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Zehn-Tore-Spiel in der A-8: Böbing knackt das Burggener Bollwerk

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Von: Paul Hopp

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Gleich fällt das Tor zum 3:0: Böbings Noah Menschhorn – von Fabian Kees gut angespielt – ist von den Burggenern (links Michael Höfler, rechts Anton Hofmann) in dieser Szene nicht mehr zu stoppen.
Gleich fällt das Tor zum 3:0: Böbings Noah Menschhorn – von Fabian Kees gut angespielt – ist von den Burggenern (links Michael Höfler, rechts Anton Hofmann) in dieser Szene nicht mehr zu stoppen. © Roland Halmel

Nach dem Schlusspfiff war auf beiden Seiten Rätselraten angesagt, wie es dazu kommen konnte. Dieses 8:2 (3:0) kam sowohl für den gastgebenden und siegreichen SC Böbing als auch für den TSV Burggen überraschend.

Böbing/Burggen – Nach dem Schlusspfiff war auf beiden Seiten auch ziemliches Rätselraten angesagt. Dieses 8:2 (3:0) kam sowohl für den gastgebenden und siegreichen SC Böbing als auch für den TSV Burggen überraschend. Die Böbinger hatten davor viermal in Folge verloren und dabei lediglich dreimal getroffen. Und die Burggener waren mit der besten Abwehr der A-Klasse 8 (13 Gegentore in elf Partien) angereist.

Böbings Trainer Pascal Jaensch stellte jedenfalls fest, dass es „die Mannschaft geil gemacht“ habe. Vielleicht, so mutmaßte er lächelnd, „war die Teambuilding-Maßnahme am Freitag ganz gut“. Da feierte ein Gutteil der Truppe den Geburtstag von Roman Steiner – der Jubilar traf gestern gleich zweimal (4:0/6:1) und war der Akteur, der vor dem Elfmeter zum 5:0 (Torschütze: Fabian Kees) gefoult worden war.

Was den Böbingern sicher half, war der gestrige Verlauf der Partie: Bei den Niederlagen davor „sind wir fast immer mit einem Gegentor gestartet“, so Jaensch. „Heute haben wir mal selber vorgelegt.“ Die klare 3:0-Führung zur Pause hatten sich die Platzherren auch verdient: Von Beginn an beherrschten die Böbinger das Geschehen. „Wir waren zu harmlos“, stellte Burggens Trainer Thomas Höfler mit Blick aufs Zweikampfverhalten fest. Er war nach der Pleite „sprachlos. So habe ich meine Mannschaft noch nie gesehen.“

Zur Pause führt der SC Böbing schon mit 3:0

Die erste hochkarätige Chance hatte Böbings Franz Petregger (22.); Burggens Keeper Janik Schikowski lenkte den Ball zur Ecke. Ausgegangen war die Aktion von SCB-Torjäger Fabian Kees. Ihn wollten die Burggener mittels Manndeckung in den Griff bekommen, was aber nur teilweise gelang. Ein Schuss von Fabian Kees führte auch zu der Ecke, in deren Anschluss Simon Kees mit einer Flanke zum 1:0 traf (30.). Der Bann war gebrochen – und Böbing kaum zu stoppen. Nach toller Vorarbeit von Simon Kees erhöhte Fabian Kees mit einem Flachschuss auf 2:0 (35.). Gleich darauf war Fabian Kees wieder Vorbereiter – Noah Menschhorn schloss zum 3:0 ab (36.).

In der Pause wechselte Burggens Coach Höfler dreimal. Die Gäste begannen auch engagiert, der eingewechselte Matthias Lory traf nach toller Aktion an die Latte (49.). Ob ein schneller Anschlusstreffer etwas bewirkt hätte? „Gut möglich“, sagte Thomas Höfler – nach kurzem Zögern winkte er ab: „Heute wäre wohl auch dann nix gegangen.“ Gleich nach dem Lattenschuss gelang Böbings Steiner nach einer weiten Freistoßflanke das 4:0 (51.) – die Entscheidung.

Nach dem 5:0 (53.) traf Burggens Maximilian Hauer (an diesem Tag ein Aktivposten bei den Gästen) mit einem abgefälschten 25-Meter-Freistoß (58.). Danach war die Zeit der schönen Spielzüge: Sowohl die Treffer der Böbinger Steiner (59.) und Andreas Wörmann (80.) als auch das Tor von TSV-Kapitän Stefan Dopfer (73.) fielen nach herrlichen Kombinationen. Das insgesamt zehnte Tor fiel eher schnöde: durch einen von Valentino Menschhorn verwandelten Foulelfmeter. SCB-Coach Janesch war zufrieden, dass sein Team „aus dem Tal der Tränen heraus“ ist, TSV-Coach Höfler kündigte an: „Wir werden wieder aufstehen.“

Statistik: Tore: 1:0 (30.) S. Kees, 2:0 (35.) F. Kees, 3:0 (36.) N. Menschhorn, 4:0 (51.) Steiner, 5:0 (53.) F. Kees (Elfmeter), 5:1 (58.) Hauer, 6:1 (59.) Steiner, 6:2 (73.) Dopfer, 7:2 (80.) Wörmann, 8:2 (89.) V. Menschhorn (Elfmeter). Gelbe Karten: Böbing 4, Burggen 1. Schiedsrichter: Memet Omput. Zuschauer: 80.

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