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Schrei-Wurf: Schongaus Timo May feuert den Ball Richtung Tor – und einen Urschrei hinterher. 

Großer Kampf nicht belohnt

Spitzenreiter zu stark für Schongau

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Die Überraschung blieb aus. Am Tabellenführer bissen sich die Schongauer Handball-Herren die Zähne aus. Außerdem gab‘s eine Rangelei.

Schongau – In eigener Halle mussten sich die Mannen von Interimscoach Ralph Konstantin der HSG Isar-Loisach klar mit 21:30 (12:14) beugen. „Die Leistung war ordentlich, leider hat uns aber in der einen oder anderen Situation an der nötigen Ruhe und Cleverness gefehlt“, urteilte Konstantin. „Unser Ziel war es den Favoriten zu ärgern, das ist uns 40 Minuten lang gelungen“, resümierte der TSV-Coach.

Die zahlreichen Zuschauer sahen in der ersten Hälfte eine sehr intensive und temporeiche Partie. Die Gäste bewiesen mehrfach ihre Qualitäten und nahmen die Schongauer Defensive spielerisch auseinander. Die HSG setzte sich so schnell mit drei bis vier Toren ab, da sich die Lechstädter einige überhastete Abschlüsse und ein paar unnötige Ballverluste leisteten. Zudem scheiterten die Schongauer mehrfach in guter Position am starken Gästetorhüter.

Die Hausherren ließen sich trotz des Rückstands nicht beirren. Mit viel Kampf hielten sie dagegen. Das zahlte sich auch aus. Routinier David Schmoldt schnürte in der Schlussphase der ersten Hälfte einen Dreierpack, mit dem er sein Team fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff bis auf zwei Tore an die HSG heranbrachte. „Da ist noch alles drin“, zeigten sich die Schongauer in der Kabine zuversichtlich.

Zweimal Rot nach Rangelei

Da war der Wunsch der Vater des Gedanken. Die TSV-Herren leisteten sich zu Beginn der zweiten Hälfte gleich drei technische Fehler, was den Rückstand wieder auf vier Tore anwachsen ließ. Im Anschluss wurde es zunehmend hektisch. Timo May und Florian Seemann von den Gästen lieferten sich eine Rangelei, woraufhin beide den roten Karton (35.) sahen. Dennoch wehrten sich die Hausherren in der Folge nach Kräften. Bis zum 15:17 (40.) blieben die TSV-Männer dran, dann spielte der Spitzenreiter seine Klasse aus. Die Schongauer mussten im Anschluss zunehmend dem kräfteraubenden Spiel Tribut zollen. Spätestens beim 18:26 (54.) war die Partie gelaufen. Der Platzverweis für Pascal Mudrack (55.) wenig später, war so nicht mehr spielentscheidend.  

Statistik

Spieler und Tore: Christian Miller-Göttlicher 6, David Schmoldt 4, Timo May 3/1, Markus Konstantin 3, Matthias Sliwa 2, Pascal Mudrack 1/1, Yanis Lang 1, Valentin Konrad 1, Thomas Namdar, Sepp Thiermeyer, Pascal Spanidis, Torsten Schweiger; Tor: Florian Schweigart, René Finsterwalder.

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