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Der Blick geht nach vorn: Andrea Filser hat sich im DSV-Team in einer internen Qualifikation einen Startplatz für den Weltcup-Auftakt in Sölden erkämpft.
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Der Blick geht nach vorn: Andrea Filser hat sich im DSV-Team in einer internen Qualifikation einen Startplatz für den Weltcup-Auftakt in Sölden erkämpft.

SKI ALPIN

Gelassen und hoch motiviert zugleich - Andrea Filser möchte sich im Weltcup etablieren

An diesem Wochenende startet auch die neue Saison im Alpinen Ski-Weltcup. Mit dabei in Sölden ist die Wildsteigerin Andrea Filser.

Wildsteig/Sölden – An diesem Samstag geht es los im alpinen Ski-Weltcup mit dem traditionellen Eröffnungsrennen, dem Riesentorlauf der Frauen in Sölden. Mit dabei, wie zuletzt 2018, ist die Wildsteigerin Andrea Filser. Es wird wohl der Start in eine sehr spezielle Rennsaison, in der Ruhe, Akzeptanz und anhaltende Motivation ein wichtiger Schlüssel sein werden. Drei Qualitäten, die Filser in den vergangenen Jahren hat heranreifen lassen.

Genau vor zwei Jahren, beim Auftakt 2018, stand Filser zuletzt bei einem Weltcup-Riesentorlauf am Start. „Ich freue mich sehr über die Nominierung für heute“, sagt Filser. „Sie zeigt mir, dass es sich gelohnt hat, dran zu bleiben und immer weiter an mir zu arbeiten.“ Nach zahlreichen Verletzungen und harten, oft selbst organisierten Trainingsjahren, ist die 27-Jährige seit diesem Frühjahr wieder fixer Bestandteil des Technikteams der deutschen Ski-alpin-Frauen. Während der Herbstlehrgänge wurde eine interne Qualifikation für den Start am Rettenbachferner ausgefahren, und Filser hat in der Ausscheidung ihre Chance genutzt.

Frühjahr für konditionelle Grundlagen genutzt

Das Saisonziel der Wildsteigerin ist, „sich im Weltcup zu etablieren“. Dass die Serie heuer wegen Corona anders verlaufen wird, ist jetzt schon klar. Die Rennen der Frauen und Männer in Sölden wurden vorverlegt, Zuschauer sind keine dabei. Der Gletscher gehört exklusiv den Rennläufern und ihrem direkten Umfeld (Betreuer, Organisation, Medien). „Es ist schade, dass die Kulisse anders sein wird, aber das ist zu akzeptieren. Wichtig ist, dass wir Rennen fahren können“, sagt Filser gelassen. Eine Situation annehmen, wie sie ist, Ruhe bewahren und motiviert bleiben, das hat sie angesichts vieler Verletzungen gelernt. „Die Situation ist für alle gleich, wir müssen uns öfter testen lassen; ansonsten aber auch nur Maske tragen und Abstand halten wie alle anderen.“

Bereits die Vorbereitungszeit war für die Wildsteigerin anders als sonst. Die Coronazeit im Frühjahr verbrachte sie zu Hause und nutzte sie für die konditionellen Grundlagen. „Dann bin ich wirklich gut über den Sommer gekommen und fühle mich gut vorbereitet“, sagt sie selbstbewusst. „Außerdem bin ich sehr motiviert und freue mich, dass es losgeht.“ Der leicht verfrühte Saisonstart, fehlende Schneetage oder zu wenig Zeit zum Testen – all das sind keine Themen für Filser. „Zum einen hatte ich Glück, mein Material stand schon vor der Coronapause, zum anderen stehen wir alle vor den gleichen Problemen.“

Ihre Gelassenheit und Akzeptanz der Situation sind ansteckend. Sicher auch für jene Fans, die sie gerne vor Ort angefeuert hätten, und jetzt von der Couch aus ihre guten Gedanken schicken, damit Filser ihr Ziel, sich unter den Besten ihres Sports zu etablieren, erreicht.

von Kathrin Ebenhoch

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