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Jubelschrei: Lukas Krämer, flankiert von Cheerleadern, beim Zieleinlauf des Ingolstädter Triathlons. Der Athlet des ARGI+Tri-Team Schongau wurde Dritter über die Halbdistanz.

Triathlon in Ingolstadt

Lukas Krämer ist der König der Amateure

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Schongau/Peißenberg - Die Profis gejagt, die Amateure dominiert: Triathlet Lukas Krämer (ARGI+Tri-Team) ist beim Ingolstädter Triathlon auf Platz drei gelaufen – trotz heftiger Schmerzen. Und auch die Schongauer Staffeln waren vorne dabei.

Eigentlich sollte es nur ein Testlauf werden, ein Versuch. Am Ende stand Lukas Krämer auf dem Podest, war schnellster Amateur über die Halbdistanz (2000 Meter Schwimmen, 74 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen) beim Ingolstädter Triathlon. Der Peißenberger vom ARGI+Tri-Team Schongau erreichte bei seiner Saison-Premiere über diese Distanz mit einer Zeit von 3:34:52 Stunden Platz drei. Schneller waren nur die Profis Georg Potrebitsch (PowerHorse Triathlon Team/3:31:14) und Christian Brader (Team Erdinger Alkoholfrei/3:33:21). In seiner Altersklasse wurde Krämer zudem Zweiter.

Das Rennen verlief von Beginn an gut für den Peißenberger. Seine schwächste Disziplin, das Schwimmen, absolvierte er in einer für ihn passablen Zeit und stieg als 15. aus dem Wasser. Auf dem Fahrrad verließ sich Krämer dann komplett auf sein Bauchgefühl, gab ordentlich Gas und machte zahlreiche Plätze gut. Nach 1:47:13 Stunden wechselte der Peißenberger als Sechster auf die Laufstrecke. Das Podest war nun in Reichweite, die vor ihm laufenden Athleten nicht allzu weit entfernt. Nur: Wieviel Kraft hatte die Aufholjagd auf dem Rad gekostet? Auf den ersten Kilometern sah alles noch gut aus, Krämer arbeitete sich weiter nach vorne, war schließlich Dritter. Dann begann das Leiden: Bauchkrämpfe und Seitenstechen setzten ein, er wurde langsamer. Allerdings war Krämer nicht der einzige, der den Strapazen Tribut zollen musste. Auch die Athleten hinter ihm hatten Problem. Daher rettete Krämer seinen Vorsprung ins Ziel und wurde Dritter.

Schongauer Staffeln stark

Neben Krämer waren auch drei Staffeln der Schongauer in Ingolstadt am Start. Auf der olympischen Distanz gingen die Damenstaffel mit Koni Weiß, Simone Reithmeir und Miriam Steffens und die Herren mit Vincent Zappe, Alex Steffens und Roman Deisenhofer ins Rennen. Zappe kam beim Schwimmen über die 1500 Meter mit einer Zeit von 18:57 Minuten als Führender aus dem Wasser und übergab an den Radfahrer Steffens. Weiß, auch eine herausragende Schwimmerin, verließ den Baggersee kurze Zeit später und schickte Reithmeir auf die Reise. Für sie und Steffens ging es nun auf die 40 Kilometer lange Radstrecke. Steffens musste sich dabei nur Triathlonprofi Andreas Dreitz geschlagen geben und beendete sein Rennen als Zweiter. Auch Reithmeir fuhr stark und übergab nach 1:06:30 Stunden an Läuferin Miriam Steffens.

Beim abschließenden Lauf über zehn Kilometer sicherte Roman Deisenhofer dem Herrenteam den zweiten Platz. Bei den Damen spielte Miriam Steffens ihre Laufstärke aus und lief nach 43 Minuten durch das Ziel. So erkämpften sich die Schongauer Frauen den neunten Gesamtplatz im stark besetzten Männerfeld und waren darüber hinaus die schnellste Damenstaffel.

Auf der Mitteldistanz starteten Lukas Sporer, Giulio Focardi und Andrew Mcleod: Sporer übernahm den Schwimmpart für die Staffel und konnte mit der drittschnellsten Staffelschwimmzeit nach 26:09 Minuten an den Radfahrer Focardi übergeben, der an der Spitze liegend Schlussläufer Mcleod ins Rennen schickte. Dieser verlor noch einen Rang und finishte auf dem zweiten Platz.

Thomas Fritzmeier

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