Andrea Filser aus Wildsteig.
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Andrea Filser aus Wildsteig.

SKI ALPIN

Gutes Gefühl trotz schwieriger Vorbereitung - Andrea Filser startet bei Weltcup im finnischen Levi

Nach einem Monat Pause stehen für Andrea Filser dieses Wochenende gleich zwei Rennen an. Sie startet bei zwei Weltcup-Slaloms im finnischen Levi.

Wildsteig/Levi – Einen Monat hatten Andrea Filser und die anderen Ski-Asse nach dem Weltcupstart mit dem Riesenslalom in Sölden Pause. An diesem Wochenende steht im finnischen Levi der erste Slalom der Saison an. Los geht es diesen Samstag um 10.15 Uhr. Der zweite Slalom folgt nur einen Tag später. Am Sonntag beginnt der erste Lauf ebenfalls um 10.15 Uhr. 2012 hat die Wildsteigerin Filser hier ihr Weltcup-Debüt im Slalom gegeben. Heute, acht Jahre später, hat sie wieder ein gutes Gefühl.

„Wir konnten Anfang der Woche drei Tage in Sölden super Slalom trainieren, ich fühle mich gut.“ Zuvor war die 27-Jährige mit ihren Kolleginnen aus der Nationalmannschaft bei zwei FIS-Slaloms an der Diavolezza in der Schweiz unterwegs. Einen Slalom beendete sie nicht, einmal kam sie als Elfte ins Ziel. Es war eine der ganz wenigen internationalen Vergleichsmöglichkeiten in dieser durch Corona geprägten Vorbereitung.

Hygienemaßnahmen werden penibel eingehalten

Denn das Virus beeinträchtigt nicht nur unser aller Alltag, sondern auch die Trainingsrealitäten der Spitzensportler. Sie dürfen zwar trainieren, von einer normalen Vorbereitung kann aber kaum die Rede sein. „Die Regeln sind streng, wir haben viele Tests, oft die Masken auf und sind immer auf Abstand“, berichtet Filser. Die Hygienemaßnahmen werden penibel eingehalten. „Um Risiken für eine potenzielle Infektion tunlichst zu vermeiden“, erklärt Bundestrainer Jürgen Graller. Die Infektionsprävention ist für Spitzensportler während der Rennsaison immer ein wichtiges Thema, 2020 umso mehr.

„Aber schön langsam haben wir uns auch daran gewöhnt“, sagt Filser abgeklärt. Sie ist wie ihre Teamkolleginnen und Trainer glücklich, überhaupt trainieren zu dürfen und Wettkämpfe bestreiten zu können. „Wir haben wirklich viel Freude am Skifahren“, sagt Graller, mit Blick auf sein siebenköpfiges Levi-Team. Bei den Erwartungen an seine Mädels stapelt der Österreicher allerdings noch tief: „Es geht vor allem darum, die Scheu vor dem Weltcup zu verlieren und zu lernen, was dort gefordert wird.“ Was gefordert ist, weiß Filser genau. Schließlich kann sie schon auf einige Weltcupstarts zurückblicken und konnte sich im Slalom auch schon für die besten 30 qualifizieren. Ohne Scheu wird das sicher wieder klappen, vielleicht ja schon dieses Wochenende im hohen Norden.

VON KATHRIN EBENHOCH

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