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Misst sich mit der internationalen Konkurrenz: Korbinian Heiland startet am Montag bei den Junioren-Weltmeisterschaften.

Großer Erfolg für Peitinger: Langläufer Korbinian Heiland startet bei Heim-WM

Korbinian Heiland tritt am Montag gegen internationale Konkurrenz an. Für die Junioren-Weltmeisterschaft in Oberwiesenthal hat der Langläufer aus Peiting ein genaues Ziel vor Augen.

Peiting – In Oberwiesenthal (Sachsen) starten dieses Wochenende die Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften in Langlauf, Nordischer Kombination und Skisprung. Mittendrin ist Langläufer Korbinian Heiland. Für den Peitinger ist es der erste WM-Auftritt – mit der Teilnahme hat er sein großes Saisonziel erreicht.

Heiland, der 2001 geboren wurde, gehört heuer zum jüngsten Jahrgang. So gesehen ist die Qualifikation ein richtig toller Erfolg. Doch von Euphorie oder übertriebenem Stolz ist der 18-Jährige weit entfernt. „Klar bin ich stolz, dass ich es geschafft habe, aber es ist nur ein erster Schritt auf einem langen Weg“, analysiert er trocken.

Abgeklärt verfolgt der Peitinger seine Ziele

Theoretisch hat Heiland nun die Chance, insgesamt fünf Mal bei den Titelkämpfen anzutreten. Diesen Winter als einer der Jüngsten, kommenden als etablierter Junior und dann noch drei weitere Jahre in der U23. „Es ist schon cool, dass ich jetzt schon dabei bin und mir alles für die kommenden Jahre anschauen kann.“

Der Peitinger wirkt abgeklärt, weiß, dass man sich im Ausdauersport jeden Schritt erarbeiten muss und keinen überspringen kann. Ein Überraschungsergebnis durch einen Top-Tag oder ein bisschen Glück im richtigen Moment ist im Langlauf quasi unmöglich.

Bescheiden und realistisch: Korbinian Heilands Ziel sind die Top-15

Daher ist Heilands Ziel für sein Junioren-WM-Rennen am kommenden Montag bescheiden und realistisch gesteckt: Er möchte auf den zehn Kilometern in der klassischen Technik unter die Top-15 kommen. Denn eben dort war er in den heurigen Kontinentalcup-Rennen auch schon zu finden.

Überhaupt hat es Heiland die klassische Technik angetan. „Ich kann das einfach besser, bin entspannter als beim Skating“, sagt er. Wobei er sich auch im Skating nicht verstecken muss. Bei der Junioren-WM allerdings, wo nur wenige einen Startplatz ergattern, bekommt der Peitinger seine Chance im klassischen Stil. „Mir wäre ja lieber gewesen, wenn die 30 Kilometer klassisch gewesen wären, aber ich nehm’ auch die zehn“, sagt der 18-Jährige, bei dem das Motto „je länger desto lieber“ gilt.

Hoffen auf Schnee

So hofft er auch, dass der für Oberwiesenthal angesagte Schnee tatsächlich fällt, und die Einzelrunde noch etwas verlängert werden kann: „Momentan sind es nur 2,5 Kilometer, je nach Witterung wird sie noch verlängert.“ Und müsste dann weniger oft absolviert werden. Prinzipiell sei es aber egal.

Auch das Thema Heim-WM ist Heiland nicht wichtig. „Es ist zwar nett, wenn man alles schon kennt, aber man sollte sich eh nirgends beeindrucken lassen“, meint Heiland gelassen. Druck macht er sich keinen, auch von den Trainern kommt keiner. Trotzdem will Heiland in Oberwiesenthal natürlich seine beste Leistung abrufen. Denn dann kommt auch ein Ergebnis raus, mit dem er beim ersten großen Auftritt zufrieden ist – und auf dem er dann für die Zukunft aufbauen kann.

Seit Jahren ehrgeizig

Der Erfolg von Korbinian Heiland kommt im Übrigen nicht überraschend. Die “Schongauer Nachrichten“ berichten schon seit Jahren über den Langläufer. Zum Beispiel von Bronze bei der Deutschen Meisterschaft 2017, einer starken Saison 2015/2016 und Erfolgen beim DSV-Schülercup in der Saison 2014/2015.

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