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Für Dominik Bittner hat sich Wechsel nach Wolfsburg ausgezahlt

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Von: Roland Halmel

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Leitwolf bei den Grizzlys: Der Peißenberger Dominik Bittner hat sich in Wolfsburg zu einem Führungsspieler gemausert. Vergangenen November feierte er seine Premiere im Nationalteam.
Leitwolf bei den Grizzlys: Der Peißenberger Dominik Bittner hat sich in Wolfsburg zu einem Führungsspieler gemausert. Vergangenen November feierte er seine Premiere im Nationalteam. © city-press ghmh

Eishockey-Profi Dominik Bittner spielte seine erste Saison in Wolfsburg und zieht ein positives Fazit. Der Peißenberger spielte sich sogar in die Nationalmannschaft.

Peißenberg/Wolfsburg – Viele Profisportler treibt in der Coronakrise die Sorge um, wie es mit ihnen beruflich weitergeht, wenn der Vertrag ausläuft oder der eigene Verein in finanzielle Probleme geraten sollte. Für Dominik Bittner ist die Situation nicht ganz so schlimm: Der Eishockey-Profi aus Peißenberg hat bei den Wolfsburg Grizzlys bis Ende der kommenden Saison einen gültigen Vertrag. Zudem hat der DEL-Klub mit dem Volkswagen-Konzern einen potenten Hauptsponsor im Hintergrund, der trotz der Schwierigkeiten im Automobilsektor die Krise überstehen sollte.

Bittner und Casto mit der meisten Eiszeit

Von Krise konnte bei dem 27-jährigen Verteidiger in der vergangenen Saison, die bekanntlich nach der Hauptrunde abgebrochen wurde, nicht die Rede sein. Nach seinem Wechsel von den Schwenninger „Wild Wings“ nach Wolfsburg fand Bittner sehr schnell seine Rolle im Team der „Grizzlys“. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und habe mich schnell in die Mannschaft eingefunden“, sagt der Peißenberger, der in der Mannschaft von Trainer Pat Cortina, der Bittner schon in Schwenningen betreute, rasch in Tritt kam. Sowohl bei Über- als auch Unterzahlspielen seines Teams kam er zum Einsatz. „Zusammen mit meinem Verteidigerpartner Chris Casto hatte ich die meiste Eiszeit im Team“, berichtet Bittner, der in 48 Spielen acht Tore erzielte und acht Beihilfen leistete.

Die guten Leistungen des Peißenbergers blieben auch Nationaltrainer Toni Söderholm nicht verborgen. Er berief den Abwehrmann, der bei den Adlern Mannheim groß wurde, in den Kader des „Deutschland Cup“, bei dem die DEB-Auswahl durchaus zu überzeugen wusste. Beim 4:3-Erfolg gegen Olympiasieger Russland legte Bittner sogar den Siegtreffer auf. Nicht zuletzt deshalb durfte er sich berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Eishockey-WM machen, die für Mai in der Schweiz geplant war, in der Zwischenzeit aber abgesagt wurde. „Das ist schon schade, aber die Entscheidung war absolut verständlich“, so Bittner, der die Enttäuschung darüber inzwischen verdaut hat.

Bittner schon wieder im Aufbautraining

Sein Blick geht schon wieder in Richtung kommende Saison. Nach einer kurzen sportlichen Pause, während der er seine Akkus aufgeladen hat, befindet sich der 27-Jährige bereits im Aufbautraining mit Laufeinheiten im Wald und Übungen zu Hause. „Ich mache Stretching und habe mir ein paar Gewichte besorgt. Damit bin ich im Gästezimmer aktiv“, sagt Bittner, der aufgrund des eng gedrängten Zeitplans in der abgelaufenen Saison – die Grizzlys erreichten in der Hauptrunde Rang neun – auf einen Besuch in der Heimat verzichten musste. „Über Weihnachten waren meine Eltern dafür in Wolfsburg“, erzählt der Peißenberger, der hofft, dass die Einschränkungen durch die Pandemie irgendwann ein Ende haben. „Das Team will eigentlich Ende April mit dem gemeinsamen Training starten. Ich glaube eher nicht, dass das hinhaut“, so Bittner, der sich auf eine längere Phase des Einzeltrainings einstellt.

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