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Vier für Deutschland: (von links) Silke Hanft, Enya Müller, Cosima von Fircks und Bettina Nuscheler starteten bei den Jungen Reitern und dominierten das Geschehen in Mariakalnok nicht nur im Team-Wettbewerb. 
Mariakalnok 2019 Nuscheler Kowalski
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Starke Vorstellung trotz heftiger Windböen: Bettina Nuscheler und „Lully“ erreichten in der finalen Kür mit Musik beachtliche 70,125 Prozent und Rang drei.
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Sieg im Team-Wettbewerb: Die deutschen Jungen Reiter (in der Mitte) mit (v.l.) Cosima von Fircks, Max Wadenspanner (Equipe-Chef), Bettina Nuscheler, Silke Hanft, Enya Müller.

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In der Kür gelingt die Kür: Nuscheler glänzt bei Nationenpreis-Debüt

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Erstmals durfte Dressurreiterin Bettina Nuscheler (Altenstadt) bei einem Nationenpreis antreten. In Ungarn glänzte sie vor allem beim finalen Ritt – trotz erschwerter Bedingungen.

Mariakalnok – Von irgendwelchem Tam-Tam abseits einer Prüfung lässt sich „Lully“ für gewöhnlich wenig bis gar nicht beeindrucken. Die Sturm-Böen, die beim internationalen Dressurfestival in Mariakalnok (Ungarn) durchs Dressurviereck pfiffen, ließen aber selbst den Wallach nicht ungerührt. „Der Wind hat ihn schon gepusht“, sagt Bettina Nuscheler. Entsprechend angespannt ging sie in die finale Prüfung des Nationenpreises für Junge Reiter, eine S*-Kür mit Musik. Doch als es schließlich losging, war das Pferd „absolut bei mir“, so Nuscheler. Die Altenstadterin und „Lully“ zeigten eine feine Leistung, die mit 70,125 Prozent und Rang drei, ihrem besten Resultat bei dem Turnier, belohnt wurde. „Das war ein krönender Abschluss. Ich bin sehr zufrieden“, so Nuscheler.

Bettina Nuscheler: Debüt bei einem Nationenpreis 

Die 20-jährige BWL-Studentin war schon auf mehreren internationalen Turnieren in Deutschland, Österreich und Frankreich am Start gewesen. Aber an einem Nationenpreis, für den man nominiert werden muss und bei der Reiter ganz offiziell für Deutschland antritt, durfte sie bis dato noch nicht teilnehmen. „Es war ein tolles Erlebnis“, so Nuscheler. Besonders war schon der Umstand, dass die Altenstadterin und ihre Kolleginnen, Cosima von Fircks (RC Gut Adelsried), Enya Müller (Holzkirchen/RV Waldhauser Hof) und Silke Hanft (Würzburg/TSG Hofgut Allerer), zum Auftakt in einem Teamwettbewerb antraten.

Dort holte sich das deutsche Quartett – wie berichtet – den Sieg vor Österreich und Polen. Nuscheler und „Lully“ überzeugten in der Einzelwertung als viertbestes Duo (68,853 Prozent). Wie für einen Nationenpreis üblich, ging die Siegerehrung in großem Rahmen über die Bühne. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn die Nationalhymne gespielt wird“, sagt Nuscheler.

Bettina Nuscheler: Vierte in Einzelprüfung in Mariakalnok  

Zwei Tage danach stand für die Jungen Reiter (19 bis 21 Jahre) eine Einzel-Prüfung der Klasse S* auf dem Programm. Dort zeigten die Altenstadterin und ihr Pferd „auch eine gute Runde“. Mit 69,971 Prozent stand erneut der vierte Platz zu Buche. Die beiden hatten dabei Glück: Nuscheler und „Lully“ beendeten ihren Auftritt noch, bevor ein Gewitterregen herniederging. Tags darauf, im letzten Wettbewerb des gesamten Turniers, war dann die Kür mit Musik zu reiten.

Die Reiterin des RFV Fuchstal absolvierte mit „Lully“ erst zum zweiten Mal so eine Kür, die jeder Reiter zumeist mit fachmännischer Hilfe zusammenstellt. Musik und Lektionen müssen aufeinander abgestimmt sein. Von allen Prüfungen „hat die Kür am besten funktioniert“, sagt Nuscheler. „Umso mehr hat es mich gefreut, dass es ein Podestplatz wurde.“ Eine der Galopp-Pirouetten hätte sie gern besser hinbekommen, und sich auch den Fehler bei den Vierer-Wechsel gespart, doch mit einem Resultat jenseits der 70 Prozent „kann man zufrieden sein“.

Bettina Nuscheler: An Pfingsten Start in Epfach 

Nach der geglückten Vorstellung in Ungarn steht derzeit etwas lockereres Training an. „Es muss abwechslungsreich sein, damit die Pferde den Spaß an der Sache behalten“, sagt die Bayernkader-Reiterin. In zwei Wochen werden Nuscheler und „Lully“ ein S-Turnier in Notzing (bei Erding) bestreiten. Am Pfingstwochenende startet Nuscheler in der Nähe der Heimat, beim mit S-Prüfungen ausgeschriebenen Turnier in Epfach. Danach geht es nach Babenhausen.

Mariakalnok: Hattrick von Cosima von Fircks 

Absolut erfolgreich verlief der Nationenpreis für die zweite Reiterin aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, Cosima von Fircks. Mit „Nymphenburg’s First Ampere“ war sie Beste in der Teamprüfung und gewann zugleich den Einzel-Wettbewerb und die Kür. Für „First Ampere“ war es der erste Start überhaupt in einer Kür, die 72,625 Prozent als Endergebnis waren beachtlich. Im Sattel von „Nymphenburg’s Easy Fellow“ holte von Fircks (20) darüber hinaus zwei zweite Plätze. „Besser hätte es auf keinen Fall laufen können“, freute sich von Fircks, für die Ungarn auch eine gelungene Generalprobe für die Teilnahme am „Preis der Besten“ in Warendorf darstellte.

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