Triathlon-Bundesliga-Team ProAthletes KTT 01 aus Köln mit Franca Henseleit
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Triathletin Franca Henseleit (rechts) zusammen mit ihren Teamkolleginnen von den „ProAthlets KTT 01“ aus Köln. Das Foto entstand beim Bundesligafinale in Saarbrücken.

TRIATHLON

Franca Henseleit auch ohne Medaille zufrieden

  • Paul Hopp
    VonPaul Hopp
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Gern hätte Franca Henseleit bei ihrer letzten DM im Nachwuchsbereich noch einmal eine Medaille gewonnen. Doch es sollte nicht sein. Die Steingadenerin sieht trotzdem positiv auf den Wettkampf in Jena zurück - und freut sich auf die Zukunft in der Eliteklasse.

Jena/Steingaden – Auf die Medaillengewinnerinnen blickte Franca Henseleit gänzlich ohne Neidgefühle. „Die Mädels in der Führung haben sich diese völlig verdient erkämpft“, teilte die Triathletin aus Steingaden mit. Bei der deutschen Meisterschaft für den Triathlon-Nachwuchs in Jena hatte Henseleit den achten Platz belegt. Klar wollte die 18-Jährige bei ihrer letzten DM in der Juniorinnen-Klasse noch einmal ganz vorn landen.

Doch der Rennverlauf kam ihr nicht entgegen. Henseleit, 2018 und 2019 deutsche Meisterin in der A-Jugend, nahm es sportlich: Unter den gegebenen Umständen war es „für mich ein gutes Rennen, und ich bin auch zufrieden“. Sie habe alles versucht und gegeben: „Damit kann ich die Saison gut ausklingen lassen.“

Bei der DM ging es auch um Tickets für die Junioren-WM im Oktober auf den Bahamas. Die erlebt Franca Henseleit nun nur aus der Ferne. Doch auch diesbezüglich hegt sie keinen Groll. „Ich freue mich schon sehr auf den 17. Oktober, ihre Rennen im Fernsehen zu verfolgen“, sagt sie mit Blick auf Jule Behrens (1. Platz), Julia Bröcker (2. Platz) und Sophia Weiler (3. Platz).

Simon Henseleit in der Super League

Der Olympiapark in München ist am Sonntag, 12. September, erstmals Schauplatz eines Wettkampfs der „Super League Triathlon“. Simon Henseleit aus Steingaden hat für das Event in der Landeshauptstadt eine Wildcard bekommen. In München absolvieren die Athleten erst ein Zeitfahren auf dem Rad. Gemäß der Platzierung und der Zeitabstände starten sie dann in ein Verfolgungsrennen (je zweimal Schwimmen 300 Meter/Radfahren 3,6 Kilometer/Laufen 1,8 Kilometer), wobei Athleten, die zu weit zurückliegen, jeweils ausscheiden. Die „Super League Triathlon“ umfasst in diesem Jahr vier Wettbewerbe; München ist nach London die zweite Station. Die weiteren Wettkämpfe finden auf der Kanalinsel Jersey (18. September) und in Malibu (25. September) statt.

Im Schwimmen (750 Meter) war Henseleit ganz vorn dabei – nach 11:20 Minuten stieg sie aus dem Wasser. Ihr war klar: Aufgrund ihres Leistungsrückstands beim Laufen (wegen diverser Verletzungsprobleme) hat sie nur eine Medaillenchance, wenn sie sich auf dem Rad (20 Kilometer) in einer kleinen Gruppe absetzen kann. Zunächst sah es aus, als sollte es klappen. Mit vier Konkurrentinnen bildete sie die Spitze. Doch da der Kurs flach war und kaum schwierige Kurven hatte, war es „unmöglich, der großen Verfolgergruppe standzuhalten“, berichtete Henseleit. Sie absolvierte den Radsplit in 34:52 Minuten. In einer großen Gruppe ging es in die Wechselzone – und zum abschließenden 5-Kilometer-Lauf. „Eine reine Lauf-Entscheidung war natürlich nicht, worauf ich gehofft hatte.“ Die Steingadenerin musste einige Athletinnen, allen voran die amtierende Europameisterin Behrens, ziehen lassen. Doch Henseleit kämpfte und arbeitete sich in einem langen Zielsprint noch auf Platz acht. Ihre Laufzeit betrug 15:49 Minuten.

Triathlon macht Spaß – auch in Schwarz-Weiß: Franca Henseleit (Zweite von rechts) und einige Kolleginnen im Zielbereich der Nachwuchs-DM in Jena.

Ursprünglich hätten die Nachwuchsmeisterschaften heuer im Juli in Schongau stattfinden sollen. Doch witterungsbedingt mussten sie ausfallen (wir berichteten). Für Franca Henseleit ist die Saison nun vorbei, eine kleine Pause ist angesagt. Künftig startet sie bei der U23 im Elitefeld der Frauen, erlebt dabei neue Rennen und Konkurrentinnen. „Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächste Zeit“, sagt die 18-Jährige. Mit Podestplätzen in der Bundesliga und dem Einzug ins A-Finale bei der Junioren-EM (21. Platz) sowie dem achten Rang bei der DM hat Franca Henseleit heuer überzeugende Resultate erreicht.

Den jüngsten Trainingsblock konnte sie verletzungsfrei absolvieren. „Es ist einfach so schön zu sehen, wie sich mein Körper langsam wieder an die Trainingsumfänge gewöhnt und anpasst“, berichtete Henseleit. Gerade im Laufen „weiß ich, dass dort momentan noch einiges fehlt, um wieder vorne mitlaufen zu können, doch allein die Entwicklung der letzten Wochen war für mich ein großer Schritt in die richtige Richtung“.

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