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Der harte Kern des Zweitliga-Teams: die Blau-Weiß-Spieler (v.l.) Stefan Hitzlberger, Volker Hickisch, Peter Hitzlberger, Thomas Aigner, Matthias Hüller und Jürgen Tögel (hier eine Archivaufnahme).

Kegeln: 2. Bundesliga

Blau-Weiß Peiting hält die Kugeln flach

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In gut zwei Wochen beginnt für die Sportkegler der Punktspielbetrieb. Die Männer von Blau-Weiß Peiting treten als höchstklassiger Landkreis-Klub wieder in der 2. Bundesliga West an – und haben dasselbe Ziel wie in den Vorjahren.

PeitingMit so einem guten Ergebnis hatten sie selbst nicht gerechnet. Als Tabellenfünfter (18:18 Punkte), weit jenseits der Abstiegszone, schlossen die Sportkegler von Blau-Weiß Peiting die vergangene Saison in der 2. Bundesliga West ab. Eigentlich hatten die Peitinger damit gerechnet, bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern zu müssen, zumal sie zur Weihnachtspause ganz tief im Tabellenkeller feststeckten. Doch in den restlichen sieben Spielen drehten die Oberbayern auf, holten fünf Siege und ein Unentschieden. Trotz dieses Höhenflugs halten die Peitinger – was die kommende Spielzeit betrifft – die Bälle aber weiter flach. „Für uns geht es – wie alle Jahre wieder – darum, nicht abzusteigen“, sagt Volker Hickisch, der sowohl Abteilungsleiter als auch Spieler ist. Die zwei letzten Mannschaften aus der Zehner-Liga werden sicher absteigen. Hickisch hofft diesmal auf einen besseren Start als in der vergangenen Spielzeit. „Auswärts“, so seine Forderung, „müssen wir ein, zwei Siege mehr als zuletzt holen.“

Die erste Partie am Samstag, 8. September, führt die Peitinger gleich in die Fremde, und zwar zum SSV Bobingen, der in der zurückliegenden Saison als Vierter (21:15 Punkte) zu den Top-Teams der Liga gehörte. Im ersten Heimspiel am Samstag, 15. September, erwarten die Peitinger auf den Bahnen an der Dießener Straße den SKC Unterharmersbach. „Das wird ein richtiger Kracher“, sagt Hickisch. Der Klub aus dem Schwarzwald zählt laut dem Abteilungsleiter zu den Favoriten auf den Titel. Die Unterharmersbacher haben zwei französische Top-Spieler in ihren Reihen, darüber hinaus spielt Axel Schondelmaier (37) wieder für seinen Heimatverein. Der mehrfache WM-Medaillengewinner war acht Jahre lang für den deutschen Serien-Meister Rot-Weiß Zerbst im Einsatz. Seine persönliche Bestleistung über 120 Wurf liegt bei 704 Holz. Mit ihm gelang den Unterharmersbachern der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Auch den zweiten Aufsteiger, die Sportfreunde Friedrichshafen, erwartet Hickisch ganz vorn. Das Team vom Bodensee war beim Aufstiegsturnier zur 2. Liga sogar deutlich besser als Unterharmersbach. Im Kampf um den Titel wird laut Hickisch sicher auch Erstliga-Absteiger KRC Kipfenberg ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Bei dem Team aus dem Landkreis Eichstätt spielt der Huglfinger Fabian Lange, der heuer bei der U-23-WM in Cluj (Rumänien) dabei war.

Der Kader der Peitinger hat sich kaum verändert. Zur ersten Mannschaft von Blau-Weiß gehören Peter Hitzlberger, Stefan Hitzlberger, Thomas Aigner, Jürgen Tögel, Matthias Hüller, Volker Hickisch und Andreas Schlachtbauer. Alle spielen schon lange für die Peitinger. Einziger Zugang ist Christopher Sporer (27). Der Oberdießener hat beruflich in München zu tun und spielte zuletzt für den Landesligisten SKC Bavaria Pasing.

In den vergangenen Monaten ließen es die Spieler in Sachen „Kegeln“ bewusst ruhiger angehen. Umso mehr freuen sie sich auf die Saison. „Jetzt wird es Zeit, dass es mit dem Kegeln wieder losgeht“, sagt Hickisch. Die mittlerweile dritte Saison absolvieren die Peitinger auf den Bahnen in Schongau. Dort „passt es wunderbar“, sagt Hickisch. Bis zum Saisonstart absolvieren die Peitinger noch drei Testspiele. Das erste steigt in den kommenden Wochen in Durach, das zweite absolvieren die Blau-Weißen am Dienstag, 4. September, in Eberfing. Gegner ist dort Landesligist Frischauf Weilheim. Die Kreisstädter spielen neuerdings dort, nachdem die Bahn an der Kanalstraße geschlossen wurde. Ihren dritten Test bestreiten die Peitinger zu Hause gegen Schwarz-Gelb Schongau. „Das machen wir anstatt eines Trainings“, so Hickisch.

Neben dem Zweitliga-Team haben die Peitinger noch zwei weitere Mannschaften im Spielbetrieb. Die zweite Garnitur spielt nach dem Abstieg in der vergangenen Saison in der Kreisliga, in der mit Vierer-Teams gespielt wird. Ziel ist laut Hickisch der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga (dort treten jeweils sechs Mann pro Team an). Die dritte Garnitur tritt in der Kreisklasse A an. Die Peitinger Jugend bildet mit Schwarz-Gelb Schongau, dem SKK Hohenfurch und Gut Holz Huglfing eine Spielgemeinschaft.

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