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Laufen bei bestem Wetter: Die Starter beim Halbmarathon und über die 10 Kilometer gingen beim 14. „Hapfelmeier-Lauf“ in der Früh gemeinsam auf die Strecke – und wurden von zahlreichen Zuschauern fleißig beklatscht.

Veranstalter zufrieden

Bestzeiten satt beim „Hapfelmeier-Lauf“

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Der „Hapfelmeier-Lauf“ und schönes Wetter – das gehört zusammen. Auch bei der 14. Auflage am Sonntag herrschten beste Bedingungen. Knapp 700 Teilnehmer und viele Zuschauer sorgten für ein Laufsport-Fest.

Polling– Die Ziellinie hatte Paul Hahn längst passiert, aber der Athlet des TSV Penzberg lief einfach weiter – in Richtung des Tisches mit den Finisher-Medaillen. Kurz davor wurde er dann doch gestoppt; von Moni Schreiber, der Frau auf dem Führungsfahrrad. Sie wollte dem Sieger des Halbmarathons gratulieren, was sie mit einer herzlichen Umarmung tat. Beide hatten zuvor ein gutes Gespann abgegeben, Schreiber informierte Hahn über seinen Vorsprung auf die anderen Athleten. Der Abstand war am Ende beträchtlich. Mit 1:20:17 Stunden gewann der 28-Jährige souverän die längste Distanz beim 14. „Hapfelmeier-Lauf“.

Hahn – im Vorjahr in Polling Dritter über die 10 Kilometer und 2017 Sieger über die 5 Kilometer – hatte nicht mit einem Sieg gerechnet. Der Auftritt „war eine Wundertüte“, sagte er. Im August hatte Hahn am Allgäu-Triathlon teilgenommen, danach (bedingt durchs kürzlich geborene Kind und Job) nicht mehr allzu viel trainiert. „Die Beine waren locker, aber es war wichtig, nicht zu schnell loszulaufen“, so Hahn, der ein konstantes Tempo abspulte. Dass er ganz allein lief, war für ihn kein Problem: „Ich bin es gewohnt, allein zu trainieren.“ Und dann gab’s ja noch das Führungsfahrrad.

Martin Thiede gewinnt 10-Kilometer-Lauf deutlich

Als schnellste Frau über die 21,1 Kilometer glänzte Julia Nebl. 1:34:56 Stunden bedeuteten persönliche Bestzeit. „Ich habe es aber gar nicht drauf angelegt“, sagte sie mit einem Lächeln. In ihrem dritten Halbmarathon gelang ihr schon ein Gesamtsieg, „das ist wirklich schön“. Geradezu begeistert äußerte sie sich über die Strecke, auf der es doch einige Meter bergauf und bergab ging.

Zeitgleich mit den Halbmarathonis gingen die 10-Kilometer-Läufer auf die Strecke. Als Erster lief der Weilheimer Martin Thiede (36:07) ein. Der 42-Jährige ist als Triathlet fürs „Tri-Team Schongau“ in Aktion. In diesem Herbst verlegte er sich eher aufs Laufen, zuletzt gewann Thiede bei den Bergläufen am Pürschling und am Hörnle seine Altersklasse. Gern wäre er in Polling eine 35er-Zeit gelaufen, das Ergebnis war aber dennoch „total okay“. Ihn habe es etwas überrascht, dass er so gut wie allein ganz vorn lief. Den „Hapfelmeier-Lauf“ lobte er als „super Veranstaltung“. Zweiter wurde der Vorjahressieger, Nico Damrat (36:50). Platz drei holte sich etwas überraschend Elhadji Diouf vom TSV Peißenberg mit persönlicher Bestzeit von 37:08 Minuten. Das freute auch den 2. Abteilungsleiter der Peißenberger Leichtathleten, Martin Hermann, der selbst Vierter (38:30) wurde. Hermann durfte gestern ein Jubiläum feiern: Über die 10 Kilometer (Straße und Bahn) gelang ihm das 100. Finish unter 40 Minuten. Seit 1985 läuft der Weilheimer, rund 50 Mal schaffte er 10 Kilometer in weniger als 34 Minuten.

Eng geht's in der Frauenkonkurrenz zur Sache

Ein spannendes Duell um den Sieg bei den Frauen lieferten sich die Peißenbergerinnen Laura Sanktjohanser (39:51) und Serafina Krämer (39:55). Vorjahressiegerin Sanktjohanser setzte sich knapp durch, im Ziel umarmten sich beide und scherzten. „Heute hat es richtig weh getan“, sagte Sanktjohanser. Aber sie sei „voll zufrieden“. Gleiches galt für Krämer, die mit einer persönlichen Bestzeit aufwartete.

Im Wettbewerb über die 5-Kilometer-Strecke musste sich der Peitinger Christian Scholz (18:07/SVO LA Germaringen) nur knapp geschlagen geben. Er kam sechs Sekunden nach dem Sieger, Niko Fellner, ins Ziel. Platz drei belegte der Hohenfurcher Stefan Fichtl (18:09), der fürs Team „Schönegger Käse Alm“ an den Start ging. Die schnellste Frau über die fünf Kilometer war Sabine Nagel (19:47) – und das mit großem Abstand. Die Triathletin vom „Volllast Tri-Team Schongau“ hatte am Ende fast eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Lara Toniak (21:15) vom Tri X Kufstein.

Josef Hapfelmeier ist zufrieden

Bevor noch irgendein Läufer auf die Strecke gegangen war, war Josef Hapfelmeier mit zufriedenem Gesichtsausdruck im Zielbereich zu sehen. „Der Aufbau war heuer entspannter als im vergangenen Jahr.“ Die um eine halbe Stunde nach hinten gerückte Startzeit spielte dabei eine Rolle. Dass am Veranstaltungstag einmal mehr die Sonne strahlte, nahm er dankbar auf: „Wir bemühen uns alle sehr. Das ist vielleicht der passende Lohn“, sagte Hapfelmeier lächelnd. Knapp 80 Helfer, der Großteil vom Post SV Weilheim und SV Polling, unterstützten den Lauf durch den Klosterort.

Die Ergebnisse zum Hapfelmeier-Lauf gibt es hier und hier geht es zur Bilderstrecke aus Polling

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