Rettung geglückt

Riessersee startet in der Oberliga

Nun also doch: Der SC Riessersee startet in der Oberliga. Allerdings mit einer Einschränkung. Das sagen die heimischen Vereine dazu: 

Garmisch-Partenkirchen/Peiting – Das große Sommer-Theater im deutschen Eishockey bekommt doch noch ein Happy-End. Der krisengeschüttelte SC Riessersee, der seit Wochen zwischen Total-Absturz und Zweitliga-Träumen hin und her wankte, ist wohl gerettet – und darf in der kommenden Spielzeit in der Oberliga Süd starten. Wie das Garmisch-Partenkirchener Tagblatt berichtet, haben die Werdenfelser gute Chancen, von der zuständigen Stelle beim Deutschen Eishockey Bund (DEB) die dafür notwendige Lizenz zu erhalten.

Eine Planinsolvenz soll der Schlüssel zum Erfolg sein. Am Dienstag soll ein entsprechender Antrag bei Gericht in Weilheim eingereicht werden. Bis Saisonbeginn Ende September soll die Insolvenz bereits vom Tisch sein. Allerdings wird es wohl sportlich eine Einschränkung für den SCR geben: Er darf nicht an den Playoffs teilnehmen. Egal, welche Position er am Ende der regulären Spielzeit belegt. Heißt: Selbst wenn die Werdenfelser alle Hauptrundenspiele gewinnen würden, müssten sie am Ende in der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga antreten – und wären damit ein möglicher Gegner der EA Schongau.

Beim heimischen Bayernligisten hält sich die Freude darüber aber in Grenzen. „Wir finden es sehr bedauerlich, was in Garmisch passiert ist. Uns wäre ein starker SCR in der DEL2 lieber“, sagt EAS-Manager Martin Resch. Zu einem möglichen Duell mit dem SCR sagt er: „Das ist noch sehr weit weg. Und dafür müssten wir erst mal die Aufstiegsrunde erreichen. Wir machen uns darüber Gedanken, wenn es soweit ist.“

Oberligist EC Peiting kann derweil fix mit Derbys gegen den SCR planen. ECP-Chef Gerhard Weyrich: „Dass Garmisch in die Oberliga kommt, ist eine gute Sache. Dadurch kann die Liga mit zwölf Mannschaften starten. Außerdem haben Spiele gegen den SCR, auch aufgrund der räumlichen Nähe, einen gewissen Charme.“

Auch interessant