Skirennläuferin Nadine Kapfer, hier beim Weltcup in Val d‘Isere im Dezember 2020.
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Rasante Fahrt: Nadine Kapfer, hier beim Weltcup in Val d‘Isere im Dezember 2020.

SKI ALPIN

Nadine Kapfer bei Junioren-WM zu allem bereit

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Skirennläuferin Nadine Kapfer (21) ist für die Junioren-WM in Bansko nominiert worden. Die Peitingerin freut sich auf die Herausforderung - und ist bereit, in allen Disziplinen ihr Können zu zeigen.

Peiting – Sie hatte nur noch diese eine Chance – und Nadine Kapfer nutzte sie. Die 21-jährige Peitingerin ist vom Deutschen Ski-Verband (DSV) für die Junioren-Weltmeisterschaft nominiert worden. „Ich freue mich auf alle Fälle. Es war immer schon mein Ziel, dort dabei zu sein“, sagt die Skirennläuferin. Altersbedingt bestand für Kapfer (Jahrgang 2000) lediglich in diesem Winter noch die Möglichkeit, bei einer Junioren-WM dabei zu sein. Bislang hatte es nicht geklappt, umso schöner also, dass sie diesmal dabei ist.

Ein wenig schade ist, dass bei der Junioren-WM heuer keine Abfahrt im Programm ist. „Das wäre für mich eine Chance mehr“, sagt die Speedfahrerin. Aufgrund vcon Corona wurde der Zeitplan gestrafft, auch die Kombination und der Team-Bewerb fallen 2021 aus. Der Fokus liegt also auf dem Super-G, doch Kapfer steht auch für den Riesenslalom und den Slalom bereit. Würde sie jeweils aufgestellt, „würde ich alles fahren“.

Nadine Kapfer aus Peiting, Skirennläuferin vom SC Garmisch.

Die Titelkämpfe finden in dieser Saison in Bansko (Bulgarien) statt. Dort macht seit einigen Jahren der Weltcup Station. Kapfer selbst war noch nie dort. „Ich kenne es nur aus dem Fernsehen“, sagt die 21-Jährige. Die meisten ihrer Konkurrentinnen, so Kapfers Einschätzung, dürften dort aber auch noch nie gefahren sein. Insofern hat sie also keinen Nachteil. Die Konkurrenz sei schwer einzuschätzen, sagt Nadine Kapfer. Ihr Ziel ist vornehmlich, „richtig gutes Skifahren zu zeigen“. Was das dann in der Ergebnisliste bedeutet, müsse man sehen. Die Knieprobleme, die sie nach ihrem Weltcup-Debüt in Val d’Isere (die Rennen fanden im Dezember statt) plagten, sind vorbei. „Da spüre ich nichts mehr“, sagt die Athletin vom SC Garmisch.

Wegen Corona sind die Teilnehmerfelder limitiert, selbst die Top-Nationen dürfen mit maximal vier Frauen und vier Männern anreisen. Aufgrund der Pandemie sind die Wettbewerbe für Frauen und Männer auch zeitlich getrennt. Die Burschen sind in diesen Tagen an der Reihe. Die U21-Frauen absolvieren ihre Wettkämpfe am 8. März (Super-G), 9. März (Riesenslalom) und am 10. März (Slalom). Das DSV-Team fliegt am kommenden Samstag nach Bulgarien. Neben Kapfer sind Emma Aicher (SC Mahlstetten), Lisa Marie Loipetssperger (WSV München) und Paulina Schlosser (SC Kreenheinstetten) nominiert. Aicher war zuletzt bei der Ski-WM in Cortina schon am Start und holte dort an der Seite von Andrea Filser Bronze im Team-Wettbewerb.

Zwei Europacup-Rennen als letzte Generalprobe

Vor der Junioren-WM stehen für Nadine Kapfer noch Europa-Cup-Rennen auf dem Programm. In San Pellegrino im Fassatal – am vergangenen Wochenende fanden dort noch Weltcup-Rennen der Frauen statt – sind zwei Super-G angesetzt. Der erste Wettbewerb ging am Dienstag über die Bühne. Kapfer belegte den 42. Platz unter 91 Starterinnen. Es gewann die Schweizerin Jasmina Suter (bei der WM in Cortina in der Abfahrt auf dem 18. Platz). Der zweite Super-G findet am heutigen Mittwoch statt.

Corona sorgt für Vermummungsgebot: Nadine Kapfer (links) und DSV-Kollegin Meike Pfister im sonnigen San Pellegrino in Italien. Dort finden derzeit Europacup-Rennen statt, danach geht es für die Peitingerin zur Junioren-WM.

Aus dem Landkreis Weilheim-Schongau waren schon einige Athleten bei einer alpinen Junioren-WM dabei. Theresia Jocher (Schongau) startete 2003 in Frankreich in vier Rennen. Bestes Resultat war der 28. Platz im Slalom. Fritz Dopfer (Schongau) überzeugte 2006 in Kanada als Neunter im Riesentorlauf. Andrea Filser war zweimal (2012 und 2013) bei einer Junioren-WM am Start. Bei ihrer Premiere in Italien belegte sie im Slalom den 13. Rang. Das Jahr darauf in Kanada wurde sie im Slalom Sechste. Simon Jocher (Schongau) landete 2017 in Schweden in der Kombination auf dem 15. Rang. Laura Gruber vom BSC Oberhausen war immerhin bei den EYOF-Wettbewerben dabei. 2005 gewann sie bei diesen Jugendspielen den Slalom vor Athletinnen wie Anna Fenninger (heute Veith), Tina Weirather und Tessa Worley.

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