechselt war. Für eine sofortige Berufung ins Nationalteam hat es noch nicht gereicht, für den Kader der BHV-Auswahl ist Völker aber nominiert.

Völker entscheidet sich für den Handball

„Man kann also reinen Gewissens sagen, dass Benni zu den besten Spielern in Bayern zählt und auch in Süddeutschland der Elite angehört“, sagt Herrschings Jugendleiter, Max Kilzheimer über den Realschüler. Vor zehn Jahren begann Völker mit dem Handballspielen beim TSV Schongau. Parallel jagte er beim TSV Altenstadt dem Fußball hinterher. Mit 13 Jahren entschied er, sich ganz auf den Handball zu konzentrieren. In der Schongauer C-Jugend unter Trainerin Tanja Rösner stach Völker regelmäßig mit zehn oder mehr Toren heraus. Diese Treffsicherheit machte die Herrschinger auf das Talent aufmerksam, die es letztlich schafften, ihn an den Ammersee zu lotsen. Wohnhaft ist er weiterhin in Schongau.

In der ersten Saison dort kam der Sohn des ehemaligen Schongauer Frauentrainers, Markus Völker, als C-Jugendlicher gleich zu Einsätzen bei den Älteren in der B-Jugend. Dort übernahm er in der Landesliga zusehends mehr Verantwortung. So wurden die Talentsichter des BHV auf den mittlerweile 1,90 Meter großen Rückraum-Spieler aufmerksam, der den dänischen Nationalspieler Mikkel Hansen als sein Vorbild nennt. Neben seinen drei Trainingseinheiten in Herrsching standen fortan auch alle zwei Wochen Auswahltrainings auf dem Programm. Dieser Aufwand zahlte sich aus.

Auf bis zu fünf Trainingseinheiten pro Woche bringt es der Schongauer

In der abgelaufenen Saison entwickelte sich der Rechtshänder in der B-Jugend der Herrschinger, die in der Bayernliga spielte, immer mehr zum Leistungsträger. „Unser Trainer, Christian Kofler, hat mir sehr viel beigebracht“, lobt Benjamin Völker die Arbeit des ehemaligen Bundesligaspielers (Schwabing und Milbertshofen). Die verschiedenen Wurfvarianten und was man in der Abwehr zu tun hat, sind dem Schongauer in der Zwischenzeit in Fleisch und Blut übergegangen. Dazu beigetragen haben außerdem die sogenannten Eliteauswahltrainings in der Sportschule Oberhaching. „Und manchmal trainiere ich auch noch mit meinen Kumpels in der Schongauer Mannschaft“, ergänzt Völker. Im Schnitt kommt er somit auf fünf Trainingseinheiten pro Woche. In der Bayernliga avancierte Völker nicht zuletzt aufgrund dieses Trainingsfleißes zum absoluten Torjäger. Mit 108 Toren in 16 Partien beendete er die Spielzeit auf Platz zwei der Torschützenliste.

In der kommenden Saison will der Schongauer erneut für das Herrschinger B-Jugend-Team viele Treffer in der Bayernliga erzielen. „Danach wollen wir versuchen, in die Jugend-Bundesliga zu kommen“, erzählt Völker. Sein großer Traum ist es, als Erwachsener in der höchsten deutschen Handball-Liga zu spielen – vielleicht sogar bei seinem Lieblingsklub, den Füchsen Berlin. Bis dahin steht in diesem Jahr aber erst einmal der Realschul-Abschluss im Vordergrund. Danach will Völker auf die Fachoberschule gehen. Sein Hauptaugenmerk liegt aber weiter auf dem Handball. „Wer hohe Ziele hat, muss andere Dinge unterordnen können“, sagt Max Kilzheimer. „Wir sind jedenfalls gespannt, wo Benni sein Weg hinführt.“

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