Nicht nur im Sommer schnell: Michael Fichtl (l.) und Peter Vogt (hier als Duo beim Team-Stundenlauf 2019 in Obersöchering) überzeugten beim Silvesterlauf in Kempten. Für beide war es der erste Wettkampf nach mehreren Monaten. Foto: Paul Hopp
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Nicht nur im Sommer schnell: Michael Fichtl (l.) und Peter Vogt (hier als Duo beim Team-Stundenlauf 2019 in Obersöchering) überzeugten beim Silvesterlauf in Kempten. Für beide war es der erste Wettkampf nach mehreren Monaten.

Leichtathletik

Gelungenes Wettkampf-Comeback: Peter Vogt und Stefan Fichtl in Kempten im Vorderfeld

  • Paul Hopp
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Es war der erste Wettkampf nach Monaten für Läufer aus dem Landkreis: Und der Silvesterlauf in Kempten endete für sie auch noch erfolgreich. Zwei Männer waren vorn dabei, Heidi Höfler wurde sogar Zweite.

Kempten – Allzu viele Niederschläge gingen in diesem Winter bislang nicht hernieder. Ausgerechnet vor dem Tag, an dem Peter Vogt und Stefan Fichtl ihren Start beim „Georg Hieble Silvesterlauf“ in Kempten absolvieren wollten, gab es in der Nacht leichten Schneefall. Der Rundkurs, der vom und zum Stadion an der Iller entlangführt, war somit rutschig. Doch Vogt machte ob des Untergrunds kein großes Aufheben: „Es war nicht so schlimm.“ Der Rottenbucher und sein Hohenfurcher Kollege vom „Team Schönegger Käsealm“ waren auf der 5-Kilometer-Distanz trotzdem flott unterwegs. Für Vogt stoppte die Uhr nach 17:51 Minuten, Fichtl kam nach 18:55 Minuten an. Mit ihrer Leistung waren beide „schon sehr zufrieden“, berichtete Vogt. „Es hat gepasst.“ Für beide war es der erste Auftritt nach monatelanger Zeit der Wettkampf-Abstinenz.

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr so gut wie alle Läufe in der Region verhindert. Als regelmäßige Gäste von derlei Veranstaltungen waren so auch Vogt und Fichtl in einer Zwangspause. Im April nahm Vogt noch an einem virtuellen Spendenlauf („Wings for Life World Run“) teil. Dieser Art von Rennen, bei denen die Teilnehmer auf selbst gewählten Strecken bestimmte Distanzen laufen und die Ergebnisse übermitteln, kann er nicht ganz so viel abgewinnen. Aufgrund unterschiedlicher Streckenprofile sei keine echte Vergleichbarkeit gegeben, so der Rottenbucher. Während des Jahres war der Vater dreier Kinder noch mit einem Umzug beschäftigt. Die Motivation fürs Laufen „war nicht so da“, berichtet Vogt. Die Hoffnung, dass im Herbst wieder Läufe stattfinden, erfüllte sich nicht. Für den Panoramalauf der LG Staffelsee-Murnau im Oktober hatten sich Vogt und Fichtl schon angemeldet. Kurzfristig musste der Wettbewerb dann wegen Corona aber abgesagt werden. Ab November, erzählt Vogt, „habe ich wieder angefangen, mehr zu laufen“. In seinem Fall heißt das: Fünf Einheiten die Woche mit insgesamt bis zu 60 Kilometern. Und auch Fichtl, zwischendurch krankheitsbedingt ausgebremst, schraubte sein Pensum nach oben. Der Silvesterlauf in Kempten kam als Comeback-Möglichkeit gerade recht.

Wettkampf unter Corona-Bedingungen

Im August hatte das Fachgeschäft „Laufsport Saukel“ schon gezeigt, dass es einen Wettkampf organisieren kann, der den Corona-Bestimmungen Rechnung trägt. Der Silvesterlauf wurde nun im gleichen Format ausgetragen. Über eine Zeit von knapp zwei Wochen können Läufer eine bestimmte Distanz absolvieren. Letzte Möglichkeit war nun an Dreikönig. Jeden Tag ist über mehrere Stunden eine Zeitnahme aufgebaut, die Messung erfolgt über in der Startnummer integrierte Chips. Die Abholung der Startnummern am Geschäft wurde so organisiert, dass sie kontaktlos erfolgte. Es ist möglich, die Strecke bis zu fünfmal zu laufen und die Zeit eintragen zu lassen; gewertet wird das beste Ergebnis.

499 Männer und 532 Frauen über fünf Kilometer

Vogt und Fichtl absolvierten den Fünf-Kilometer-Lauf einmal – und platzierten sich unter den Besten. Vogt wurde mit 17:51 Minuten Dritter in der M35-Klasse und landete unter 499 Männern auf dem 30. Gesamtplatz. Fichtl (18:55) wurde Siebter in der M35-Klasse; insgesamt sprang für ihn der 54. Rang heraus. Ganz vorn hatten zwei Athleten die gleiche Zeit: Triathlet René Höchenberger (24) und Johannes Hillebrand (41) kamen jeweils auf 15:45 Minuten. Schnellste unter 532 Frauen war Charlotte Heim (18:04). Ein beachtliches Resultat erzielte auch Heidi Höfler (Concordia Burggen): Mit der Zeit von 22:55 Minuten belegte sie in der W40 den zweiten Rang. Zum Klassensieg fehlten ihr sechs Sekunden. Insgesamt landete sie an der 36. Stelle.

Die 10 Kilometer liefen 877 Frauen und Männer. Für die Top-Zeiten sorgten Kevin Key (30:43) und die frühere Top-Leichtathletin Corinna Harrer (36:58). Letztere gewann 2013 bei der Hallen-EM in Göteborg Silber über 3000 Meter. Bei Olympia 2012 verpasste sie über die 1500 Meter (4:05,70 Minuten) nur um 23 Hundertstel das Finale.

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