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Henseleits ziehen positives WM-Fazit und sind hungrig auf mehr

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Von: Phillip Plesch

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Simon und Franca Henseleit aus Steingaden sind zufrieden mit ihren WM-Auftritten (Archivbild).
Simon und Franca Henseleit aus Steingaden sind zufrieden mit ihren WM-Auftritten (Archivbild). © BTV

Franca und Simon Henseleit aus Steingaden sind zufrieden von der Triathlon-WM zurückgekehrt. Für Simon steht heuer noch ein weiteres Highlight an.

Steingaden – Die Triathlon-WM 2019 in Lausanne ist Geschichte. Am Montagabend kamen Franca und Simon Henseleit aus Steingaden wieder nach Hause. Leicht angeschlagen, aber glücklich, denn beide waren mit ihrem Auftritt auf internationaler Ebene zufrieden. Auf ihren Erfolgen ausruhen, ist für die beiden aber nicht angesagt. Direkt nach den Rennen hatten die Triathleten auf Instagram gepostet: „Hungry for more“, zu deutsch: hungrig auf mehr.

„Das war erst der Anfang“, sagt Simon Henseleit. Der 19-Jährige hatte mit Platz zehn sein Ziel erreicht. Nach eigener Aussage hatte er am Wettkampftag nicht die besten Beine und musste vor allem am Berg auf der Radstrecke immer wieder um den Anschluss kämpfen. „Beim Laufen konnte ich mich aber gut quälen“, berichtet er. Aufgrund seiner Leistung nominierte ihn Bundestrainer Faris Al-Sultan für die Mixed-Staffel am Sonntag. Doch der Steingadener verzichtete: Eine Erkältung ließ ihn nicht bei vollen Kräften sein.

Francas Fuß hält beim Laufen

Durch seine Leistungen habe sich der 19-Jährige „in die bestmögliche Ausgangsposition“ für seine Zukunft gebracht. Denn seine Zeit bei den Junioren endet mit dieser Saison. Nun gehört er dem Perspektivkader (dem zweithöchsten hinter dem Nationalkader) an, der von der Deutschen Sporthilfe gefördert wird. Kosten, die für Weltcup-Rennen anfallen, werden zudem vom Verband getragen.

„Gutes Rennen, und der Fuß hat gehalten“, so lautet das Fazit von Franca Henseleit. Aufgrund einer Sprunggelenksverletzung konnte sie im Vorfeld der WM nur sehr eingeschränkt trainieren. Dass dennoch Platz 17 heraussprang, zeigt das Potenzial der 16-Jährigen. Vor allem mit ihrer Leistung beim Schwimmen und Radfahren habe sie das Bestmögliche rausgeholt, so Franca.

Erstes Elite-Rennen für Simon steht an

Dadurch, dass beide bereits am Freitagmorgen ihre Wettkämpfe hatten, blieb anschließend Zeit, die gesamte WM-Stimmung aufzusaugen. Sie schauten sich die Rennen der Profis an und konnten ihre Idole live an der Strecke verfolgen. „Das ist schon nochmal ein anderes Level“, sagt Franca. „Das motiviert, selber dahin zu kommen.“ Fasziniert zeigte sie sich außerdem vom Paratriathlon, dem Wettbewerb der Menschen mit Behinderung. „Das ist beeindruckend, wie die das meistern“, sagt sie.

Für Franca ist die Saison nun beendet. In Absprache mit ihren Trainern habe sie sich dazu entschieden. Es sei wichtiger als alles andere, den Fuß ausheilen zu lassen. So kann sie sich aber auf andere Dinge freuen. Am Dienstag startet für Franca wieder der Schulalltag und sie trifft nach sechs Wochen ihre Kollegen der Trainingsgruppe aus Nürnberg wieder. Zudem steht eine Studienfahrt nach Norwegen an, während der sie ausnahmsweise mal nicht trainieren muss.

Für Simon geht es am 15. September mit einem Supersprint-Rennen in Ihringen (Baden-Württemberg) weiter. Im Rahmen der Super-League startet er am letzten Septemberwochenende auf der Insel Jersey (zwischen Frankreich und Großbritannien). Nur eine Woche später steht für ihn in Alanya (Türkei) sein erster Wettkampf in der Elite-Klasse an.

Gold für Lena Gottwald

Lena Gottwald vom Volllast-TriTeam-Schongau hat bei der Triathlon-WM in Lausanne Gold in der Altersgruppe „20-24 Jahre“ gewonnen. Die 23-Jährige aus dem mittelfränkischen Zirndorf absolvierte die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) in 2:12:44 Stunden. Mit fast fünf Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Grace Hoitink aus Australien, deklassierte die Triathletin aus dem Schongauer Zweitliga-Team die internationale Konkurrenz.

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