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Fühlt sich in Düsseldorf und im Trikot der DEG wohl: Seit 2012 läuft der Ingenrieder Bernhard Ebner für den DEL-Klub auf. Dort wurde er zum Nationalspieler. Sein Vertrag läuft bis 2022. 
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Fühlt sich in Düsseldorf und im Trikot der DEG wohl: Seit 2012 läuft der Ingenrieder Bernhard Ebner für den DEL-Klub auf. Dort wurde er zum Nationalspieler. Sein Vertrag läuft bis 2022. 

Eishockey

Bernhard Ebner über die Eishockey-WM, Olympia und Kabinenmusik

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Heute hätte eigentlich die Eishockey-WM in der Schweiz begonnen, wohl mit Bernhard Ebner. Der Ingenrieder nutzt nun die Zeit, um zu trainieren.

Düsseldorf/Ingenried – Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Bernhard Ebner am 10. März. Der Eishockey-Profi aus Ingenried war bei der Nachuntersuchung einer muskulären Verletzung. Das MRT ergab, dass sich seine Rückkehr aufs Eis noch etwas verzögern werde. Die erste Play-off-Runde mit der Düsseldorfer EG in der DEL hätte wohl ohne ihn stattfinden müssen. Kurz darauf folgte jedoch die Nachricht, dass die komplette Saison aufgrund der Corona-Pandemie vor den Play-offs abgebrochen wird. „Erst war ich stinksauer wegen der Verletzung, dann glücklicher, nichts zu verpassen, und dann wieder sauer wegen des Abbruchs“, erzählt der 29-Jährige. Ein paar Tage später folgte die Absage der Eishockey-Weltmeisterschaft, die am heutigen Freitag in der Schweiz losgegangen wäre. Der nächste Schlag.

„Ich war guter Dinge, mit dabei zu sein“, sagt Bernhard Ebner. Er habe gute Gespräche mit Nationaltrainer Toni Söderholm gehabt. Wer letztendlich mit im Kader gewesen wäre, sei aber schwer zu sagen. Es hänge laut Ebner nämlich auch davon ab, wer wie lange Play-offs spielt und ob er diese ohne Verletzung übersteht. 2018 in Dänemark war Ebner erstmals bei einer WM dabei. „Darauf habe ich lange hingearbeitet“, sagt er. Als ein „tolles Erlebnis“ beschreibt der Ingenrieder die Titelkämpfe samt vierwöchiger Vorbereitung. Ebner erinnert sich noch gut daran, wie es war, sich bei Stars wie den Kanadiern etwas abzuschauen und sich mit ihnen zu messen. Dass die WM heuer ausfällt, findet er nicht so tragisch. „Dadurch, dass wir im Eishockey jedes Jahr eine haben, kann man mal darauf verzichten“, sagt er, auch wenn er natürlich gerne gespielt hätte.

Ebners Saisonfazit fällt positiv aus

Anders wäre das bei Olympischen Spielen. Für Olympia in Pyeongchang 2018, als die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sensationell die Silbermedaille gewann, war der Verteidiger aus sportlichen Gründen nicht nominiert worden. Die nächsten Winterspiele 2022 in Peking hat Ebner als Ziel im Kopf. „Es ist aber nicht so, dass ich immer an Olympia denke, wenn ich meine Schlittschuhe anziehe“, stellt er klar. Die Auslosung vor ein paar Wochen ergab, dass Deutschland in der Vorrunde auf Kanada, die USA und Gastgeber China trifft. „Wenn ein paar NHL-Spieler dabei sind, ist das eine mega harte Gruppe“, lautet seine Einschätzung. „Bei Olympia wird ein Vertrag zwischen dem Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) und der NHL geschlossen“, erklärt Ebner. Dann pausiere die Nordamerikanische Eishockey-Liga und die Teams aus Kanada und den USA würden komplett aus NHL-Stars bestehen. „2018 kam so ein Vertrag nicht zustande, also durften auch gar keine NHL-Spieler zu Olympia.“

Bis 2022 läuft auch noch Ebners Vertrag bei der DEG, für die er seit 2012 aufläuft. In der abgelaufenen Spielzeit lag Düsseldorf nach den 52 Saisonspielen in Deutschlands höchster Eishockey-Liga auf dem fünften Platz. Ebner fällt es schwer, ein Fazit zu ziehen. Gefühlt sei die Saison ohne die Play-offs nicht fertig, sagt er, und da arbeite man schließlich 52 Spiele drauf hin. Bis zum Abbruch bewertet er die Spielzeit als „sehr ordentlich“. Und auch mit seinen persönlichen Leistungen war er bis zur Verletzung „sehr zufrieden“.

Früher lief die Musik in der Kabine noch über eine CD

„Ich fühle mich hier pudelwohl“, erzählt Ebner. Vergangenen Sommer ist er nach sieben Jahren in einer Wohnung innerhalb Düsseldorfs umgezogen. Da die DEG den Spielern nun außerdem ganzjährig einen Athletiktrainer zur Verfügung stellt, hat Ebner auch in der spielfreien Zeit die Möglichkeit, sich fitzuhalten. Ein Grund mehr, auch abseits der Saison in Düsseldorf zu bleiben. Er kommt nicht nur mit den Mitarbeitern innerhalb des Vereins, sondern auch mit den Rheinländern insgesamt gut aus. Als sehr hilfsbereite, ruhige Zeitgenossen beschreibt er sie. „Nur das Karnevalgedöns kapiere ich nicht“, gesteht Ebner.

Auch mit den Sozialen Medien kann Ebner wenig anfangen. „In der Hinsicht bin ich oldschool“, sagt er. Im Gegensatz zu manchem Teamkameraden. So sind Smartphones aus der Eishockey-Kabine mittlerweile kaum noch wegzudenken. „Als ich in Kaufbeuren DEL2 gespielt habe (2010 bis 2012, Anm. der Red.), gab es in der Umkleide ein Handyverbot und Musik lief über eine CD“, erzählt Ebner. Ein Bild aus fernen Tagen.

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