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Das Team der Rockets Schongau landete beim „Hockey for Hope“-Benefizturnier auf dem zweiten Platz.

Inline-Hockey

Rockets Schongau bei Benefizturnier auf dem Podest

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Beim „Hockey for Hope“- Turnier landeten die Rockets Schongau auf dem Podest. Für einige Spieler führte das zu einer besonderen Einladung.

Schongau – Es war die bislang größte Auflage des „Hockey for Hope“-Turniers – und die Mannschaft der „Rockets Schongau“ spielte darin eine sehr gute Rolle. Bei dem Inlinehockey-Wettbewerb in der Kaufbeurener Eis-Arena belegten die Schongauer unter 16 Mannschaften den zweiten Platz. Die Teams setzten sich größtenteils aus Eishockeyspielern zusammen, die im Sommer den Belag und die Schuhe wechseln.

„Vergangenes Jahr auf Platz fünf, wollten wir heuer noch besser abschneiden, und schon aus diesem Grund war die Zielsetzung hoch gesteckt“, schreibt Uwe Hofmann, der bei der EA Schongau für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, in einer Mitteilung. Zum Auftakt feierten die Rockets gleich einen Kantersieg. Gegen den österreichischen Zweitligisten Streetboys Linz siegten sie mit 11:2. Im zweiten Gruppenspiel sah es dann aber ganz anders aus. „Die Energie aus dem ersten Spiel war wie weggefegt“, berichtet Hofmann. Gegen die Devils des EC Ulm/Neu-Ulm unterlagen die Rockets mit 0:4.

Inline-Hockey: Rockets Schongau bei Benefizturnier auf dem Podest

Der Ausgang des dritten Gruppenspiels gegen die Skater Union Augsburg entschied über den Einzug ins Viertelfinale. „Die Rockets änderten nun ihre Spielstrategie, und fortan ging es körperbetonter zur Sache“, so Hofmann. Mit 5:2 wurde Augsburg besiegt und Schongau zog als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein. Dort ging es tags darauf gegen die Buron Warriors aus Kaufbeuren, die alle drei Gruppenspiele gewonnen hatten.

Bereits in der ersten Spielminute gelang Kaufbeuren das erste Tor. Der Ausgleich der Rockets ließ nicht lange auf sich warten. Kurz danach gingen sie gar mit 2:1 in Führung. Die Warriors erhöhten nun den Druck. Doch bis zur letzten Spielsekunde sollte die Schongauer Führung Bestand haben. „Mit Abklingen der Schlusssirene war der Puck im Tor der Rockets, doch die Unparteiischen werteten diesen Treffer nicht mehr“, berichtet Hofmann. Mit etwas Glück zog Schongau also ins Halbfinale ein.

Einladung vom Nationaltrainer

Gegen die 99ers Sonthofen/Oberstdorf wurde es aber nicht so spannend. Deutlich setzten sich die Rockets mit 7:1 durch und zogen ins Finale ein. Dort trafen sie auf den tschechischen Verein HC Boskovice, der bis dahin nur zwei Gegentreffer kassiert hatte. Das Endspiel, laut Hofmann mehr als fair, wurde nach dem frühen Treffer der Tschechen auf Augenhöhe geführt. Das zweite Tor für Boskovice konterte Manuel Bartsch (EC Peiting) umgehend mit dem Anschlusstreffer. Mehr als einige Pfosten- und Lattentreffer kamen anschließend nicht mehr zustande, sodass sich der tschechische Klub mit 2:1 den Sieg holte. Neben dem zweiten Platz gab es für einige Schongauer aber noch mehr Grund zur Freude. „Das Spielniveau der Rockets überzeugte selbst den Nationaltrainer, der kurzerhand einige Teammitglieder zum Training der Bayernauswahl einlud“, schreibt Hofmann in der Vereinsmitteilung.

Topscorer für Schongau war Leo Zink mit zehn Punkten (drei Tore), der damit den sechsten Platz in dieser Rangliste belegte. Zum Topscorer des Turniers avancierte Jakub Nemec vom HC Boskovice, der in sechs Partien 17 Punkte (9 Tore) sammelte. Das „Hockey for Hope“ ist zugleich ein Benefizturnier. Heuer kamen den Organisatoren zufolge gut 5000 Euro zusammen, die verschiedenen sozialen Projekten zugutekommen, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern.

Endstand

1. HC Boskovice, 2. Rockets Schongau, 3. 99ers Sonthofen/ Oberstdorf, 4. ERC Strassberg Bulldogs, 5. Deutsche Inline-Nationalmannschaft, 6. Devils Ulm/Neu-Ulm, 7. Buron Warriors, 8. HC Badgers München, 9. Team Beastmode Kassel, 10. Eisbären Weilheim, 11. Skater Union Augsburg, 12. Waging Ducks, 13. IHC Streetboys Linz, 14. Lemmy Krevets Nürnberg, 15. Team Hockey for Hope, 16. EC Feger Kaufbeuren.

von Phillip Plesch

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