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Tritt ab: Wolfgang Salzmann ist nicht mehr Trainer der FA Schongau

Trainer-Wechsel in der A-Klasse 8

Salzmann nicht mehr Schongau-Coach

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Fußball-A-Klassist TSV Schongau zieht die Reißleine, trennt sich von Trainer Wolfgang Salzmann. Sein Nachfolger steht schon in den Startlöchern.

Schongau – Es hatte sich bereits seit ein paar Wochen angedeutet, jetzt ist es passiert. Nach der miesen Hinserie in der A-Klasse 8 hat sich der TSV Schongau von Trainer Wolfgang Salzmann getrennt. Nach einem intensivem Gespräch am Montagabend einigten sich TSV-Fußballerchef Hannes Waldmann und Salzmann auf ein Ende der Zusammenarbeit. „Der entscheidende Impuls zur Trennung ist letztlich von Wolfgang ausgegangen. Er hatte das Gefühl, einige Spieler nicht mehr zu erreichen und die Mannschaft vielleicht einen neuen Impuls braucht“, sagt Waldmann.

Unter der Regie Salzmanns erlebten die Schongauer, die im Frühsommer aus der Kreis- in die A-Klasse abgestiegen waren, eine desaströse erste Saisonhälfte. Die Zahlen des Grauens: Aus 14 Spielen holte der TSV nur zwölf Punkte, schoss magere 14 Tore. Negativer Höhepunkt war das 0:0 gegen Schlusslicht TSV Finning II, das seinen bisher einzigen Punkt in dieser Spielzeit ausgerechnet gegen Schongau holte.

Tabellenkeller statt Top-5

Waldmann: „Wir sind weit von dem entfernt, was wir uns vor der Saison erwartet haben. Es war klar, dass wir nicht sofort ganz oben mitspielen würden. Aber ein Platz unter den Top-5 sollte es eigentlich schon sein.“

Dieser Erwartungshaltung hinken die Schongauer meilenweit hinterher. Böbing, das auf dem angepeilten fünften Platz rangiert, hat doppelt soviele Punkte auf dem Konto wie der TSV, der auf Rang zehn überwintert. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt aktuell nur drei Zähler. „Wir wehren uns aber dagegen, nur den Trainer für die schlechte Bilanz verantwortlich zu machen. Die Mannschaft muss sich selbst an die Nase fassen. Sie hat einen großen Teil zur aktuellen Misere beigetragen. Mit der Leistung eines Großteils der Spieler sind wir auch definitiv nicht zufrieden. Aber wie immer in solchen Situationen ist der Trainer letztlich das schwächste Glied in der Kette. Den Spielern muss aber klar sein, dass es nur aufgrund des Trainerwechsels jetzt nicht von alleine läuft.“

Neuer Coach hat Stallgeruch

Nun soll es ein neuer Mann an der Seitenlinie richten – und es ist ein alter Bekannter. Einer mit Stallgeruch! Peter Mahl, der früher selbst beim TSV kickte und vor ein paar Jahren die zweite Mannschaft der Schongauer coachte, übernimmt das Amt der Cheftrainers. Waldmann: „Es war uns wichtig, einen Coach zu finden, der die Mannschaft und auch das Innenleben der Abteilung bestens kennt. In unserer Situation geht es nicht nur darum, das Team sportlich wieder auf Trab zu bringen, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft wieder zu stärken. Mit Peter Mahl haben wir den optimalen Mann für diese Aufgabe gefunden.“

Um die TSV-Fußballer auf Vordermann zu bringen und kurzfristig auch vor dem erneuten Abstieg zu retten, bekommt Mahl, der die Schongauer eigentlich erst zur neuen Saison übernehmen sollte, auch genügend Zeit. Er einigte sich mit dem Verein auf eine Zusammenarbeit bis zum Ende der Spielzeit 2019/20.

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