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„Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben"

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Neuer Mann: Mario Scheffler trainiert jetzt die Handball-Herren des TSV Schongau. fkn
Neuer Mann: Mario Scheffler trainiert jetzt die Handball-Herren des TSV Schongau. fkn

Schongau - Mit einem neuen Trainer gehen die Handball-Herren des TSV Schongau die neue Saison nach dem Aufstieg in die Bezirksliga an. Wir sprachen mit ihm über Team, Trainerphilosophie und Torwartsorgen.

Der 50 Jahre alte Mario Scheffler, der in Kaufbeuren wohnt und als Berufssoldat in Altenstadt stationiert ist, traut seiner jungen Truppe in der neuen Liga einiges zu.

Herr Scheffler: Wie ist Ihr Eindruck vom Team?

Ich war über Pfingsten im Urlaub und bin gerade dabei, mir einen Eindruck zu machen. Was ich bisher gesehen habe, gefällt mir ganz gut. Wir haben aktuell zwischen 12 und 14 Leute im Training, und die sind voll bei der Sache.

Wie schaut Ihr Plan für die Vorbereitung aus?

Bis zur Hallenschließung Anfang August trainieren wir zweimal die Woche. Auf dem Programm steht dabei vor allem Ausdauer. Ab Mitte August beginnt dann die heiße Phase mit spielerischen und taktischen Themen. Dazu wird es auch noch ein Trainingslager geben.

Wie lautet Ihre Trainerphilosophie, wie wollen Sie die Mannschaft spielen lassen?

(lacht) Training ist bei mir kein Zuckerschlecken. Ich erwarte, dass die Mannschaft das umsetzt, was ich vorgebe. Ich will schnellen, attraktiven Handball spielen lassen. Das hat die Mannschaft weitgehend schon gemacht, das gilt es, jetzt noch zu verfeinern. Ich denke, wir müssen die Abwehr noch etwas stabilisieren und ein paar Varianten trainieren, um auf die unterschiedliche Spielweisen der Gegner reagieren zu können.

Apropos Gegner: Kennen Sie die Bezirksliga und wie stufen Sie die Liga ein?

Ich kenne die Liga aus meiner Trainerzeit in Biessenhofen, dort habe ich ja bis zur vorletzten Saison trainiert. Es hat sich dort nicht so viel getan. Ich denke, die Schongauer können im vorderen Drittel mitspielen und glaube, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Schwierig einzuschätzen sind nur die vielen zweiten Mannschaften. Da weiß man nie, ob die mit einer ganz jungen oder eher alten Truppe auflaufen.

Jetzt zum Kader: Im Tor gab es in der vergangenen Saison einige Verletzungssorgen. Wie sieht es da aktuell aus?

René Finsterwalder wird wohl bis zum Saisonstart wieder fit. Zusammen mit Alex Gerbig als Torhüterteam sind wir dann gut aufgestellt.

Nun zu Ihnen: Was haben Sie im Handball bisher so alles gemacht?

Ich habe 1973 in der DDR, genauer gesagt in Sachsen, mit dem Handballsport begonnen und habe dort zuletzt 2. Liga gespielt. Nach der Wiedervereinigung spielte ich unter anderem in Calw in der Verbandsliga. In Calw habe ich dann auch trainiert. Über verschiedene Stationen bin ich dann nach Biessenhofen gekommen. Vorletztes Jahr habe ich dort aus beruflichen Gründen aufgehört.

Gegen Ihr ehemaliges Team Biessenhofen spielen jetzt auch die Schongauer. Was machen Sie bei den direkten Vergleichen?

Ich werde sicher nicht im Vorraum bleiben und Kaffee trinken, sondern ganz normal auf der Bank coachen. Ich bin im Guten von Biessenhofen geschieden und freue mich schon auf die Duelle.

Interview: Roland Halmel

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