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Eine umkämpfte Saison wird in der Kreisklasse 4 erwartet – mittendrin sind unter anderem der TSV Peiting II (rot) und der TSV Hohenpeißenberg. 

Kreisklasse startet

Fünf Teams in der Kreisklasse 4: Zwischen Abstiegsangst und Aufstiegseuphorie

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Fünf Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten greifen in der neuen Saison in der Kreisklasse 4 an – mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen.

SV Kinsau

Nach einem sehr guten vierten Platz in der vergangenen Saison, erwartet den SVK eine anspruchsvolle zweite Spielzeit unter Christopher Resch. „Wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen müssen“, sagt der Trainer. Besonders schmerzhaft: Im Sommer mussten die Kinsauer ihren Top-Torjäger Andreas Köppl in Richtung Raisting ziehen lassen. Zudem steht noch ein Fragezeichen hinter Raphael Schamper, dessen beruflicher Standort in Zukunft ungewiss ist. Thomas Rid wird mit einem Muskelbündelriss zunächst nicht zur Verfügung stehen. In die Mannschaft zurück kehrt hingegen Maximilian Fichtl. Das Torwarteigengewächs stand dem SVK in der gesamten vergangenen Spielzeit nicht zur Verfügung.

Die Vorbereitung lief anfangs etwas schleppend. „Wir hatten nur vier Wochen Pause, das war vielleicht etwas zu kurz. Aber jetzt sind wir im Rhythmus, die Trainingsbeteiligung ist sehr gut“, erklärt der Trainer. Im ersten Spiel erwartet die Kinsauer der Kreisliga-Absteiger Landsberg II. „Das wird ein sehr umkämpftes Spiel werden. Das ist gleich mal ein großer Brocken zu Beginn, aber ich rechne mir schon etwas aus“, sagt Resch und hofft auf einen guten Saisonstart.

Schwabbruck/Schwab.

In die zweite Kreisklassen-Saison startet die Spielvereinigung mit frischem Wind an der Seitenlinie. Hubert Strobel, der zuvor die eigene Jugend trainierte, ist nun verantwortlich für die erste Mannschaft. „Ich freue mich sehr auf die Saison. Das ist eine anspruchsvolle, aber schöne Aufgabe.“ Meistern will Strobel die Herausforderung unter anderem mit vielen jungen Spielern. Gleich acht Akteure zog der ehemalige A-Jugend-Trainer mit in den Kader. Zudem konnte die Spielvereinigung David Bauch aus Ingenried verpflichten, der zu Beginn allerdings noch verletzt fehlen wird, genauso wie Franziskus Reich und Christoph Kögel.

In der kommenden Spielzeit stehen Martin und Ulrich Zwick dem Trainer nicht mehr zur Verfügung, beide haben die Karriere beendet. Damit bleibt abzuwarten, wie Strobel die Offensive, in Gang bringt. „Das ist unser Manko“, sagt der Trainer. „Aber gute Stürmer sind gefragt, das Problem haben nicht nur wir.“ Die Strobel-Elf, dessen Ziel wieder der Klassenerhalt sein wird, hat ein schwieriges Auftaktprogramm erwischt. Im ersten Spiel wartet mit dem SV Igling der Vizemeister. „Die sind auf jeden Fall Mitfavorit, aber man muss gegen jeden mal spielen“, so Strobel.

SV Hohenfurch

Vier Jahre spielte der SVH A-Klasse, ehe der Mannschaft von Michael Kees der Aufstieg gelang. „Das war schon toll. Jetzt in der Kreisklasse wollen wir Fuß fassen und so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen“, sagt der Trainer. Ihm steht dazu fast der gleiche Kader wie in der vergangenen Saison zur Verfügung. Fest in die erste Mannschaft rutschten Leonhard Grimm und Nico Prinzing, welche beide in der vergangenen Spielzeit schon zum Einsatz kamen. Sorgen bereiten Kees die Ausfälle von gleich drei Stammspielern. Felix Erhard, Dominik Biberger und auch Prinzing stehen zum Saisonstart nicht zur Verfügung, fallen teils länger aus.

„Wir hoffen, dass wir den Start gut überstehen. Wir haben trotzdem einen recht großen Kader, auch die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern ist einwandfrei“, sagt Kees. Die Liga ist für den Aufsteiger kein unbeschriebenes Blatt. „Ich habe letzte Saison zufällig ein paar Spiele gesehen“, berichtet Kees. „Es wird schneller gespielt, die Zweikämpfe werden cleverer geführt.“ Auch den ersten Gegner, den TSV Utting, kennt der Trainer. „Die haben eine sehr kompakte Mannschaft und können auch vorne mitspielen. Es wird schwer werden, aber wir werden kämpfen“, kündigt er an.

TSV Peiting II

In einem großen Umbruch befindet sich die Reserve des TSV Peiting. An der Seitenlinie beerbte Thomas Fischer den in die erste Mannschaft gewechselten Fabian Melzer. Fischer, der zuvor den SV Kinsau in der Kreisklasse betreute, freut sich auf die neue Aufgabe. „Ich habe mich nach einer Pause wieder mit dem Thema ,Fußball‘ intensiver beschäftigt“, erzählt er. „Es passt jetzt wieder, auch die Aufgabe passt sehr gut.“ Doch mit dem scheidenden Trainer Melzer verliert Peitings Zweite auch einen wichtigen Spieler auf dem Platz. „Fabian war eine große Stütze in der Mannschaft, war auch für die Standards zuständig“, sagt Fischer. Das müssen die Peitinger nun kompensieren. „Wir werden eine sehr junge Mannschaft haben“, prognostiziert der Trainer. „Wie unser endgültiger Kader aussehen wird, wird sich allerdings erst nach den ersten Spielen herauskristallisieren.“ Ziel in Peiting ist es, jedem Spieler genügend Spielzeit zu geben. „Wir wollen da nicht klar trennen zwischen erster und zweiter Mannschaft“, so Fischer weiter. Der TSV möchte möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung der Mannschaft. „Wir wollen kombinieren. Keine weiten Bälle schlagen, sondern Fußball spielen“, erklärt Fischer. Das erste Spiel bestreitet Peiting auswärts beim SV Raisting II. Er hatte erst in der Relegation die Klasse gehalten. „Ich glaube, wir werden dieses Jahr ein anderes Gesicht von Raisting sehen. Ich schätze sie unter den besseren Mannschaften“, sagt Fischer.

TSV Hohenpeißenberg

Vergangene Saison schickten die Hohenpeißenberger ihren Trainer Alex Sanktjohanser durch ein Wechselbad der Gefühle. Da war etwa die Rückrunde, in der der Aufsteiger in acht Partien nur eine Niederlage kassierte und damit den Grundstein für den späteren Klassenerhalt legte. „Damit war ich schon zufrieden“, so Sanktjohanser. Doch es gab auch schlechtere Zeiten: Den Saisonstart mit sechs Niederlagen in Folge setzte der TSV komplett in den Sand. Diesmal wollen die Hohenpeißenberger frühzeitig anfangen, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Nimmt man die Vorbereitung als Maßstab, dürfte es damit aber nichts werden. Das, was sich da abspielte, „geht schon wieder in Richtung Katastrophe“, wie Sanktjohanser berichtet. Die Mannschaft hatte viele Verletzte zu beklagen, „teilweise haben acht Stammspieler gefehlt“, so der Coach. Der Tiefpunkt war erreicht, als es beim Testspiel in Bad Kohlgrub eine 0:9-Klatsche gab. Entschädigt wurde Sanktjohanser in der folgenden Partie gegen Kreisliga-Aufsteiger Peißenberg: Obwohl ein halbes Dutzend an Stammkräften fehlte, gab es einen 3:1-Sieg. „Das haben die Burschen wirklich gut gemacht“, lobte Sanktjohanser. Mittlerweile befinden sich fast alle Spieler wieder im Training, allerdings müssen die meisten konditionell noch aufholen. „Wenn wir abrufen, was wir können, spielen wir eine gute Saison“, ist der TSV-Coach überzeugt.

Auch in der A-Klasse geht es wieder los - mit insgesamt 13 Teams. Die Kreisliga läuft bereits. Dieses Wochenende empfängt Denklingen den FC Weil und Peiting muss in Eichenau ran. 

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