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Bei TV-Arbeiten zusammengebrochen: SPD-Politiker Thomas Oppermann ist tot

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Auf ins nächste Duell: Der TSV Peiting (in den blauen Trikots Nicola Haser (li.) und Tobias Freiberger) und der TSV Altenstadt um Georgios Mavrokefalos standen sich erst am vergangenen Sonntag in der Meisterschaft gegenüber. Peiting gewann mit 3:2. An diesem Samstag geht es in der Gruppenphase des Ligapokals gegeneinander.
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Auf ins nächste Duell: Der TSV Peiting (in den blauen Trikots Nicola Haser (li.) und Tobias Freiberger) und der TSV Altenstadt um Georgios Mavrokefalos standen sich erst am vergangenen Sonntag in der Meisterschaft gegenüber. Peiting gewann mit 3:2. An diesem Samstag geht es in der Gruppenphase des Ligapokals gegeneinander.

FUSSBALL

Die Meisterschaft hat Vorrang - Vereine wollen im Ligapokal vor allem Spielern aus der zweiten Reihe Chance geben

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  • Roland Halmel
  • Phillip Plesch
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  • Stefan Schnürer
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  • Paul Hopp
    Paul Hopp

Dieses Wochenende geht er so richtig los, der neu geschaffene Ligapokal. Die Mannschaften aus dem Landkreis gehen den Wettbewerb eher skeptisch an.

Landkreis – Die Punktspielrunde in diesem Jahr ist bis auf einige Nachholpartien beendet. Jetzt gilt die volle Konzentration dem Ligapokal. Die Erwartungshaltung ist bei den Vereinen aus dem Landkreis unterschiedlich: Die einen blicken diesem neuen Wettbewerb erwartungsfroh entgegen, andere eher geschäftsmäßig nüchtern. Und wieder andere haben ihre Mannschaft einfach abgemeldet.

Bezirksliga

Der FC Penzberg hat sich in den vergangenen Jahren zu einer richtigen Pokal-Mannschaft entwickelt. Zweimal in Folge hat der Bezirksligist den Totopokal im Kreis Zugspitze gewonnen. Mitte dieser Woche sorgte das Team für Furore, als es in der 1. Runde des Pokals auf Bayernebene den höherklassigen Landesligisten TuS Geretsried mit 3:1 bezwang. Daher verwundert es nicht sonderlich, dass die Penzberger auch im Ligapokal eine gute Rolle spielen wollen. Trainer Martin Wagner betont, dass seine Mannschaft diesen neu geschaffenen Wettbewerb durchaus ernst nimmt, wobei das Hauptaugenmerk auf der Punktspielrunde liege. In der Bezirksliga Süd liegen die Penzberger, die in diesem Jahr neben den Ligapokalspielen noch zwei Nachholspiele in der Meisterschaft zu absolvieren haben, als Tabellendritter aussichtsreich im Rennen um die Aufstiegsplätze. „Im Ligapokal werden bei uns vier bis fünf Leute zum Einsatz kommen, die zuletzt auf der Bank saßen, aber genauso gut wie die anderen sind“, sagt Wagner, dessen Team an diesem Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SC Pöcking (15.30 Uhr) in den Ligapokal startet.

Für Penzbergs Ligakonkurrent SV Raisting ist der Ligapokal zwar eine willkommene Möglichkeit, Spiele unter Wettkampfbedingungen absolvieren zu können, doch Priorität genießt die Meisterschaft. Was die Aufstellung betrifft, „werden wir rotieren“, sagt Spielertrainer Johannes Franz. Es sollen alle genügend Spielzeit bekommen. An diesem Wochenende hat der SVR in der Gruppe 9 spielfrei. Los geht es für die Raistinger am 25. Oktober mit dem Auswärtsspiel gegen den SC Pöcking. Aus den oberbayernweit neun Gruppen für Bezirksliga-Teams qualifizieren sich die besten drei jeder Gruppe und die fünf besten Vierten für die Hauptrunde, die mit einem Sechzehntel-Finale beginnt.

Kreisliga

In der Kreisliga kann von einem richtigen Wettbewerb nicht wirklich die Rede sein, zumindest was die Gruppenphase betrifft. 28 der 29 Kreisligisten erreichen die K.o.-Phase, nur ein einziges Team scheidet aus. Für den ASV Habach kommt der Ligapokal eher ungelegen, da er zahlreiche Verletzte zu beklagen hat. Daher hat Trainer Richard Hartmann kaum einmal die Möglichkeit, durchzuwechseln. „So spielen wir mit der Mannschaft, die uns zur Verfügung steht.“ Ziel sei es, „durch Siege Selbstvertrauen und Motivation für die verbleibenden Kreisligaspiele im nächsten Jahr zu sammeln“, wie der neue ASV-Coach betont. Was er nicht nachvollziehen kann, ist die Terminierung: „Ich hätte es besser gefunden, so lange es geht, jetzt im Herbst Ligaspiele zu machen. Wer weiß denn, was im nächsten Jahr ist?“

Wäre es nach Fabian Melzer, Trainer des TSV Peiting, gegangen, hätte der Punktspielbetrieb für seine Mannschaft ruhig noch weiterlaufen können. Kein Wunder, denn für die Peitinger läuft es in der Kreisliga 2 derzeit prächtig. Die letzten drei Partien wurden allesamt gewonnen (15:5 Tore). So aber ist jetzt Schluss mit Punktspielen für dieses Jahr: „Ein kleiner Spannungsabfall war im Training bei den Spielern bemerkbar“, so Melzer. Dennoch werde sein Team den Ligapokal „ernst nehmen und seriös angehen“. Immerhin ist es ja ein Bewerb mit vielen Derbys: „Da ist schon eine gewisse Vorfreude da“, sagt Melzer. Auch die K.o.-Spiele und die Chance, aufzusteigen, haben für ihn ihren Reiz. Bierernst wird er den Bewerb aber nicht nehmen: „Personell werden wir etwas rotieren und die Spieler, die zuletzt eher auf der Bank saßen, für ihren Trainingsfleiß belohnen.“

Für den VfL Denklingen spielt die Hauptrolle ganz klar die Meisterschaft. Kein Wunder, sind die Chancen für den Tabellenführer der Kreisliga 2 nicht gerade schlecht, den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga über den Punktspielbetrieb zu schaffen. Der VfL hatte zuletzt einige angeschlagene Spieler, dass die sich nun auskurieren können, kommt Trainer Markus Ansorge gerade recht. „Im Ligapokal kann ich dann ein bisschen durchtauschen“, sagt er. So sollen in Denklingen auch die Ergänzungsspieler auf ihre Einsatzminuten kommen.

Kreisklasse

Für die SG Oberhausen/Weilheim ist das Fußballjahr bereits beendet, die Mannschaft wurde vom Ligapokal abgemeldet. Beim Tabellenletzten der Kreisklasse 3 wollten wegen der Corona-Pandemie einige Spieler im Ligapokal nicht antreten. „Da wollten wir kein Risiko eingehen“, sagt Trainer Friedrich Hentschel. Da hatte der ohnehin schon nicht gerade üppig besetzte Kader der Spielgemeinschaft schnell seine Kapazitätsgrenze erreicht. Kritik äußert Hentschel gegenüber dem Verband: „Da hat es geheißen, dass der Ligapokal vor den Punktspielen als eine Art Saisonvorbereitung ausgetragen wird und wir dann gegen andere Mannschaften als in der Meisterschaft spielen“, so Hentschel. Nichts davon sei jetzt der Fall. Beim SG-Trainer hält sich die Enttäuschung über den Rückzug aus dem Ligapokal in Grenzen: „Ich kann ganz gut damit leben.“ In der Gruppe 5, in der die SG gespielt hätte, hat es mittlerweile einen richtigen Kahlschlag gegeben. Nachdem sich am gestrigen Freitag auch noch der SC Huglfing abgemeldet hat, sind von den ursprünglich fünf Mannschaften nur noch der ASV Eglfing, der 1. FC Garmisch-Partenkirchen II und der WSV Unterammergau übrig geblieben.

Als der ESV Penzberg der Teilnahme am Ligapokal zustimmte, war Trainer Jürgen Keilwerth noch gar nicht im Amt. Der Verein hat sowohl seine erste Mannschaft in der Kreisklasse als auch die Zweite in der B-Klasse angemeldet. Wäre es nach Keilwerth gegangen, wäre der ESV nur mit einer Mannschaft in diesem Wettbewerb vertreten. Das hätte es ermöglicht, das Personal kräftig durchzuwechseln. So aber müssen die Eisenbahner in den kommenden Wochen stets zwei Teams mit genügend Akteuren ausstatten. Keilwerth hätte aber damit leben können, wenn es den Ligapokal überhaupt nicht gäbe. Den Funktionären beim Verband will er aber keinen Vorwurf machen: „In deren Haut möchte ich nicht stecken. Sie versuchen, das Beste draus zu machen.“

Alex Sanktjohanser, Trainer des TSV Hohenpeißenberg, findet den Ligapokal nach wie vor eine gute Idee. „Wir haben attraktive Gegner aus der anderen Kreisklasse. Da kann man gut vergleichen, wo man steht.“ Sanktjohanser freut sich auf den Wettbewerb. Gleichzeitig hofft er, dass Corona den Fußballern nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Den Aufstieg über den Ligapokal erachtet er für eine sehr schwere Angelegenheit. Daher werde er „angeschlagene Spieler nicht auf Biegen und Brechen einsetzen“. Seine Stammbesetzung will er aber schon aufbieten, „damit sie sich für das neue Jahr einspielen kann“, so Sanktjohanser.

„Der Ligabetrieb hat Priorität“, sagt Michael Eiband. Er ist seit dem vergangenen Sommer Trainer des SV Hohenfurch. „Wir wollen in der Klasse bleiben.“ Seit dem Re-Start holten die Hohenfurcher allerdings nur zwei von zwölf möglichen Punkten in der Liga. Zum Ligapokal-Auftakt gab’s eine 0:3-Niederlage gegen Fuchstal. Eiband will den Wettbewerb nutzen, „um Dinge auszuprobieren und uns neu zu justieren“. Dabei könne es gut sein, dass Spieler mal auf anderen Positionen eingesetzt werden und Reservisten mehr Spielzeit bekommen, verrät er. Mit seinem Vorhaben muss Hohenfurchs Coach aber noch ein wenig warten, denn das für diesen Sonntag vorgesehene Spiel bei der SpVgg Schwabbruck/S´soien fällt aus. Nicht so ganz verstehen kann Eiband, warum in diesem Jahr keine weiteren Ligaspiele ausgetragen werden, solange es möglich ist. „Aber da stecke ich nicht drin.“

A-Klasse

Die Begeisterung von Peter Mahl hinsichtlich des Ligapokals hält sich in Grenzen. „Der ist irgendwie so reingeschoben und zerfleddert die Meisterschaft“, sagt der Trainer des TSV Schongau. Zudem können sich die Mannschaften, die in der Vorrunde ausscheiden, mit der Vorbereitung im Frühjahr nächsten Jahres Zeit lassen, so Mahl. Für den Tabellendritten der A-Klasse 8 ist der Ligapokal nur Nebensache. „Unser Thema ist, Platz zwei in der Meisterschaft zu erreichen“, sagt der Schongauer. „In der Liga kann man einen schlechten Tag wieder ausgleichen“, sagt Mahl, „im Ligapokal entscheidet die Tagesform.“ Für die anstehenden Spiele hält der Trainer grundsätzlich an seiner Stammformation fest. Angeschlagene Spieler möchte er aber nicht einsetzen. „Außer im Derby gegen Altenstadt diesen Samstag. Das ist was anderes“, wie Mahl betont.

Der SV Wessobrunn hat seit dem Re-Start Mitte September mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen. Daher ist die Ausbeute in den Punktspielen der A-Klasse 8 mit zwei Unentschieden und zwei Niederlagen eher mickrig. Dennoch blickt Trainer Stephan Kopp dem Ligapokal erwartungsfroh entgegen: „Wir haben Lust darauf, zu spielen.“ Was das Personal betrifft, „werden auch Spieler aus der zweiten und dritten Reihe ihre Chance bekommen“, kündigt Kopp an. „Aber die müssen sie dann auch nutzen.“ Die Gegner in der Wessobrunner Gruppe bezeichnet er als attraktiv. Allerdings hätte er sich Kontrahenten gewünscht, gegen die er nicht bereits in der Punktspielrunde trifft. „Da hatten wir uns andere Gegner erhofft“, so Kopp.

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