Länderduell: Zum Abschluss gegen Riegersberg (Österreich) ging es für Peiting nur noch um den fünften Platz.

Europacup in Peiting

Peiting kommt zu spät in Schwung

Peiting - Großer Auftritt, kleiner Erfolg: Peitings Eisstockschützinnen verpassen beim Europacup im heimischen Eisstadion die Medaillenränge.

Etwas enttäuscht waren Peitings Eisstockschützinnen schon. Im vergangenen Jahr hatten sie beim Europacup noch eine Medaille geholt, sich Bronze gesichert. Diesmal reichte es für Sabine Hipp, Ulrike Lachenmayer, Franziska Lindner, Lisa Adler und Rosi Schweiger lediglich zu Platz sechs. Den Titel holten sich die Frauen des SV Mehring, die mit Marion Mader, Claudia Eder, Katja Loher, Irene Eichinger und Elfriede Loher angereist waren. „Wenn’s nach der Vorrunde geht, dann ist es heute ohnehin noch gut gelaufen“, gestand Mannschaftsführerin Sabine Hipp nach der Finalrunde Schwächen ein. „Aber insgesamt hatten wir uns schon etwas mehr erhofft. Es war in der Finalrunde auch mehr drin. Aber wir müssen es jetzt so nehmen, es kommen wieder bessere Zeiten“, blickte sie voraus.

Die jeweiligen sechs besten Teams der beiden Vorrundengruppen erreichten die Finalrunde. Peitings Quartett startete auf Position fünf und arbeitete sich mit Erfolgen über Vornholz (16:8) und St. Veit (19:5), beide aus Österreich, nach vorne. Doch gegen den ESV Riegersberg/Österreich, in der Vorrundengruppe B ungeschlagen, wurde mit 6:14 verloren, und nach einem neuerlichen Sieg über Vornholz (11:9) waren Peitings Damen erneut Riegersberg mit 8:12 unterlegen. Danach wurde gegen St. Veit nochmals mit 19:11 gewonnen, doch gegen Riegersberg reichte es im dritten Aufeinandertreffen, als es nur noch um Platz fünf ging, lediglich zu einem 13:13. „Jetzt läuft’s. Jetzt. Wo alles rum ist“, sagte Franziska Lindner nach der 10:0-Führung. Doch die Österreicherinnen holten auf, zogen auf 13:10 davon und letztlich reichte es für Peiting bei der sechsten Kehre nur noch zum 13:13. Damit wurde Riegersberg der fünfte Platz zugesprochen. Entscheidend war die bessere Rundenbilanz.

Die Bilder: Eisstock-Europacup in Peiting

Es war ein großer Auftritt der Stockschützen-Damen in Peiting, mit einer würdigen Eröffnungsfeier starteten die Frauen in den Europacup für Mannschaften. Allerdings wurde das Eröffnungsfest der Stockschützinnen angesichts der unsicheren Wetterlage kurzfristig vom Rathausplatz in die Eishalle verlegt. Im Beisein der Teilnehmerinnen mit ihrem Anhang, Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Sport verdeutlichte Regierungspräsidentin Brigitta Brunner in Vertretung von Schirmherr Ministerpräsident Horst Seehofer die Wertschätzung des Sports. Den Aktiveneid sprach Peitings junge Franziska Lindner.

Startschwierigkeiten prägten die Vorrunde für Peitings Damen am ersten Wettkampftag. Gegen das tschechische Quartett von K Yiaeal Lenora (10:14) und EC Außernzell (0:26) wurde verloren, sodass sich Mannschaftsführerin Sabine Hipp und Co. zunächst auf dem neunten Platz wiederfanden. Der Rang blieb Peitings Damen auch noch trotz eines 18:6-Sieges über den SV Mölten in Italien, und anschließend wurde gegen den EV Rottendorf Seiwald aus Österreich erneut mit 6:20 verloren. Erst das 24:8 über Mahaon Moskau in Russland brachte eine Platzverbesserung. Rang acht blieb Peitings Quartett zunächst auch trotz der 14:20-Niederlage gegen den RSV Büblingshausen.

Danach aber die Wende, begünstigt durch den Ausfall von Lenora aus Tschechien. Eine der Spielerinnen verletzte sich am Meniskus, musste ins Krankenhaus. Die beiden Minuspunkte wurden gestrichen, und der folgende 20:8-Sieg über Grodno aus Weißrussland hievte Peitings Damen auf Platz sechs. Das Quartett war plötzlich wieder dabei im Rennen um den Einzug in die Finalrunde, den das Team schließlich locker schaffte. Denn zum Abschluss überzeugten die Gastgeberinnen noch mit einem glatten 30:0 gegen den AEV Stegen in Italien. Lohn war in der Gruppe A noch ein fünfter Platz.

An Spannung mangelte es im rein deutschen Finale tags darauf beileibe nicht. Mehring und Außernzell lieferten sich ein enges Match. Letztere führten schon deutlich, als sich Mehring zurückmeldete und noch ein 23:23 schaffte. Weil das Team die bessere Runde spielte, holte Mehring den Titel. Platz drei ging mit einem 42:8 gegen Rottendorf Seiwald/Österreich deutlich an den TSV Kühbach.

Eine würdige Siegerehrung mit Weltverbands-Präsident Manfred Schäfer und Vize Karl Gutenberger sowie Peitings Bürgermeister Michael Asam und Deutschlands Stockschützen-Präsident Christian Lindner beendete die internationale Veranstaltung. Lediglich ein paar Besucher mehr hätten sich die Peitinger gewünscht. Die werden aber am kommenden Wochenende um so zahlreicher erwartet. Dann nämlich haben die Herren ihren Europacup-Auftritt in Peitings Eishalle. Die gastgebenden Männer sollen es jetzt besser machen.

Dietmar Friebel

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