Matthias Holderried war vom ersten Trainingslehrgang nach der Pause begeistert (Archivbild).
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Matthias Holderried war vom ersten Trainingslehrgang nach der Pause begeistert (Archivbild).

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Endlich wieder am Schießstand - Auf Matthias Holderried warten harte Aufgaben

  • vonChristian Heinrich
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Lang war die Zwangspause, doch nun durfte Matthias Holderried wieder an den Schießstand. Die nächsten Aufgaben sind schon in Sicht.

Tannenberg – Der erste Tageslehrgang nach der corona-bedingten Pause am vorigen Wochenende war ganz nach dem Geschmack von Matthias Holderried. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte der Luftpistolenschütze aus Tannenberg über das Training des Bayerischen Sportschützen-Bundes (BSSB) auf der Olympia-Schießanlage in München-Garching.

Der Verband hatte drei Gruppen gebildet, die je von einem Trainer geleitet wurden und mit vier Athleten bestückt waren. Damit auch alles ordnungsgemäß zuging, hielten die einzelnen Staffeln 15 Meter Abstand voneinander. Auch in den jeweiligen Gruppen waren die Pistoleros jeweils durch einen Stand voneinander getrennt. „Es hätte ja auch eine Kontrolle geben können“, stellte Holderried klar. Doch die Begutachtung durch die Behörden blieb aus. Nach gut 200 Schuss konstatierte das Mitglied des deutschen Nationalkaders, dass es in den vergangenen zwei Monaten nur wenig von seiner Form eingebüßt hat. „Es ist nicht viel verloren gegangen“, bemerkte er, „die anderen und ich sind gut durch die Corona-Pause gekommen.“

Harter Kampf um Plätze im Nationalkader

In Zukunft sind weitere Tageslehrgänge vorgesehen, um für die kommenden Herausforderungen gewappnet zu sein. Zwar steht in den Sternen, ob es im Spätsommer überhaupt einen offiziellen Wettkampf gibt, doch die Elite des Deutschen Schützen-Bundes soll sich ab September miteinander duellieren. Drei Ausscheidungswettkämpfe sollen über die Zusammensetzung des nächsten Nationalkaders entscheiden. Gesetzt sind die Schützen, die bei der EM an den Start gegangen waren oder das Ticket für Olympia in Tokio schon gelöst hatten. So bleiben nur noch drei der insgesamt sieben Plätze vakant, um die sich circa zehn Konkurrenten streiten.

„Es ärgert mich schon, dass ich wegen eines Rings nicht zur EM gefahren bin“, sagte Holderried. Allerdings haben seine drei starken Programme von der EM-Quali im Nachhinein noch etwas Gutes. Das Reglement sieht vor, dass in die Wertung fünf Programme aus der Zeit vor Corona einfließen. Dazu zählen die Ergebnisse der EM-Quali sowie des H+N-Cups. Sechs Programme werden zusätzlich noch geschossen. An zwei verlängerten Wochenenden im September absolvieren die Wettkämpfer in Suhl vier weitere Programme. Den Abschluss der Ausscheidung bildet das Finale in München-Garching von Donnerstag, 8. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober, wo noch einmal zwei Blöcke zu je 60 Schuss angesetzt sind.

Wettkampfpraxis fehlt den Top-Leuten

Holderried will sich mit starken Leistungen für die Nationalmannschaft empfehlen. „Ich möchte nicht einfach so reinrutschen“, sagte der Tannenberger. Gewertet werden die sechs besten Resultate aus den elf Programmen. Den Trainern ist bewusst, dass ihren Top-Leuten in diesem Sommer die Wettkampfpraxis fehlen wird.

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