Andrea Filser beim Slalom der Ski-WM 2021 in Cortina d‘Ampezzo.
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Hatte noch mal richtig Spaß: Andrea Filser erreichte dank eine gelungenen zweiten Laufs noch Rang 20 und damit das beste Slalom-Ergebnis ihrer Karriere.

Ski alpin: Wildsteigerin erzielt bei WM in Cortina ihr bestes Slalom-Ergebnis

Andrea Filsers Mut zum Risiko wird belohnt

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Auch im abschließenden Slalom hatte Andrea Filser bei der WM in Cortina ihren Spaß. Vor allem ihr zweiter Lauf war überzeugend.

Cortina d’Ampezzo/Wildsteig – Nach dem WM-Slalom der Frauen am vergangenen Samstag gab es bei den Verantwortlichen des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) eher lange Gesichter. Lena Dürr, nach dem ersten Lauf immerhin auf Rang sieben, fiel nach einem verbremsten Lauf in Durchgang zwei auf Rang 14 zurück. „Das kann nicht unser Anspruch sein“, urteilte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. Von der Kritik ausgenommen fühlen durfte sich jedoch Andrea Filser: Die 27-jährige Rennläuferin vom SV Wildsteig belegte in der Endabrechnung Platz 20 und schaffte damit das beste Ergebnis ihrer Karriere in diesem Wettbewerb.

„Der untere Teil war extrem gut gefahren, da habe ich auch die Zeit rausgeholt.

Andrea Filser

Möglicherweise wäre sogar noch mehr drin gewesen. Im ersten Durchgang gelang der Wildsteigerin bei fast schon sommerlichen Temperaturen in Cortina kein optimaler Lauf. Daher musste sie sich vorerst mit Rang 27 und einem Rückstand von 3,24 Sekunden auf die Führende und spätere Weltmeisterin, Katharina Liensberger aus Österreich, zufrieden geben. Für den zweiten Lauf lautete das Ziel bei ihr daher: volle Attacke – „und das habe ich dann auch gemacht“, berichtete Filser hinterher im ZDF-Interview. Der Start verlief nicht ganz nach Wunsch: „Oben bin ich ein bisschen reingestolpert“, sagte sie. Doch es wurde besser: „Der untere Teil war extrem gut gefahren, da habe ich auch die Zeit rausgeholt“, berichtete die sichtlich zufriedene Wildsteigerin. Mit der neuntbesten Zeit im zweiten Lauf schob sie sich dadurch um sieben Plätze auf Rang 20 vor.

Ski alpin: Andrea Filsers WM-Fazit fällt sehr positiv aus

Der Slalom rundete bei Filser die für sie gelungene Weltmeisterschaft von Cortina d’Ampezzo ab. Zuvor hatte sich auch im Parallelslalom (Rang 11) sowie im Riesenslalom (Rang 20) ebenfalls das beste Ergebnis ihrer Rennläuferkarriere erzielt. Absoluter Höhepunkt für Filser war jedoch der Gewinn der Bronzemedaille im Teamwettbewerb. Kein Wunder also, dass sie bei diesen Titelkämpfen „extrem viel Spaß“, hatte. „Die WM war für mich richtig cool“, so Filser. Dennoch gab es von ihr auch (selbst)kritische Worte: Im Frauenteam „fehlt noch ein bisserl die Konstanz“, was den Riesenslalom und den Slalom betreffe. „Aber dafür hatten wir die Konstanz im Riesenslalom“, so Filser abschließend.

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