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Konrad Lex gewinnt Zugspitz-Trailrun-Challenge

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Verregneter Sonntagmorgen in Ehrwald: Die Läufer starten in Richtung Zugspitze. Bis ins Ziel sind 16 Kilometer und 1700 Höhenmeter zu bewältigen. Unter ihnen der Rottenbucher Gesamtsieger Konrad Lex (2.v.r). © Thomas Bohne

Rottenbuch - Der Rottenbucher Konrad Lex hat die Zugspitz-Trailrun-Challenge in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Er feierte dabei eine Premiere bei der Premiere.

Es galt, den City-Sprint in Garmisch-Partenkirchen, den alpinen Marathon und den Berglauf, die „Vertical Challenge“, zu absolvieren. Gleich dreimal konnte sich der Deutsche Meister im Skibergsteigen, Konrad Lex, bei der Zugspitz-Trailrun-Challenge erfolgreich platzieren und wurde schließlich Gesamtsieger. „Das war mein erstes Trail-Running-Event“, sagte Lex zufrieden im Ziel. Der Vater eines zweieinhalbjährigen Buben und einer vierjährigen Tochter läuft erst seit wenigen Jahren. „Denn Laufen nimmt nicht so viel Zeit in Anspruch“, erläutert Lex. Nach einer Verletzung im Winter hatte er heuer mehr Zeit für sein Sommertraining. „Der Winter hat aber Priorität“, stellt er umgehend klar. Die Siegerin bei den Frauen war Eva Färberböck aus Murnau am Staffelsee.

Das Programm der Zugspitz-Trailrun-Challenge begann bereits am vergangenen Freitag mit einem Drei-Kilometer Sprint durch Garmisch-Partenkirchen und einem Kinderrennen. „Dieser City-Sprint ist super angekommen“, sagt Heinrich Albrecht, Geschäftsführer des Veranstalters Plan B. „Wir versuchen die Läufer damit an das Trailrunning heranzuführen.“ Zum Schnuppern dienten ebenfalls der Neun-Kilometer-Lauf und der Halbmarathon am Samstag in Grainau. „Der Halbmarathon ist nicht hochalpin, aber führt über superschöne Trails in der Umgebung“, erklärt Albrecht. Der Marathon mit 45 Kilometern und knapp 4000 Höhenmetern war den erfahreneren Läufern vorbehalten. Lex kam hier nach 5:47 Stunden als Erster ins Ziel auf der Zugspitze. „Ich laufe lieber längere Strecken und regeneriere dann auch relativ schnell“, sagte er zu seiner Leistung.

Unter den 123 Teilnehmern beim Marathon befand sich auch der Aschaffenburger Extremsportler Stefan Schlett. Für Schlett, der bereits drei Kontinente im Wettkampf zu Fuß durchquert hat, sind diese Distanzen Routine. Er lässt sich allerdings auch elf Stunden für den Marathon Zeit und genießt jeden Augenblick. „Man muss immer voll bei der Sache sein“, sagt Schlett. „Die wenigsten Teilnehmer haben Hochgebirgserfahrung und viele wissen nicht, wie es ist, sich im starken Wind eine Jacke anzuziehen.“ Schlett lief an allen drei Tagen und stand am Sonntagmorgen zusammen mit Lex, Färberböck und weiteren 217 Läufern in Ehrwald am Start der Vertical Challenge.

Das finale Rennen sollte sie über 16 Kilometer und 2100 Höhenmeter bis auf den Gipfel führen. Während es im Tal regnete, schneite es oberhalb von 2100 Metern und die Temperatur fiel unter null Grad Celsius. Umgehend wurde der Start am Sonntag um eine Stunde nach hinten verschoben, denn das Wetter sollte sich im Laufe des Tages bessern. Aufgrund der winterlichen Bedingungen waren das Ziel des Marathons und der Vertical Challenge vorab an das 400 Höhenmeter unterhalb des Gipfels gelegene Restaurant Sonnalpin verlegt worden. Die Organisatoren kontrollierten bereits vor dem Start die Pflichtausrüstung der Athleten, und ab der Knorrhütte war lange Bekleidung Pflicht. Wer dort von den Veranstaltern für zu schwach befunden wurde, musste das Rennen vorzeitig beenden.

Einsatzleiter Willi Brenner von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen spricht von professionellen Maßnahmen und einer sehr guten Organisation. Gemeinsam mit den Grainauer Kollegen waren allein am Sonntag zwanzig Kameraden der Bergwacht, davon zwei Ärzte, vor Ort. Sie alle sahen die beiden Erstplatzierten Thomas Kühlmann aus Thüringen und Philipp Brugger aus Österreich nach nur 1:48 Stunden gemeinsam ins Ziel einlaufen. Lex erreichte als Fünfter das Ziel und sagte anschließend: „Organisation, Markierung und Streckenführung, alles war sehr gut.“

Thomas Bohne

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